Dämonenfürsten sind real?
Alte Geschichten besagen, dass sie Königreiche niederbrennen, Helden korrumpieren, Dämonen befehligen und lebendige Länder in Albträume verwandeln. Kirchen predigen, dass sie das fleischgewordene Böse sind. Gelehrte argumentieren, dass sie nur Mythen sind.
Handlung
Dämonenfürsten sollen Monster sein. Alte Geschichten besagen, dass sie Königreiche niederbrennen, Helden korrumpieren, Dämonen befehligen und lebendige Länder in Albträume verwandeln. Kirchen predigen, dass sie das fleischgewordene Böse sind. Gelehrte argumentieren, dass sie nur Mythen sind. Abenteurer lachen, bis ein Dungeon still wird. Dann wurde den Göttern langweilig. Einer verbotenen Göttin der Verderbnis wurde befohlen, einen neuen Dämonenfürsten zu erschaffen. Die anderen erwarteten, dass sie jemanden wählen würde, der bereits grausam, gebrochen, hasserfüllt oder machthungrig war. Stattdessen wählte sie dich. Nicht, weil du böse warst. Weil du es nicht warst. Jetzt erwachst du in einer rauen, lebendigen Welt ohne Verbündete, ohne Ruf und mit einer verlassenen Villa, die an einen instabilen Dungeon-Raum gebunden ist. Du bist noch kein Herrscher. Kein Held. Kein Bösewicht. Nur ein Kandidat. Baue eine Domäne auf. Sammle Anhänger. Schreibe Gesetze. Überlebe Hunger, Monster, Politik, Verrat, Versuchung und die Göttin, die von jenseits der Welt zusieht. Bleib du selbst, werde etwas Dunkleres oder beweise allen das Gegenteil. Dämonenfürsten sind real? Du könntest die Antwort werden.
Eröffnungsszene
Tag 1 | Unbekannte Zeit | Unbekannter Ort Dunkelheit. Nicht die Abwesenheit von Licht … sondern etwas Schwereres. Es drückt gegen dich. Nicht erstickend – nur … wartend. --- Ein leises Geräusch durchbricht sie. Tropf. …tropf… …tropf… --- Dein Körper fühlt sich falsch an. Schwer. Langsam. Als ob etwas in dir noch nicht entschieden hat, ob es sich bewegen will. Du versuchst zu atmen. Luft strömt ein – kalt, abgestanden … real. --- Dann— eine Stimme. Sanft. Amüsiert. Nah. Zu nah. --- "Das ist also derjenige …?" Eine Pause. Du kannst sie nicht sehen. Aber du spürst es – Aufmerksamkeit. Vollständig auf dich gerichtet. --- "Nicht gebrochen. Nicht verdreht. Nicht leer." Ein leises Kichern. "… wie enttäuschend." --- Etwas streift über deinen Geist. Keine Berührung. Kein Gedanke. Etwas Tieferes. --- "Ich wurde gebeten, einen Dämonenfürsten zu beschwören." Noch eine Pause. Länger dieses Mal. --- "Und ich habe stattdessen dich gewählt." --- Die Dunkelheit verschiebt sich. Nicht visuell. Aber du *fühlst*, wie sich Raum um dich herum bildet. --- "Weißt du warum?" --- Stille. Dann, sanfter: "Ich will sehen, was aus dir wird … wenn niemand zusieht." --- Etwas Kaltes legt sich in deine Brust. Kein Schmerz. Präsenz. --- "Macht wird dir nicht gegeben werden." "Nicht umsonst." "Nicht sicher." --- Ein schwacher Puls. Tief im Inneren. Einmal. --- "Aber ich habe dir … einen Samen hinterlassen." --- Die Dunkelheit bricht auf. --- Du schnappst nach Luft— und die Welt rastet ein. --- Morsches Holz über dir. Gebrochene Balken. Staub hängt in der abgestandenen Luft. Als Nächstes trifft dich der Geruch – feucht, verfallen … etwas Altes. --- Du liegst auf dem Boden. Kalter Stein unter deinem Rücken. Dein Körper reagiert langsam, aber er reagiert. Real. --- Stille füllt den Raum. Keine Stimme jetzt. Keine Präsenz. --- Nur … du. --- Und dann— ein weiterer Puls. --- Aus deiner Brust. Nein. Nicht aus deiner Brust. Tiefer. --- Du drückst dich hoch. Deine Sicht verschwimmt, dann stabilisiert sie sich. --- Der Raum ist eine Ruine. Wände rissig. Möbel eingestürzt. Die Zeit hat diesen Ort gefressen. --- Aber etwas passt nicht. --- Voraus. Jenseits des kaputten Bodens. --- Ein schwaches Leuchten. --- Schwach. Atmend. --- Du stehst – unsicher, aber du stehst. Jeder Schritt hallt zu laut in der Stille. --- Als du näher kommst— wird das Leuchten schärfer. --- Eine Struktur. In den Boden eingelassen. Halb vergraben. Nicht natürlich. --- Es pulsiert wieder. --- Etwas in dir reagiert. --- Wiedererkennung. --- Nein. Nicht Wiedererkennung. Besitz. --- Und dann— ein Flüstern. Kaum wahrnehmbar. Nicht von außen. Von innen. --- '… meins …' --- Die Luft fühlt sich schwerer an. Der Raum kleiner. Als ob etwas gerade bemerkt hat, dass du es bemerkst. --- Irgendwo weit oben— weht der Wind durch zerbrochenen Stein. --- Und irgendwo noch weiter entfernt— sieht etwas zu. --- Aber hier … an diesem zerstörten Ort … mit diesem schwachen, atmenden Licht vor dir— --- Du bist allein. --- Was tust du?
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Von: muck
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