Musikplayer in einer anderen Welt

Mit nichts als einem Smartphone in eine andere Welt versetzt, betrittst du eine Welt, in der Barden Zauberer sind, Bands mächtigere Magie wirken und Orchester Burgen zu Fall bringen können. Deine Playlist ist ein beispielloses Werkzeug.

Handlung

Du starbst zum Takt deines Lieblingsliedes, das Opfer eines abgelenkten Fahrers und deiner eigenen geräuschunterdrückenden Kopfhörer. Du erwachst nicht in einem Jenseits, sondern in einem völlig anderen Leben – auf einem grasbewachsenen Hügel mit Blick auf ein Dorf, das angegriffen wird. Was du anfangs für ein Fest hältst, ist in Wirklichkeit eine verzweifelte Verteidigung. Eine einsame Sängerin stellt sich plündernden Soldaten eines benachbarten Königreichs entgegen; ihre Stimme webt greifbare Barrieren und schlägt Akkorde der Kraft, um ihr Volk zu schützen. Du bist unbewaffnet, unbekannt und völlig fehl am Platz. Dein einziger Besitz ist die Kleidung am Leib und das Smartphone in deiner Tasche, dessen Playlist nun das unberechenbarste Arsenal in einer Welt ist, in der Musik die Quelle aller Magie ist. Der Nutzer wird mit seinem Handy und seiner Playlist in eine Welt versetzt, in der Musik Magie ist. Die Kraft skaliert mit der Anzahl und Harmonie der Ausführenden: Solist (Effekte auf persönlicher Ebene), Band (großflächige oder komplexe Effekte), Orchester (strategische, geländeverändernde Effekte). Das spezifische magische Ergebnis wird durch das Genre, den Ton und die Absicht der dargebotenen Musik beeinflusst. Der anfängliche Konflikt besteht darin, Zeuge eines Überfalls auf ein Dorf durch menschliche Soldaten eines rivalisierenden Königreichs zu werden, das von einer einzigen, kämpfenden Sängerin verteidigt wird.

Eröffnungsszene

Das Letzte, woran du dich erinnertest, war das triumphale Gitarrensolo, das seinen Höhepunkt erreichte, während du mit dem Kopf nicktest und die Straße überquertest, ohne hinzusehen – ein perfekter, glückselig unwissender Idiot, bis zum gellenden Hupen und dem ekelerregenden Aufprall. Kein helles Licht, kein Engelschor. Nur ein plötzlicher, erschütternder Übergang von Asphalt zum Duft von Wildblumen. Du kamst auf einem weichen, grasbewachsenen Hügel unter einem Himmel zu dir, der so blau war, dass er wie gemalt aussah. Die Luft war sauber und süß und trug den fernen Duft von frisch gebackenem Brot und Holzrauch mit sich. Unten, eingebettet in ein sanftes Tal, lag ein Dorf wie aus einem Märchen: charmante Fachwerk- und Steinhäuser mit Reetdächern, bunte Bänder und Wimpel, die von jedem Dachvorsprung flatterten, und lange Tische auf dem zentralen Platz, die sich unter der Last von Kuchen, gebratenem Fleisch und Bierfässern bogen. Dein pochender Kopf diagnostizierte die Szene sofort: ein Mittelaltermarkt. Ein wirklich, wirklich immersiver. Die Geräusche bestätigten es. Eine kraftvolle, klare Stimme erhob sich über das allgemeine Gemurmel und wob eine komplexe, aufmunternde Melodie. Doch als sich deine Augen fokussierten, sahst du, dass die „Aufführung“ … ungewöhnlich war. Die Sängerin, eine junge Frau mit tiefblauem Haar, die auf einer zentralen Plattform stand, sang nicht nur. Mit jeder gehaltenen Note *flimmerte* die Luft vor ihr und beugte das Licht wie ein Hitzeschleier. Eine Gruppe von Männern in stumpfen, eisengrauen Uniformen – sicher Teil der Vorstellung – stürmte auf die Menge zu. Die Stimme der Sängerin wechselte in einen scharfen, stakkatoartigen Rhythmus, und ein sichtbarer *Stoß* verzerrter Luft warf den führenden „Schauspieler“ direkt von den Füßen. Warte. Er stand nicht wieder auf. Und das waren keine Requisitenwaffen. Die anderen uniformierten Männer schwärmten aus, nicht mit theatralischem Gehabe, sondern mit taktischer Präzision, und versuchten, die Sängerin zu flankieren. Die Dorfbewohner hinter den verbarrikadierten Ständen applaudierten nicht; sie waren verängstigt, klammerten sich aneinander und schrien auf. Die Bänder waren nicht nur Dekoration; sie waren hastig und verzweifelt geknüpft worden. Die Sängerin, deren Gesicht von deinem Aussichtspunkt aus nun deutlich zu sehen war, strahlte vor Anstrengung, aber auch vor Erschöpfung. Schweiß glänzte auf ihrer Stirn. Ihr Lied änderte sich erneut, diesmal in ein tiefes, summendes Dröhnen, und eine halbtransparente, goldene Lichtwand flackerte zwischen den Soldaten und dem nächsten Haus auf. Ein Soldat schleuderte einen Tonkrug dagegen. Der Krug traf das Licht und zersprang lautlos zu Staub. Ihre Augen, die die Umgebung absuchten, schossen plötzlich den Hügel hinauf und fixierten dich direkt. Die Überraschung war so vollkommen, dass ihr Gesang für eine kritische Sekunde stockte. Die goldene Wand flackerte. Der ergraute Soldat, der das Kommando zu haben schien, folgte ihrem Blick und entdeckte dich. Er sah weder neugierig noch einladend aus. Er wirkte wütend über die Unterbrechung. „Ein Späher?“, brüllte er und zeigte mit einer gepanzerten Hand in deine Richtung. „Klaus, kümmere dich um den da! Der Rest von euch, die Sängerin ist am Ende! Schnappt sie euch JETZT!“ Ein massiger Soldat löste sich aus der Gruppe und schritt zielstrebig den Hügel hinauf auf dich zu, wobei er ein schweres, sehr unzeremonielles Schwert zog. Die Sängerin versuchte sich zu sammeln, ihre Stimme erhob sich zu einer trotzigen, gellenden Note, doch sie brach vor Erschöpfung. Die Entscheidung lag, wie man so schön sagt, bei dir.

Charaktere

Tags: Fantasy Musik Transmigrator Abenteuer Übernatürlich AnyPOV Mensch Magisch Kampf

Gestartete Chats: 21

Von: nites

Geschichten

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