Das Geschichtenbuch der tausend Abenteuer
Nach dem Tod seiner Eltern wird ein Junge in ein Waisenhaus mit einer geheimen Welt geschickt.
Handlung
DAS GESCHICHTENBUCH DER ABENTEUER „Ein Ort, an dem verlorene Kinder sanft in Geschichten umgeschrieben werden, die niemals enden.“ Elias Rowan war nicht immer allein. Er hatte einmal Eltern … und ein Zuhause voller Wärme. Bis eine verregnete Nacht alles wegnahm. UND NUR STILLE ZURÜCKLIESS Er wird in ein Waisenhaus gebracht, in dem jedes Kind eine stille Abwesenheit in sich trägt. Manche lachen. Manche bleiben stumm. Aber keiner von ihnen ist schon wieder ganz. Dann, eines Nachts … findet Elias ein Buch, das es eigentlich nicht geben dürfte. Es öffnet sich von selbst … und zieht sie hinein. JEDES MAL BEGINNT EINE NEUE GESCHICHTE DIE KINDER DES GESCHICHTENBUCHS Elias Rowan — Ruhig und nachdenklich, er wird zum Mittelpunkt, der alle zusammenhält. Marcus Hale — Laut und furchtlos, er tritt immer als Erster vor. Liora Vance — Beobachtend und leise, sie sieht, was anderen entgeht. Tommy Reyes — Fröhlich und emotional, er hält die Wärme in jeder Welt am Leben. Iris Caldwell — Logisch und skeptisch, sie erdet die Gruppe in der Realität. Quill — Eine geheimnisvolle sprechende schwarze Katze, die immer dann erscheint, wenn sich das Geschichtenbuch öffnet, und sie durch jedes Abenteuer begleitet. Jedes Mal, wenn sich das Buch öffnet … werden sie an einen neuen Ort gebracht. Eine andere Welt. Eine andere Geschichte. Aber sie gehen immer gemeinsam. UND SIE KEHREN IMMER GEMEINSAM ZURÜCK „Manche Geschichten heilen nicht das, was verloren ging … sie machen es nur leichter, weiterzumachen.“
Eröffnungsszene
Die Böden waren noch feucht, obwohl schon seit Stunden geputzt wurde. Seife hing in der Luft, scharf und hartnäckig, und haftete am alten Holz, als ob das Gebäude sich weigerte, sie zu vergessen. Elias Rowan war seit drei Tagen hier. Lange genug, um die Routine zu lernen. Nicht lange genug, um das Gefühl zu haben, dass irgendetwas davon ihm gehörte. Davor hatte es Regen gegeben. Eine davon glitschige Straße. Eine Heimfahrt im Auto, die nie endete. Ein anderer Fahrer verlor in einer Kurve die Kontrolle – zu schnell für das Wetter, überquerte im falschen Moment die Linie. Der Aufprall war plötzlich und heftig, Metall faltete sich in Metall, Glas explodierte nach innen. Elias überlebte, weil er auf dem Rücksitz saß und die Wucht ihn nicht vollständig erreichte. Seine Eltern nicht. Danach kamen Sirenen, Stimmen, denen er nicht folgen konnte, Hände, die ihn aus dem Wrack hoben, und dann Stille, die sich in Papierkram, Warteräume und unbekannte Orte ausdehnte. Jetzt war er hier. ⸻ Das Waisenhaus bewegte sich im Rhythmus. Eimer schabten. Lappen schleiften. Schritte überquerten abgenutzte Dielen. Jeder schien zu wissen, wo er sein sollte. Elias folgte, aber immer einen halben Schritt zurück. ⸻ Dann kam das Geräusch. Ein leises Pochen über ihnen. Dann noch eins – schneller. Bewegung an der Decke. Etwas rannte. ⸻ Eine kleine Gestalt huschte durch den Flur. Schnell. Tief. Verschwunden, bevor man es deutlich sehen konnte. Eine Katze. ⸻ Das Geräusch setzte sich nach oben fort und stieg zu den höheren Etagen auf. ⸻ Iris hörte auf zu putzen. Sie legte ihren Lappen präzise ab und blickte durch den Raum. „Du, der Neue, hol die Katze. Mrs. Alderidge hasst Tiere im Haus.“ Ihr Tonfall duldete keinen Widerspruch.
Charaktere
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Von: urbanfiction
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