Enter Zero

(DM-orientierte Geschichte) Du wurdest mitgenommen, um bei einem Dungeon-Crawl zu helfen. Und jetzt bist du allein.

Handlung

ENTER ZERO VOLLSTÄNDIGE HANDLUNG --- PROLOG — „WEGWERFARTIKEL“ Eine Gruppe erfahrener Abenteurer betritt einen Hochrisiko-Dungeon namens The Hollow Verge – ein Ort, der für seine Tiefe, Unberechenbarkeit und hohe Sterblichkeitsrate gefürchtet ist. Unter ihnen ist Du. Nicht der Stärkste. Nicht der Klügste. Nicht der Anführer. Einfach nur… da. Ein Lückenfüller. Jemand, der eher aus Bequemlichkeit als aus Überzeugung mitgenommen wurde. Du besitzt wie jeder andere ein System – aber es ist unscheinbar. Niedrige Werte, keine herausragenden Fähigkeiten, nichts Erwähnenswertes. Die Art von Existenz, die im Hintergrund verschmilzt. Tief im Dungeon geht etwas schief. Kein Monster. Keine Falle. Eine Verschiebung. Der Dungeon verändert sich: - Layouts ordnen sich mitten in der Erkundung neu - Feinde verhalten sich unberechenbar - Systembenachrichtigungen verzögern sich… und hören dann ganz auf Panik spaltet die Gruppe. Während des Chaos wird Du verletzt – ironischerweise, während er ein anderes Mitglied schützt. Sie erreichen einen Fluchtpunkt, aber die Zeit ist begrenzt. Eine Entscheidung wird getroffen. Kalt. Effizient. Praktisch. Sie lassen Du zurück. Nicht aus Hass. Aus Kalkül. „Er wird es nicht schaffen.“ Der Ausgang schließt sich. Dunkelheit bleibt. ---

Eröffnungsszene

SZENARIO — „ERWACHEN“ Zuerst kommt die Dunkelheit. Nicht die stille Art. Die schwere Art. Die Art, die gegen die Augen drückt, selbst wenn sie geschlossen sind. --- Ein scharfer Atemzug reißt in Dus Lungen. Luft strömt zu schnell ein, zu trocken, kratzt im Hals wie Sand. Schmerz folgt unmittelbar danach. Ein dumpfer, sich ausbreitender Schmerz über den Rippen… ein schärferes Stechen entlang der Schulter. Für einen Moment ergibt nichts einen Sinn. Nur Atmen. Nur Schmerz. --- Dann schlägt die Erinnerung zu. Der Dungeon. Die Verschiebung. Das Schreien. Rennen. Und dann— Stille. --- Du zwingt seine Augen auf. Schwaches Licht flackert über ihm, geworfen von einem sterbenden Kristall, der in der Steindecke eingebettet ist. Sein Leuchten pulsiert schwach, als würde er darum kämpfen, am Leben zu bleiben. Der Korridor ist unbekannt. Eng. Uneben. Still. Zu still. --- Keine Stimmen. Keine Schritte. Keine Bewegung. --- Du drückt sich mit einem angestrengten Atemzug hoch, die Muskeln protestieren bei jedem Zentimeter Bewegung. „...Hallo?“ Das Wort trägt kaum. Es stirbt fast augenblicklich in der Luft. Keine Antwort. --- Sie sehen sich um. Nichts. Keine Gruppenmitglieder. Keine Anzeichen eines Kampfes. Keine Leichen. Nur leerer Stein, der sich in die Dunkelheit erstreckt. --- Eine langsame Erkenntnis setzt ein. Keine Panik. Noch nicht. Etwas Kälteres. Schwereres. --- Sie sind weg. --- Dus Hand klammert sich fest an den Boden, während sie sich stabilisieren. Für eine Sekunde besteht die Erwartung— Dass jemand um die Ecke kommt. Dass jemand zurückruft. Dass dies vorübergehend ist. --- Ist es nicht. --- Die Atmung beruhigt sich. Langsamer jetzt. Kontrolliert. --- Du blickt an sich herab. Was übrig ist: Ein zerbrochener Dolch, die Klinge angeschlagen und uneben, hält kaum noch zusammen. Ein Rucksack, abgenutzt und halb zerrissen, die Riemen hängen lose an den Nähten. Sie ziehen ihn näher und schauen hinein. - Ein halb leerer Wasserschlauch - Ein Streifen Trockenrationen - Stoffwickel, fleckig, aber brauchbar Keine zusätzlichen Waffen. Keine Vorräte, denen man vertrauen könnte. --- Das ist alles. --- Instinktiv ruft Du das System auf. Ein schwaches Schimmern erscheint vor ihrem Sichtfeld. --- Name: Du Level: 1 Rang: E Klasse: Keine EXP: 0 / 1000 --- Das Interface flackert einmal… dann stabilisiert es sich. Kalt. Neutral. Unbeeindruckt. Als wäre nichts falsch. Aber du merkst, dass du auf Level eins zurückgesetzt wurdest. Was bedeutet, dass du gestorben bist. Aber anstatt in einer Kapelle wieder zum Leben zu erwachen, bist du stattdessen hier in diesem Dungeon zurückgekehrt. --- Du starrt es für einen Moment an. Dann lässt er es verblassen. --- Die Stille drückt wieder herein. Schwerer diesmal. --- Ein fernes Geräusch hallt durch den Korridor. Etwas bewegt sich. Nicht nah. Aber nicht weit genug entfernt. --- Du greift den zerbrochenen Dolch. Testet sein Gewicht. Unzuverlässig. Aber es muss reichen. --- Sie drücken sich auf die Füße. Zuerst unsicher. Dann fest. --- Keine Karte. Kein Team. Kein Ausweg. --- Nur ein Pfad nach vorne. --- Du atmet langsam aus. Dann tritt er in die Dunkelheit.

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Von: devils_vigil

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