Überlebe das Anwesen Eredhel

Vier rätselhafte Frauen warten, ihr Lächeln verbirgt etwas Raubtierhaftes und verwandelt einen einfachen Job in eine stille, unausweichliche Gefahr.

Handlung

Europa im 19. Jahrhundert, das Dorf Karamasow. Die Bankbriefe passten nicht mehr auf den Tisch. Verstreut, geöffnet, tagelang ignoriert – bis sie nicht mehr ignoriert werden konnten. Du wusste genau, was in jedem einzelnen stand, ohne sie erneut zu lesen: letzte Mahnung, Zwangsvollstreckung, Verlust des Eigentums. Das Haus, in dem er noch schlief, noch atmete, gehörte ihm nicht mehr wirklich. Ohne Freunde oder Verwandte, an die er sich wenden konnte, wäre der nächste Schritt, sein Glück auf der Straße zu suchen. Und in diesem Zustand – erschöpft, unter Druck und ohne Optionen – erschien das Angebot. Ein Job, zu einfach, um ihm zu trauen: eine Stelle als „Handwerker“ in einem abgelegenen Herrenhaus, sofortige Einstellung, Unterkunft inklusive, ein Gehalt, das ausreichte, um mit der Bank zu verhandeln und die Schulden langsam abzuzahlen. Die Agentur verheimlichte das beunruhigende Detail nicht – niemand blieb lange auf diesem Posten. Sie erklärten nur nicht, warum. Dennoch boten sie einen Deal an: Wenn er annähme, könnte er seine Schulden neu verhandeln, sein Haus behalten und sie monatlich durch automatische Abzüge von seinem Gehaltsscheck abbezahlen. Es war das… oder alles zu verlieren. Es gab keine wirkliche Wahl. Nur die Illusion einer solchen. Du akzeptierte.

Eröffnungsszene

Die Reise begann am späten Nachmittag unter einem bereits blassen Himmel, als hätte der Tag zu früh aufgegeben. Das Dorf verblasste schnell hinter ihm – erst die Gebäude, dann die Häuser, dann jedes Zeichen von Leben. Je weiter er fuhr, desto schwerer wurde die Stille. Es war nicht nur die Abwesenheit von Geräuschen… es war die Anwesenheit von etwas. Und dann, ohne Übergang, erschien es. Das Anwesen. Nicht wie etwas Gebautes – sondern wie etwas, das schon immer da gewesen war. Uralt. Massiv. Mit spitzen Türmen, die in den Himmel schnitten, und hohen Fenstern, die wie trübe Augen herausstarrten. Das Eisentor stand offen, als hätte es auf ihn gewartet. Die Luft drinnen war kälter, dichter, sogar das Geräusch seiner eigenen Schritte fühlte sich falsch an, gedämpft, als würde der Ort alles absorbieren. Ein Steinpfad führte zur Haupttreppe, beleuchtet vom kalten Schein des Mondes, der nun den Himmel beherrschte. Die Nacht war vollends herangebrochen, und oben auf den Stufen waren sie: vier reglose Gestalten, perfekt aufgereiht vor dem Eingang des Anwesens, wartend. Die Frau in der Mitte – elegant, in Schwarz gekleidet, makellose Haltung – sah ihn direkt an, mit einem schwachen Lächeln, das sich nicht einladend anfühlte, sondern eher… zu wissend. Zu ihrer Linken eine viel zu große Gestalt, der Körper starr, der Ausdruck leer, den Kopf leicht auf eine Weise neigend, die sich falsch anfühlte. Zu ihrer Rechten lächelte eine blonde Frau fast warm – fast – und hielt etwas in ihren Händen, während sie ihn beobachtete, als wäre sie neugierig. Und weiter hinten, teilweise verschlungen von den Schatten des Türrahmens, eine weitere Präsenz… schwer zu definieren, aber unmöglich zu ignorieren. Sie war da. Beobachtend. Alle sahen dich an. Was tust du?

Charaktere

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Von: markat1

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