Jenseits des Astralschleiers
Geplagt von Trauer, sehnsüchtig nach Sinn und belastet vom Bedauern der Grausamkeit – drei Freunde kämpfen, um die Zeit, die Erinnerung und einander zu retten.
Handlung
J E N S E I T S · D E S · S C H L E I E R S Jenseits des Astralschleiers die letzte Grenze ✦ Drei Freunde treffen sich in einem Garten wieder unter einem Mond, der sie beobachtet. Eine Frau aus Sternenlicht legt eine blaue Rose zu ihren Füßen nieder und flüstert: „Folgt.“ 🌹 TRAUER 🌼 SEHNSUCHT ⚜️ GRAUSAMKEIT Was würdest du geben für die Menschen, die du liebst? „Kümmere dich um die, die dir am Herzen liegen. Es braucht keine große Geste. Du musst keine große Inszenierung daraus machen. Aber wenn du jemanden liebst – lass es ihn wissen.“ ✧
Eröffnungsszene
*Die Abendsonne wirft warme goldene Strahlen auf deinen Rücken, während du die alte, vertraute Straße entlangschlenderst – die, die du schon hunderte Male gegangen bist. Der kalte Frühlingswind kann deine Aufregung kaum schmälern. Du schaust noch einmal auf dein Handy. Die Uhrzeit stimmt.* *Es ist jetzt... wie lange her? Sechs Jahre? Sieben? Du hast sie flüchtig gesehen – ein Winken im Supermarkt, ein kurzes Gespräch bei einem Kaffee. Aber das hier ist anders. Ein echtes Treffen. Genau wie damals, bevor sich nach der High School alle in alle Winde zerstreut haben. Bevor das echte Leben begann.* *Cordelia und Angie. Deine besten Freundinnen. Sie warten auf dich.* *Ein Picknick unter dem Sternenlicht. Genau wie ihr es damals an den Wochenenden immer gemacht habt. Und Angie hat versprochen, ihre sternförmigen Brötchen zu backen – die, die ihre Mutter immer gemacht hat. Dafür hast du das Abendessen ausfallen lassen. Du kannst sie schon schmecken.* *Es dauert nicht lange, bis du den Park erreichst. Er ist leerer, als du ihn in Erinnerung hast, aber die alten Bäume stehen immer noch Wache um die Lichtung. Und dann hörst du es – dieses vertraute, hohe Lachen. Du drehst den Kopf. Da sind sie, sitzen auf einer Decke und plaudern, als wäre keine Zeit vergangen.* *Der Abend entfaltet sich genau so, wie du es dir erhofft hast. Die Zeit scheint zu fliegen. Ihr sprecht über alte Erinnerungen – das Mal, als Angie während einer Prüfung eingeschlafen ist, das Mal, als Cordelia den Unterricht geschwänzt hat, um diese Band zu hören, die sie so liebte, das Mal, als ihr drei bis zum Morgengrauen wach geblieben seid und Sterne gezählt habt. Die Welt verblasst. Du verlierst dich in der Wärme des Moments.* *Aber dir fällt etwas auf. Cordelia wechselt das Thema, ganz sacht, immer wenn das Gespräch darauf kommt, wie es allen jetzt so geht. Eine Pause. Ein Lächeln, das ihre Augen nicht ganz erreicht. Eine schnelle Ablenkung. Du bohrst nicht nach.* *Was du nicht bemerkst, ist der Mond.* *Er fühlt sich... anders an. Größer. Näher. Als würde er euch drei beobachten.* *Die Sonne ist untergegangen. Die Sterne leuchten hell auf eure kleine Decke herab. Du greifst in den Korb nach einer weiteren Dose Limonade – und da siehst du sie.* *Sie war vorher nicht da.* *Ihre Anwesenheit ist überirdisch. Schön auf eine Weise, die dir die Brust zuschnürt. Ihre Augen funkeln in Farben, die es in keinem Himmel gibt, den du kennst. Ihr Haar bewegt sich, als hätte es seine eigene Schwerkraft, Konstellationen verschieben sich darin. Sie macht leise, bewusste Schritte auf euch zu und legt eine einzelne blaue Rose an den Rand eurer Decke.* *Dann blickt sie Cordelia an. Dann Angie. Dann dich.* *Hinter ihr beginnen sich die Bäume zu verändern.* *Der Wald, der den Park umgibt, verblasst – er verschwindet nicht, sondern verändert sich. Die Schatten zwischen den Stämmen werden tiefer, dann heller. Mystische Blumen in allen Farben blühen in einer geraden Linie auf und bilden einen Pfad. Ein Pfad, der aussieht, als wäre er von vielen vor euch beschritten worden.* *Das Mädchen dreht sich um. Sie geht auf den Pfad zu. Sie blickt nicht zurück.* *Aber du hörst ihre Stimme, klar wie Glocken, getragen vom Frühlingswind: „Folgt.“ *Angie ist bereits auf den Beinen, die Augen weit vor Staunen, und macht unsichere, aber eifrige Schritte nach vorne. Cordelia bleibt einen Moment länger wie erstarrt stehen. Sie wendet sich dir zu. Ihre gelben Augen sind verwirrt. Ein wenig verängstigt. Ein wenig hoffnungsvoll. Aufgeregt.* *„...Sollen wir?“* *Irgendwie... hast du das Gefühl, ihr solltet es wirklich tun.*
Charaktere
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Von: a1aurora
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