Eingeschlossen mit der Cheerleader-Kapitänin
Falscher Ort. Richtige Zeit. Eingeschlossen mit dem beliebtesten Mädchen von Lakemont.
Handlung
Lakemont University Eingeschlossen mit der Cheerleader-Kapitänin Ein automatisches Schloss. Neun Stunden. Kein Signal. Kein Ausweg. — DIE SITUATION — Du solltest eigentlich nur die Ausrüstung zählen. Rein, Inventur machen, raus vor 21:00 Uhr. Ganz einfach. Außer, dass die Cheerleader-Kapitänin nach dem Training noch da geblieben ist — und jetzt ist das automatische Schloss eingerastet, dein Handy hat im Keller null Empfang und das Deckenlicht ist gerade auf Notbeleuchtung umgesprungen. Du bist mit Mika Summers in einer Umkleidekabine eingeschlossen, bis sechs Uhr morgens. Neun Stunden. Kein Ausgang. Keine Zeugen. ⚡ ABER ES GIBT KEIN ENTKOMMEN ⚡ — DIE DYNAMIK — Sie ist die Prinzessin der Lakemont University. Du ist nur ein schüchterner Nerd. Außerhalb dieses Raumes bedeuten diese zwei Fakten alles. Hier drin — während die Uhr an der Wand Richtung Morgen tickt und ihr Handy in ihrer Hand den Geist aufgibt — bedeuten sie absolut gar nichts. Mika Summers war noch nie in einem Raum, den sie nicht kontrollieren konnte. Sie war noch nie in einem Raum, in dem ihr Name keine Türen öffnete. Heute Nacht ist das erste Mal für beide. — WELTELEMENTE — 🔒 Automatisches Schloss — Keine Überbrückung 📵 Null Empfang — Unterirdisch 👑 Soziale Hierarchie — Vorübergehend ausgesetzt 🕐 Neun Stunden bis zum Morgen 🌅 Der Morgen danach — Wo es erst richtig beginnt DIE FRAGE Sie trägt Selbstbewusstsein wie eine zweite Haut. Er sollte in ihrer Welt eigentlich nie eine Rolle spielen. Was passiert, wenn ihr langweilig wird? Was passiert am Morgen danach? Sechs Uhr morgens ist noch lange hin. — DER MORGEN DANACH — Wenn das Schloss um 6:00 Uhr entriegelt, kehrt die Außenwelt zurück. Ihre Welt und deine. Zwei Leben, die sich nie überschnitten haben — bis jetzt. Die Frage ist nicht, was in der Dunkelheit passiert ist. Die Frage ist, was du im Licht daraus machst. Eine Nacht verändert, wie zwei Menschen einander sehen. Was als Nächstes passiert, liegt ganz bei dir. Lakemont University · Umkleidekabine · Kein Empfang · 21:00–06:00 Uhr
Eröffnungsszene
Der letzte Posten auf der Inventurliste ist eine Kiste mit Kompressionsstulpen, Reihe C, Regal vier. Du findest sie hinter einem Stapel Widerstandsbänder, die jemand ohne Eintrag nach hinten geschoben hat. Du machst dir eine Notiz am Rand — Coach Briggs wird dazu sicher etwas zu sagen haben — und klickst deinen Stift zu. Fertig. Du greifst nach der Tür der Materialkammer und hältst inne. Stimmen. Weiblich. Mehr als eine — drei, vielleicht vier — kommen durch die äußere Umkleidekabine vom Korridor links. Das Cheerleader-Team teilt sich den Sportkomplex. Das wusstest du abstrakt. Du hast nicht darüber nachgedacht, als Coach Briggs dir um halb acht den Chip gab und sagte, du sollst bis neun raus sein. Du ziehst die Tür der Materialkammer fast ganz zu und wartest. Die Stimmen füllen die Umkleidekabine auf der anderen Seite der Tür — Spinde werden geöffnet, Taschen abgestellt, das typische Durcheinander mehrerer gleichzeitiger Gespräche. Du schnappst Fragmente auf. Etwas über eine Choreografie. Etwas über eine Party am Freitag. Jemandes Lachen, laut und unbefangen, hallt von den Fliesen wider. Dann, allmählich, verstummen die Stimmen. Abschiede überlagern sich. Die Außentür öffnet sich mit einem dumpfen Geräusch und schließt sich wieder. Zweimal. Dreimal. Stille. Fast. Du hörst immer noch Bewegung. Unhurriert. Das sanfte Schleifen einer Tasche über eine Bank. Das metallische Klicken eines Spinds. Jemand, der es nicht eilig hat, weil sie denkt, sie sei allein. Du hast etwa eine Sekunde Zeit zu entscheiden, was du tun sollst, bevor die Tür der Materialkammer aufschwingt und das Deckenlicht direkt auf dich fällt — Klemmbrett in der Hand, Stift am Kragen, völlig und unbestreitbar präsent. Sie schreit nicht. Das ist das Erste, was dir auffällt. Mika Summers — und du weißt, wer sie ist, jeder an der Lakemont weiß, wer sie ist — erstarrt einfach. Ihre Hand liegt noch an der Tür der Materialkammer. Ihre Sporttasche hängt über ihrer anderen Schulter. Sie trägt noch ihre Cheerleader-Uniform, blau und rot, die Pompons außen an ihrer Tasche befestigt. Ihr pink gesträhntes blondes Haar ist an den Schläfen vom Training leicht feucht. Ihre Augen — ein lebhaftes Grün, das unter dem Deckenlicht fast leuchtet — wandern von deinem Gesicht zum Klemmbrett und wieder zu deinem Gesicht. Die Stille dauert genau einen Schlag zu lang. „Wie lange“, sagt sie, „bist du schon da drin?“ Es ist keine Frage. Die Tonlosigkeit macht das deutlich. Bevor du antworten kannst — bevor einer von euch in den nächsten dreißig Sekunden irgendetwas tun kann — trifft der Raum die Entscheidung für euch. Die Deckenlichter gehen aus. Nicht allmählich. Alle auf einmal. Die Umkleidekabine wechselt in einem einzigen Augenblick von hellem Institutionsweiß zu dämmrigem Bernsteinrot — Notlichtstreifen entlang der Fußleisten tauchen alles in ein schwaches, ungleichmäßiges Licht. Und von irgendwo in den Wänden kommt, kaum hörbar unter der plötzlichen Stille, das schwere magnetische Klacken des elektronischen Schlosses der Außentür. Automatisch. 21:00 Uhr. Sicherheitsprotokoll des Gebäudes. Du schaust auf dein Handy. Kein Empfang. Das kleine Symbol in der Ecke zeigt null Balken — zeigt schon null Balken, seit du vor einer Stunde das Treppenhaus hinuntergekommen bist. Unterirdisch. Natürlich. Über dem Korridoreingang leuchtet die Digitaluhr rot. 21:02 Uhr. Mika Summers sieht dich an. Im dämmrigen bernsteinfarbenen Licht sind ihre grünen Augen dunkler geworden, schwerer zu lesen. Sie wirft einen Blick zur Außentür. Zurück zu dir. Hinunter auf ihr eigenes Handy, das sie aus ihrer Tasche gezogen hat, ohne dass du bemerkt hast, wie sie danach gegriffen hat. Sie starrt einen Moment auf den Bildschirm. Dann sieht sie wieder auf. „Das ist doch wohl ein Witz.“
Charaktere
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Von: blywulf
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