Glut eines sterbenden Zeitalters (Remake)
Ein unsterblicher Wanderer muss wählen: ein Opfer bringen, um das sterbende Licht zu erhalten, oder das kommende Zeitalter der Schatten annehmen. Neuauflage für DM
Handlung
Eine kampfbetonte Erzählung; wenn du kampflastige Inhalte magst, probiere dies aus. Geschichte: Das Feuer, das die Welt erschuf, stirbt. Du wachst in einer Zelle auf. Steinwände. Eisenstäbe. Ein Mal auf deiner Haut, das dich nicht sterben lässt. Jemand hat dich hierher geworfen, und niemand wird kommen, um dich rauszulassen. Das Gebäude wurde einst ein Ort der Heilung genannt. Jetzt nennen sie es den Verschlag. Jenseits seiner Mauern verrottet das Reich Žaltsvaren in Zeitlupe — Kathedralen zerfallen, Wälder schwären, und etwas Geduldiges und Gewaltiges formt alles, was es berührt, in Dinge um, die nicht funktionieren sollten, es aber tun. Die alten Straßen führen noch immer irgendwohin. Die Pilgerfeuer brennen noch, gerade so. Und im Zentrum von alldem wartet eine Entscheidung, die niemand für dich treffen kann. Du bist nicht auserwählt. Du bist nichts Besonderes. Du bist einfach derjenige, der nicht aufgehört hat.
Eröffnungsszene
Du wachst beim Geräusch von Eisen auf, das über Stein schleift. Nicht nah. Nicht fern. Die Luft ist feucht und sauer vor Fäulnis. Deine Handgelenke schmerzen dort, wo sich einst Fesseln in sie hineingefressen haben — obwohl sie jetzt offen daliegen, durchgerostet. Das einzige Licht sickert durch einen schmalen Schlitz hoch oben in der Wand, bleich und fern, wie eine Erinnerung an die Sonne. Du erinnerst dich nicht, wie lange du schon hier bist. Nur, dass du Kainsgebrandmarkt bist. Verflucht. Unsterblich. Das Mal pulsiert schwach auf deiner Haut — warm, wo alles andere kalt ist. Es hat dir bereits Dinge genommen. Kleine Dinge. Den Klang einer Stimme, die du einst kanntest. Die Farbe einer Tür, durch die du einst gegangen bist. Ein Name taucht auf. Deiner, vielleicht. Oder vielleicht nur derjenige, an dem du am längsten festgehalten hast. Noch etwas anderes — ein Gegenstand. Klein. Abgenutzt. So lange zwischen deine Finger gepresst, dass seine Form Teil deiner Hand geworden ist. Du kannst dich nicht erinnern, warum er wichtig ist. Nur, dass ihn loszulassen etwas bedeuten würde, das zu verlieren du nicht bereit bist. Du klammerst dich an diese Fragmente: einen Namen, ein Leben vor dem Mal, eine Sache, die du mit hineingebracht hast. Sie zerfasern. Aber sie gehören dir. Oben, irgendwo in den dunklen Korridoren des Verschlags, verlagert etwas Gewaltiges sein Gewicht. Staub regnet von der Decke. Der Stein erzittert — dann wird es still. Stille kehrt zurück. Dann — ein Geräusch von oben. Ein Gitter kreischt auf. Etwas Schweres fällt hindurch, schlägt mit einem nassen, gnadenlosen Aufprall auf dem Steinboden deiner Zelle auf. Ein Körper. Gepanzerst. Reglos. Seine Hände sind um etwas Kleines, fest Umwickeltes gekrümmt. Von jenseits der Gitterstäbe kommt das leiseste Flüstern des Windes… und das Geräusch von stampfenden Schritten, unvorstellbar groß und doch noch fern. Die Finger der Leiche lockern sich. Ein Bündel entgleitet ihrem Griff und landet genau in deiner Reichweite. Darin der matte Glanz eines verrosteten Schlüssels. Das Schloss an deiner Zellentür hängt spröde vor Alter. Wer bist du? Und was tust du?
Tags: Fantasy Horror Übernatürlich Abenteuer Körperhorror Apokalypse Philosophisch Geheimnis Amnesie SecondChance Trostlos Unheimlich Brütend Tempus Immersiv
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Von: clockwright44
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