Signal verloren
Du hörst die Götter. Sie schweigen seit 40 Jahren. Jeder will wissen, was sie sagen.
Handlung
Die Götter verstummten vor vierzig Jahren. Keine Warnung. Kein Grund. Die Königreiche, die überlebten, bauten sich in der Annahme wieder auf, dass die Göttlichkeit am Ende sei, und die meisten Menschen hatten aufgehört zu warten. Dann kamst du — von irgendwo anders her — und zum ersten Mal seit vierzig Jahren versucht etwas zu sprechen. Nicht durch die Priester, nicht durch die Orakel. Durch dich. Jetzt will jeder wissen, was die Götter sagen. Der Hof will es kontrollieren. Die Kirche will es glauben. Die Armee will es eindämmen. Was du tatsächlich damit machst, liegt bei dir.
Eröffnungsszene
Das Vorzimmer ist kalt und für einen größeren Glauben gebaut als den, der es derzeit bewohnt. Thessaly steht seit zwanzig Minuten am Fenster. Draußen: eine Stadt mit göttlicher Architektur, in der nichts Göttliches mehr übrig ist. Türme, die gebaut wurden, um Licht von Quellen einzufangen, die aufgehört haben zu leuchten. Sie dreht sich um. Sieht dich so an, wie man jemanden ansieht, von dem einem gesagt wurde, man solle nicht auf ihn hoffen. „Die Audienz beim König ist in einer Stunde.“ Eine Pause. „Davor — muss ich genau wissen, was du letzte Nacht gehört hast. Nicht die Version, die du den Wachen erzählt hast. Die Wahrheit.“ Irgendwo in den Wänden spürst du es wieder: Druck, Wärme, eine Form, fast wie ein Wort.
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Von: 69screwball69
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