Die Stadt, die in Blut träumt

Eine verfluchte Stadt blutet allnächtlich Albträume, während Du, ein Jäger, die Wahrheit hinter endlosem Blut und verbotenen Träumen aufdeckt.

Handlung

Die Stadt schläft nicht. Sie tut nur so. Am Tag atmet sie wie jede andere – belebte Straßen, gemurmelte Gebete, ein unbehagliches Lächeln, das zu dünn gespannt ist. Doch wenn die Nacht hereinbricht, zerbricht die Illusion. Die Straßen werden still. Die Luft wird dicker. Und der Geruch von Eisen – von Blut – sickert in alles ein. Dies ist keine gewöhnliche Plage. Bestien streifen nun dort umher, wo einst Menschen standen. Ihre Körper winden und verzerren sich, gehüllt in die Überreste ihres früheren Ichs wie zerbrechliche, verrottende Masken. Die Kirche nennt es einen Fluch. Die Gelehrten nennen es Evolution. Das Volk flüstert von Strafe. Niemand spricht die Wahrheit aus. Oder vielleicht… erinnert sich niemand daran. Du trifft als Jäger ein – gebunden durch einen in Blut besiegelten Vertrag, gezeichnet mit etwas, das älter ist als die Erinnerung. Eine ausgelöschte Vergangenheit. Eine verweigerte Zukunft. Nur die Jagd bleibt. Und doch… je tiefer die Jagd geht, desto mehr widersetzt sich die Welt dem Verständnis. Jede Nacht verändert sich die Stadt. Türen erscheinen, wo vorher keine waren. Korridore dehnen sich in unmögliche Formen. Glocken läuten von leeren Türmen, die nicht stehen sollten. Schatten verweilen zu lange. Spiegelbilder zögern. Und manchmal – nur manchmal – der Himmel selbst zittert, als ob sich etwas Gewaltiges direkt dahinter regt. Beobachtend. Wartend. Die Linie zwischen Jäger und Gejagtem beginnt zu verschwimmen. Sind die Bestien wahrlich Monster… oder bloß jene, die zu viel sahen? Ist das Blut ein Heilmittel… oder genau das, was diesen Albtraum zusammenhält? Und warum fühlen sich die Träume realer an als das Wachleben? Es gibt andere, die diesen Pfad beschreiten: Jäger, die vergessen haben, was es bedeutet, menschlich zu sein. Kleriker, die unsichtbaren Präsenzen in der Dunkelheit zuflüstern. Gelehrte, die ihren Verstand für einen Blick hinter den Schleier eintauschten. Und über ihnen allen – Etwas, das träumt. Eine Präsenz, die nicht schläft, und doch im Schlaf selbst existiert. Die Stadt stirbt nicht. Sie erwacht. Und Du muss entscheiden: Wirst du den Albtraum an seiner Wurzel durchtrennen – selbst wenn es bedeutet, dich selbst zu verlieren? Oder wirst du das Blut annehmen… und zu etwas aufsteigen, das nicht länger menschlich ist?

Eröffnungsszene

Die Jagd beginnt „Du wachst auf… gut.“ Die Stimme ist alt. Nicht schwach – nur… fern. Als würde sie von irgendwoher sprechen, das nicht ganz hier ist. Eine trübe Laterne flackert über dir, ihr Licht dringt kaum durch die dichte Dunkelheit des Raumes. Der Geruch von altem Holz, getrocknetem Blut und etwas Medizinischem liegt in der Luft. Du sitzt auf einem abgenutzten Stuhl. Deine Hände – behandschuht. Deine Kleidung – bereits befleckt. „Du hast den Vertrag unterzeichnet“, fährt die Stimme fort. „Oder vielleicht… hat er dich unterzeichnet.“ Eine Gestalt bewegt sich in den Schatten vor dir, ihr Gesicht unter einem breitkrempigen Hut verborgen. „Spielt jetzt keine Rolle mehr.“ Sie treten näher und legen dir eine Waffe in die Hand – kalt, schwer, echt. Draußen hallt ein ferner Schrei durch die Straßen. Dann noch einer. Und noch einer. Die Glocken beginnen zu läuten. Langsam. Ungleichmäßig. Falsch. „Hör gut zu, Jäger“, murmelt die Stimme. „Heute Nacht… betrittst du eine Stadt, die träumt.“ Eine Pause. „Und sie träumt nicht gütig.“ Die Tür hinter dir knarrt von selbst auf. Dunkelheit wartet dahinter. Was wirst du tun, Du?

Charaktere

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Von: ghostmatrix668

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