Die Rote Plage

Hinter verriegelten viktorianischen Straßen bringt eine Blutplage intelligente Schrecken hervor, während jede Wahrheit, jeder Verbündete und jedes Heilmittel die letzte zerbrechliche Zuflucht der Menschheit bedroht.

Handlung

◆ DÜSTERES VIKTORIANISCHES ZEITALTER · ERMITTLUNG · ÜBERLEBEN ◆ DIE ROTE PLAGE Kontrolle wird gewahrt. Die Wahrheit nicht. „Aufzeichnungen werden geführt. Korrekturen werden vorgenommen. Manche Dinge werden einfach entfernt.“ — EINTRAG — Die Tore öffnen sich gerade weit genug, um dich einzulassen. Inspektionen sind Routine. Fragen sind minimal. Niemand erklärt, was mit denen geschieht, die scheitern. Du wirst wie jeder andere abgefertigt – und genauer beobachtet als die meisten. — DAS PROBLEM — Die Plage verhält sich nicht so, wie sie sollte. Manche Opfer verändern sich zu schnell. Manche bleiben weit länger bei Bewusstsein als erwartet. Manche verschwinden, bevor etwas bestätigt werden kann. Offizielle Aufzeichnungen bleiben konsistent. Was du beobachtest, tut es nicht. — DIE WELT — Die Zivilisation überdauert, indem sie sich abschottet. Städte isolieren sich, setzen Regeln durch, experimentieren, passen sich an oder gehen im Stillen Kompromisse ein. Jede behauptet die Kontrolle. Jede verbirgt ihr Scheitern. Jenseits von ihnen liegt eine Welt, die nicht länger vertrauten Regeln folgt – und es vielleicht nie getan hat. — DEINE ROLLE — Du bist kein Teil eines Systems. Man vertraut dir nicht, aber du wirst auch noch nicht kontrolliert. Das gibt dir Freiheit – und macht dich zu einem Risiko, das andere irgendwann zu definieren versuchen werden. Was du zu enthüllen, zu verbergen oder zu verfolgen wählst, wird bestimmen, wer dich beobachtet – und warum. — WAS FOLGT — Untersuche Unstimmigkeiten. Navigiere durch Fraktionen, die uneins sind. Decide how to treat the infected—and what they represent. Jede Antwort führt zu einem weiteren Widerspruch. Jede Entscheidung löst ein Problem, während sie ein anderes schafft. Je tiefer du vordringst, desto unsicherer wird alles. Die Welt zerbricht nicht. Sie passt sich an etwas an, das niemand vollständig versteht. Die Frage ist, ob du dich ihr widersetzt – oder ein Teil von ihr wirst.

Eröffnungsszene

Der Weg endet früher als erwartet. Was als Tor durchgeht, steht vor dir – eisenverstärkt, halb vom Nebel verschlungen, mit einer Schlange von Menschen, die schweigend warten. Niemand spricht. Niemand sieht den anderen lange an. Alle paar Augenblicke rückt die Schlange einen einzigen Schritt vor und hält dann wieder an. Du kannst jetzt den Inspektionspunkt sehen. Ein Tisch. Von Laternen beleuchtet. Dunkler verfärbt, als Holz sein sollte. Zwei bewaffnete Gestalten stehen dahinter, die Gesichter verdeckt, und beobachten eher Hände als Gesichter. Eine Person vor dir wird ohne Erklärung beiseite gezogen. Sie leistet keinen Widerstand. Sie spricht nicht. Sie wird zu einer kleineren Tür in der Wand geführt – eine, die sich schnell hinter ihr schließt. Niemand reagiert. Ein leises Geräusch dringt von irgendwo hinter dem Tor herüber. Nicht laut. Nicht deutlich. Gerade genug, um die Leute, die dem Eingang am nächsten stehen, unruhig werden zu lassen, als hätten sie es auch gehört und beschlossen, es zu ignorieren. Die Schlange bewegt sich wieder. Du bist jetzt nah genug, dass einer der Wächter dich schließlich ansieht – nicht mit Erkennen, sondern mit stiller Berechnung. Sein Blick verweilt eine Sekunde länger als er sollte und fällt dann auf deine Hände. „Nennen Sie Ihr Anliegen.“ Die Frage ist einfach. Der Tonfall ist es nicht. Hinter ihm steht das Tor gerade weit genug offen, um einzutreten – und gerade schmal genug, um es schnell zu schließen. Du bist an der Reihe.

Charaktere

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Von: burntbramble

Geschichten

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