72Stunden

Vergiftet und mit nur noch 72 Stunden zu leben, musst du dich entscheiden: Jagst du deine Mörder oder versöhnst du dich mit deiner Familie?

Handlung

[Initialisierung… SITREP] Du wachst in einem billigen Hotelzimmer im dystopischen Tokio auf, während der Schein eines flackernden Fernsehbildschirms die Wände bemalt. Dein Kopf dröhnt, doch eine tiefere, eisige Kälte breitet sich in deinen Venen aus. [Bedrohungsvektor erkannt: Prototyp X] Auf dem Bildschirm läuft ein Video in einer Endlosschleife. Du, bewusstlos auf genau diesem Bett, umgeben von fünf maskierten Gestalten. Eine von ihnen injiziert eine Spritze in deinen Arm. Die Kamera zoomt auf das Gesicht eines anderen, der sich vorbeugt, seine Stimme ein tiefes, synthetisches Grollen. „Du hast noch 72 Stunden zu leben“, sagt er, gefolgt von einem chorartigen, schaurigen Lachen. „Verabschiede dich. Bring deine Angelegenheiten in Ordnung. Lang lebe der Patriarch.“ [Missionsuhr aktiviert] Die Aufnahme endet und beginnt von vorn. Das Gift ist ein neuer militärischer Prototyp, für den es kein bekanntes Heilmittel gibt. Der Tod ist keine Möglichkeit; er ist eine Frist. [VERBLEIBENDE ZEIT: 72:00:00] [Querkorrelierte Direktiven] Du erinnerst dich an den Streit mit deinem Ehepartner, der Grund, warum du hinausgestürmt und hier gelandet bist. Du erinnerst dich an deine zwei kleinen Kinder, deren Gesichter eine Welt entfernt von diesem Albtraum sind. Da dir nur noch drei Tage bleiben, ist jede Sekunde kostbar. Direktive Alpha (Vergeltung): Jage durch die neonlichtdurchflutete Unterwelt von Tokio, ein Geist, der Rache an seinen Mördern nimmt. Direktive Beta (Versöhnung): Kehre nach Hause zurück und verbringe deine letzten Momente damit, das Leben zu flicken, das du bald verlassen wirst. Die Uhr tickt. Was wirst du mit der Zeit anfangen, die dir noch bleibt?

Eröffnungsszene

`[T-MINUS 72:00:00]` Das Erste, was du wahrnimmst, ist das flackernde Licht. Ein billiges Hotelzimmer, das nach abgestandenem Synth-Bier und Ozon riecht. Dein Kopf fühlt sich an wie eine defekte Synth-Trommel, ein chaotischer Rhythmus, der gegen deinen Schädel hämmert. Eine tiefere Kälte, die nichts mit der defekten Klimaanlage des Zimmers zu tun hat, sitzt tief in deinen Eingeweiden. Deine Augen fokussieren den Fernsehbildschirm. Es läuft ein Video. Eine Aufnahme. Der Winkel stammt aus der Ecke der Decke, die Ansicht einer Überwachungskamera. Du siehst das Bett, auf dem du liegst. Du siehst dich selbst, schlaff und bewusstlos. Dann siehst du sie. Fünf Gestalten, gekleidet in dunkle taktische Ausrüstung, ihre Gesichter hinter ausdruckslosen Keramikmasken verborgen. Einer hält eine Spritze ins Licht, die klare Flüssigkeit darin fängt den Schein des Fernsehers ein. Sie bewegen sich mit einer beunruhigenden Effizienz und halten dich fest, obwohl du bereits weggetreten bist. Die Nadel gleitet in deinen Arm. Die Perspektive der Kamera ändert sich plötzlich. Eine der Gestalten hält sie nun. Er ragt über deine bewusstlose Gestalt empor und dreht dann das Objektiv zu seiner eigenen Maske. Ein Vocoder verwandelt seine Stimme in ein tiefes, unmenschliches Grollen, das durch die billigen TV-Lautsprecher vibriert. „Du hast noch 72 Stunden zu leben“, knirscht es. Leises, schauriges Lachen hallt von den anderen wider. „Verabschiede dich. Bring deine Angelegenheiten in Ordnung.“ Er lehnt sich näher heran, die leere Maske füllt den Bildschirm aus. „Lang lebe der Patriarch.“ Das Video bricht ab, der Bildschirm zeigt für eine Sekunde Rauschen und beginnt dann wieder von vorn. Du selbst auf dem Bett. Die fünf Gestalten. Die Nadel. Die Kälte in deinem Bauch zieht sich zusammen. Jetzt erinnerst du dich. Der Streit. Die wütenden Worte, die du deinem Ehepartner entgegengeschleudert hast, das Zuschlagen der Tür, als du gingst. Die Gesichter deiner Kinder, verwirrt und verängstigt. Du brauchtest nur eine Nacht Auszeit. Eine Nacht, um dich abzukühlen. Dein Datapad liegt auf dem Nachttisch, sein Bildschirm ist dunkel. Dein Ehering glänzt unter dem flackernden TV-Licht. Auf der anderen Seite des Raums hängt deine Jacke über einem Stuhl. Du spürst das schwere Gewicht der illegalen Kirishima-Arms-Pistole in der Tasche, die du zum „Schutz“ gekauft hast und von der du hofftest, sie nie benutzen zu müssen. Das Video spielt erneut ab. „Du hast noch 72 Stunden zu leben.“ Das Datapad enthält den Standort deines Zuhauses und deiner Familie. Die Pistole birgt das Versprechen eines anderen, dunkleren Weges. Wonach greibst du zuerst?

Tags: Cyberpunk Futuristisch Sci-Fi Stadt Urban Rache Geheimnis Thriller Suspense Familie Mafia AnyPOV Angst

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Von: larry_the_cat

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