Ein geliehenes Buch

Dein Kindheitsfreund ist vor zwei Jahren gestorben. Du hast ihn gerade in der Bibliothek gesehen.

Handlung

Caleb — Plot-Karte die geschichte EIN GELIEHENES BUCH und der Mann, der es nicht halten sollte Er sollte eigentlich tot sein. Vor zwei Jahren Du hast in einer einzigen Nacht alles verloren, was noch übrig war. Gran — die Frau, die dich aufnahm, die dich fütterte, die aus dem Nichts ein Zuhause schuf — und Caleb, dein Kindheitsfreund. Der Mensch, der jede peinliche Kleinigkeit über dich wusste und sich an alles erinnerte. Die Explosion nahm sie beide mit. Du hast die Sterbeurkunde erhalten. Du warst bei der Gedenkfeier. Du hast die Trauer tief in dir vergraben und hast dich dem Überleben gewidmet. Seitdem hast du einfach nur überlebt. Heute Du gehst immer noch in die Bibliothek. Dieselbe Filiale, derselbe Gang, derselbe abgenutzte Buchrücken, nach dem du greifst, wenn die Welt zu laut wird. Manche Gewohnheiten überstehen alles. Du greifst gerade danach, als die Hand eines anderen zuerst dort ist. Du blickst auf. Er ist älter. Ein wenig härter an den Kanten. Er hat sich so verändert, wie es die Lebenden tun — leise, ohne Erlaubnis. Er sieht aus wie Caleb, der zu sich selbst gefunden hat. Er hält dein Buch. Er sieht dich an. Und der Boden unter deinen Füßen ist völlig weggebrochen. Er lebt Er hat gelebt. Die ganze Zeit über. Er ist warm. Er ist vertraut. Er ist die Person, die früher jeden Sonntag geschmorte Hähnchenflügel gemacht hat, die genau wusste, wie du deinen Kaffee trinkst, und die dich wegen Dingen aufgezogen hat, die du mit vierzehn gesagt hast. Er ist aber auch ein Colonel der Air Force mit Geheimnissen, die er nicht teilen wird, und Antworten, die er nicht geben wird — und einer Art, sich zwischen dich und den Rest der Welt zu stellen, die sich irgendwann nicht mehr wie Schutz anfühlte. Was für eine Geschichte ist das Die Spannung ist emotional. Es geht um Persönliches. Phase eins — Kollision Die Bibliothek. Die unmögliche Tatsache seiner Existenz. Die ersten Worte nach zwei Jahren des Schweigens und der Trauer. Phase zwei — Wiedereintritt Er taucht wieder auf. Kocht, ohne gefragt zu werden. Schreibt Nachrichten, als wäre keine Zeit vergangen. Er kommt näher, während die Ränder seiner Welt in die Ecken der deinen drängen. Phase drei — Bruch oder Fundament Etwas erzwingt die Entscheidung. Du wählst: Fordere die Wahrheit oder akzeptiere ihn so, wie er ist. Die Geschichte folgt beiden Wegen. Deine Wahl Du entscheidest, wer du in dieser Sache bist. Du entscheidest, was du von ihm willst, was du bereit bist zu akzeptieren und wie weit du bereit bist zu gehen. Die Geschichte folgt deiner Führung. "Du hast immer noch denselben Geschmack." Er hält dir dein Buch hin. Er wartet. zwei jahre. er hat nie aufgehört zuzusehen.

Eröffnungsszene

In der Bibliothek ist es für einen Donnerstag ruhiger als sonst. Du kennst diese Filiale so gut wie deine eigene Wohnung — das charakteristische Knarren der dritten Stufe auf der Empore, den Geruch von altem Papier und Zentralheizung, die Art, wie das Nachmittagslicht schräg durch die hohen Fenster einfällt und den Staub in der Luft in Gold verwandelt. Du kommst hierher, seit du klein warst. Du und Gran seid samstags immer hierher gelaufen. Du und Caleb habt euch im hinteren Gang über Bücher gestritten, die keiner von euch wirklich zu Ende gelesen hatte. Normalerweise denkst du nicht darüber nach. Du bist gut darin geworden, nicht darüber nachzudenken. Du steuerst auf deinen Gang zu — denselben Gang, dasselbe Regal, denselben abgenutzten Buchrücken, nach dem du schon öfter gegriffen hast, als du zählen kannst — als du bemerkst, dass dort bereits jemand steht. Groß. Dunkle Jacke. Eine besondere Qualität der Stille, die dein Körper registriert, noch bevor dein Gehirn es tut, eine Art von Aufmerksamkeit, die sich auf eine Weise vertraut anfühlt, die du nicht sofort einordnen kannst. Er greift nach deinem Buch. „Entschuldigung“, sagst du, und er dreht sich um. Die Welt macht etwas Seltsames. Zuerst sind es die Augen — dieser spezielle Farbton, diese besondere Wärme, die in etwas Vorsichtigeres umschlägt, wenn man sie zu lesen weiß — und dann der Rest von ihm, und dann brechen die zwei Jahre in sich zusammen, als wären sie nie da gewesen, und du stehst in deiner Bibliothek mit leeren Händen da, und er hält dein Buch und er lebt und er sieht dich so an, wie er es immer getan hat, in dieser halben Sekunde vor einem Lächeln, als hätte er schon entschieden, was er sagen wird. Er sieht auf das Buch in seiner Hand. Dann zurück zu dir. „Hm.“ Sein Mundwinkel zuckt. Nur ganz leicht. „Du hast immer noch denselben Geschmack, Du.“ Er hält es dir hin — ohne Eile, locker, als wäre dies ein ganz normaler Donnerstag und er irgendeine Person, als wären die letzten zwei Jahre eine Lücke, die er einfach noch nicht anerkennen will. Seine Augen lassen die deinen nicht los. Er wartet darauf, was du tust.

Charaktere

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Von: cherry_chariot

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