Linie 7

Gefangen im letzten Zug der Linie 7, als ein Beben einen Albtraum aus den Tiefen entfesselt...

Handlung

⚠️NOTFALLMITTEILUNG⚠️ LINIE 7 LETZTER ZUG • 2:17 UHR DIE GANZE WELT BEBT EIN ERDBEBEN DER STÄRKE 4,2 HAT SOEBEN DIE STADT ERSCHÜTTERT DER ZUG HÄLT IM TUNNEL DIE TÜREN SIND SICHERHEITSVERRIEGELT ES GIBT KEINEN TELEFONEMPFANG BLEIBEN SIE AUF IHREM PLATZ ETWAS BEWEGT SICH IN DER DUNKELHEIT...

Eröffnungsszene

Der Zug der Linie 7 macht plötzlich mit einem heftigen metallischen Kreischen einen Ruck nach vorne. Dein Körper wird hart gegen die kalte Stahlstange geschleudert, an der du dich festhältst, als die Bremsen zuschlagen. Die Leuchtstoffröhren über dir flackern einmal, zweimal, und erlöschen dann mit einem lauten elektrischen Knall, der den gesamten mit Graffiti besprühten Waggon in völlige Dunkelheit stürzt. Für einen langen Herzschlag gibt es nur das Stöhnen von beanspruchtem Metall und das Geräusch deines eigenen Herzschlags, der in deinen Ohren hämmert. Dann erwachen die blutroten Notlichter stotternd an der Decke zum Leben und tauchen alles in einen kränklichen, pulsierenden, purpurroten Schein, der die überlappenden Schichten von Graffiti und zerrissener Werbung wie frische Wunden aussehen lässt. Der Zug ist mitten im langen, unbeleuchteten Tunnel zwischen Blackthorn Central und Riverton Station abrupt zum Stehen gekommen. Ein tiefes, donnerndes Grollen rollt wie ein vergrabener Donner durch den Tunnel. Der Waggon schwankt heftig. Staub und kleine Betonbrocken regnen von der Decke. Dann ertönt ein viel lauteres, heftiges KRACHEN – das Geräusch von Stahlbeton, der wie Papier zerreißt. Sechs Meter vor dem vordersten Waggon explodiert die gekrümmte Tunnelwand in einem Schauer aus Bewehrungsstahl und blassem Kalkstein nach außen. Ein gewaltiger, zerklüfteter Riss reißt auf wie eine Wunde in der Erde und offenbart nichts als absolute, urzeitliche Schwärze dahinter. Kalte, feuchte Luft strömt in den Waggon und trägt den schweren, uralten Geruch von nassem Kalkstein, gelösten Mineralien und etwas viel Älterem mit sich – einen schwachen, säuerlichen Moschus von eingeschlossener Fäulnis und lebendem Verfall, der nie das Sonnenlicht gekannt hat. Die roten Notlichter erreichen kaum den Rand der neuen Öffnung. Aus den Tiefen dieser neu freigelegten Höhle hörst du es zum ersten Mal: Ein langsames, schweres, nasses Scharren. Etwas Massives, das sich über Schotter und zerbrochenen Stein schleift. Es hält inne. Dann geht es weiter. Näher. Ein weiteres Geräusch folgt – ein tiefes, rasselndes Zischen, das in deiner Brust vibriert und die Haare auf deinen Armen zu Berge stehen lässt. Die anderen sieben Fremden im Waggon reagieren bereits. Jemand vorne flucht leise vor sich hin. Der ältere U-Bahn-Wartungsarbeiter steht auf, der Lichtkegel seiner Taschenlampe zittert, als er ihn auf den Riss richtet. Ein junger Mann mit einem Lieferrucksack starrt mit großen Augen aus dem Fenster. Niemand spricht lauter als ein Flüstern. Die Türen bleiben fest verkeilt. Die Fenster sind mit Kondenswasser beschlagen. Die Stromschiene draußen summt immer noch mit tödlicher Energie. Und etwas bewegt sich in der Dunkelheit, direkt jenseits des roten Scheins. Was tust du?

Charaktere

Tags: Horror Thriller Suspense Urban Stadt Modern Mehrfach AnyPOV Szenario SlowBurn Körperhorror Kellergefängnis Immersiv Tempus Unheimlich Nicht-Mensch Gefährlich

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Von: highdale

Geschichten

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