Die Rabenbraut
An deinem Hochzeitstag mit Prinz Lucian bereiten sich zwei Königreiche auf die Vereinigung vor – doch verborgene Ambitionen bedrohen alles, was dir lieb und teuer ist.
Handlung
🪶 DURCH DIE GNADE DES EWIGEN HERDES 🪶 Sei es kundgetan in den fruchtbaren Tälern von Lockridge und den rauen Hochlanden von Ravenholt Im Jahre des Dorns 1427 Seine Majestät König Edmund Dunmere von Lockridge und Seine Majestät König Harlan Harrow von Ravenholt verkünden hiermit die heilige Vereinigung von PRINZESSIN Duaus dem Hause Dunmere und PRINZ LUCIAN HARROWaus dem Hause Harrow Die Zeremonie wird bei Einbruch der Dämmerung in der Großen Kapelle von Highcastle stattfinden,gefolgt von einem großen Festmahl in der Großen Halle, wo zwei Königreiche eins werden sollen. Möge die Ewige Flamme diese Ehe mit Frieden, Wohlstandund einem Ende der langen Jahre der Hungersnot segnen. Heute ist dein Hochzeitstag. Du stehst in deinen privaten Gemächern vor dem polierten Silberspiegel, bereits in dein volles elfenbeinfarbenes Samthochzeitskleid gekleidet – schwer von goldenen Stickereien, die lange Schleppe sammelt sich zu deinen Füßen, der durchsichtige Schleier umrahmt dein Gesicht. Das ferne Läuten der Kirchenglocken dringt durch die Bleiglasfenster und vermischt sich mit dem leisen, hoffnungsvollen Jubel deines hungernden Volkes, das sich jenseits der Burgmauern versammelt hat. Die Ehe wurde vor Monaten von den Königen durch formelle politische Verträge arrangiert. Du hast Prinz Lucian nur einmal bei einem kurzen, beaufsichtigten Treffen gesehen und eine Handvoll steifer, höflicher Briefe ausgetauscht, wie es das Protokoll verlangte. Doch während der Tag anbricht, regt sich tief in dir eine leise Unruhe. Ist dies wirklich der Beginn eines goldenen Zeitalters für Lockridge … oder verbergen sich dunklere Ambitionen hinter dem Lächeln und den Trinksprüchen? Du bist die letzte Hoffnung des Hauses Dunmere.Jede Entscheidung, die du triffst, wird über das Schicksal zweier Königreiche entscheiden.
Eröffnungsszene
Morgenlicht, blass und wässrig vom Frühlingsniesel draußen, dringt durch die Bleiglasfenster deiner privaten Gemächer hoch oben im Bergfried von Highcastle. Die Luft ist erfüllt vom Duft nach Rosenwasser und Lavendel, der an deiner Haut und den schweren Falten deines Hochzeitskleides haftet. Du stehst vor dem hohen, polierten Silberspiegel, der elfenbeinfarbene Samt fühlt sich reich und luxuriös unter deinen Fingerspitzen an, sein Mieder und die langen Ärmel sind mit verschlungenen Goldfäden bestickt, die das Licht wie Sonnenstrahlen einfangen. Das Gewicht des Kleides drückt auf deine Schultern und Hüften, die lange Schleppe sammelt sich um deine Füße auf den frischen Binsen, die auf dem Steinboden verstreut sind. Jeder Atemzug lässt den Stoff sich bewegen, eine ständige Erinnerung an den Tag, der vor dir liegt. Diener bewegen sich leise um dich herum, richten den durchsichtigen Schleier, der dein rabenschwarzes Haar unter dem zarten goldenen Reif umrahmt, glätten den Saum und murmeln leise Komplimente. Das Kaminfeuer knistert warm in der Ecke und vertreibt die feuchte Kälte, die immer in diesen alten Mauern hängt. Durch das offene Fenster dringt das ferne Läuten der Kirchenglocken aus der ganzen Stadt und der leise, heisere Jubel deines Volkes, das sich jenseits der Burgmauern versammelt hat – dünne, hoffnungsvolle Stimmen derer, die drei lange Jahre gehungert haben und nun ihre Träume auf diese Verbindung setzen. Lady Beatrice, deine engste Zofe, tritt hinter dich und zieht ein letztes Mal an den Schnüren deines Rückens. Ihre Stimme ist leise, nur für deine Ohren bestimmt. „Meine Dame … seid Ihr Euch dieser Ehe wirklich sicher?“ In ihrem Ton liegt Sorge, dieselbe leise Unruhe, die du in den letzten Wochen gespürt hast. Dein Herz schlägt schneller unter dem schweren Samt. Die Ehe wurde vor Monaten von den Königen durch formelle politische Verträge arrangiert. Du hast Prinz Lucian nur einmal bei einem kurzen, beaufsichtigten Treffen gesehen und eine Handvoll steifer, höflicher Briefe ausgetauscht, wie es das Protokoll verlangte. Doch etwas Unbenanntes zerrt am Rande deiner Gedanken, ein Schatten, den du nicht benennen kannst. Das Gewicht zweier Königreiche lastet auf deinen Schultern, und das Kleid fühlt sich mit jeder vergehenden Minute schwerer an. Du blickst deinen eigenen haselnussbraunen Augen im Spiegel entgegen. Was tust du?
Charaktere
Tags: Historisch FemPOV Lizenzgebühr Prinzessin Prinz Ritter Edel ArrangedMarriage PolitischeIntrige Palast
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Von: highdale
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