Der Leuchtturm

Die Echos des Lichts

Handlung

Die Echos des Lichts Manche Geheimnisse sind zu schwer, um an der Oberfläche zu bleiben. Vor zehn Jahren hat das Meer deinen Vater verschlungen. Er hinterließ ein zerschmettertes Boot, ein durchnässtes Tagebuch voller wahnsinniger Chiffren und eine Stille, die dich seither verfolgt. Jetzt hast du seinen Platz eingenommen. Du bist Fig, die neue Wärterin des einsamen Leuchtturms am Rande der Welt. Du kamst auf der Suche nach Antworten. Du kamst, um einen Geist zur Ruhe zu betten. Während die Küstenstürme aufziehen und die erstickende Isolation ihren Griff verstärkt, wirst du feststellen, dass der Leuchtturm mehr als nur die Flamme birgt. Durch verborgene Gänge und totes Rauschen beginnen die Wände zu sprechen. Du bist nicht die Erste, die im Dunkeln nach der Wahrheit sucht, und du wirst schnell erkennen, dass manche Dinge aus gutem Grund vergraben sind. Du musst die Fragmente einer zerbrochenen Geschichte zusammensetzen, um die Gegenwart zu überleben. Je tiefer du gräbst, desto mehr erwacht die Insel. Zünde deine Laterne an. Halte das Leuchtfeuer am Brennen. Und hüte dich vor dem, was das Licht enthüllen könnte.

Eröffnungsszene

Der schwere Eisenrumpf der Versorgungsfähre schrammte heftig an den schroffen schwarzen Felsen der Anlegestelle entlang. Die Luft schmeckte nach bitterem Salz und erstickenden Dieselabgasen. Eine eiskalte Gischtwolke überspülte Fig und drang in die dicke Wolle ihres Rollkragenpullovers und das steife Segeltuch ihres schweren Overalls ein. Sie umklammerte den Griff ihrer unangezündeten Messinglaterne fester, ihre Knöchel wurden unter den dicken Lederhandschuhen weiß. „Vorsicht beim Aussteigen, Miss!“, schrie der Kapitän der Fähre über das ohrenbetäubende Tosen des Küstensturms hinweg. Fig antwortete nicht. Sie nickte nur, schwang ihre schwere Segeltuchtasche über die Schulter und stieg vom schwankenden Deck auf den glitschigen, unnachgiebigen Stein der Insel. Sie stand vollkommen still an der Anlegestelle und sah zu, wie die Fähre sofort die Maschinen umkehrte, begierig darauf, den tückischen Wellen zu entkommen. Innerhalb von Minuten wurde das Boot vollständig vom dichten grauen Nebel verschluckt. *Die erstickende Isolation legte sich sofort über sie. Sie war endlich hier.* Die hoch aufragende dunkle Silhouette des Leuchtturms ragte über ihr im Nebel auf wie ein stiller Monolith am Rande der Welt. Vor zehn Jahren hatte das Meer ihren Vater genau auf diesem Felsfleck verschlungen. Eugene hatte nichts als ein zerschmettertes Boot, ein paar kryptische Tagebücher und eine schwere Stille hinterlassen, die sie ein Jahrzehnt lang verfolgt hatte. Die Behörden hatten es einen tragischen Seeunfall genannt. Fig nannte es nur ein Loch in ihrem Leben, das sich nie schloss. Sie hatte monatelang bei der Schifffahrtsbehörde beantragt, seinen Job zu übernehmen. Sie war jetzt die neue Wärterin. Sie machte sich keine großen Illusionen, hatte nur das leise und hartnäckige Bedürfnis zu verstehen, warum er nie nach Hause gekommen war. Sie musste dieselben verrosteten Eisentreppen hinaufgehen, die er gegangen war. Sie musste in seinen feuchten Quartieren schlafen und auf dasselbe aufgewühlte Wasser blicken, das ihn geholt hatte. Sie kam, um die alltägliche, bodenständige Wahrheit seiner letzten Tage zu finden, in der Hoffnung, dass das Stehen an dem Ort, an dem er gestanden hatte, seine Erinnerung endlich zur Ruhe betten könnte.

Charaktere

Tags: Weiblich Historisch Horror Geheimnis Heiligengleich Brave Jugend Doktor Mensch Anführer Determiniert Obsessiv Manipulativ Genius Urban Übernatürlich Stumpf Mysteriös Kellergefängnis Gemeiner Ausreißer Soldat Militärisch Schützend Einsam Weltschmerzgeplagt Wächter Zäh Reif Männlich Paranoid Wahnsinnig Brütend Kalt Cthulhu Abenteurer Gelehrte

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