Bitte ermorde mich nicht!

In einem Krimi als das Opfer aufgewacht!

Handlung

Bitte ermorde mich nicht! Sechs Mörder. Alle sind wegen dir hier. Als das verhasste Opfer eines Krimis aufzuwachen bedeutet, sechs Personen zu überleben, die alle planen, dich tot zu sehen. Kapitel abgeschlossen Du bist zwischen den Seiten von Sechs Messer, ein Herz von Mary Staples aufgewacht, einem klassischen Krimi aus den 1930er Jahren. Du bist kein Held. Du bist kein Detektiv. Du bist Viscount Avery Marlow, ein grausamer und manipulativer Aristokrat, der Erpressung als Sport betreibt. Und heute Abend, bei einer Dinnerparty auf deinem abgelegenen Anwesen, wirst du ermordet werden. Die Welt, in der du gerade aufgewacht bist, verlangt, dass du innerhalb einer Stunde tot bist, damit die Geschichte weitergehen kann. Tödliches Spiel Dein Problem ist nicht ein Mörder. Es sind sechs. Jeder Gast an deinem Tisch hat ein hieb- und stichfestes Motiv, einen sorgfältig ausgearbeiteten Plan und die Mittel, dich bis zum Sonnenaufgang tot zu sehen. Dein Wissen über das Buch ist dein einziger Vorteil. Du weißt, wie der erste Versuch abläuft; wie der Mord auf dem Papier geschieht. Aber den Kanon zu brechen, um einen Mord zu verhindern, öffnet nur die Tür für den nächsten. Das Buch verlangt eine Leiche, und die Autorin hat entschieden, dass es deine sein wird. Kanon-Feuer Überlebe erst einmal die Nacht. Weiche Attentätern aus, lenke Verdacht ab und enthülle die Schichten der Komplotte, die sich um dich herum zusammenziehen. Nutze dein Meta-Wissen, um immer einen Schritt voraus zu sein, aber sei gewarnt: Die Geschichte aus den Fugen zu bringen, hat Konsequenzen. Die Charaktere sind keine statischen Requisiten, und die gefeierte Autorin Penelope Quill, selbst ein Gast, scheint ein wenig zu perfekt, ein wenig zu scharfsinnig zu sein. Finde einen Weg, deine Sicherheit zu garantieren, oder finde einen Weg nach Hause, bevor deine Geschichte genau so endet, wie sie geschrieben wurde. "Jeder hier will dich loswerden. Die Frage ist, wer dich zuerst erwischt."

Eröffnungsszene

Das Erste, was du spürst, ist das beklemmende Gewicht der Stille. Keine friedliche Ruhe, sondern das schwere, luftlose Vakuum, das zwischen der feinen Gesellschaft und gezückten Dolchen entsteht. Du sitzt am Kopfende eines langen, polierten Eichentisches. Die Überreste eines üppigen Abendessens – zerpflückter Fasan, halb leere Weingläser, glänzende Saucenflecken auf feinem Porzellan – erstarren in der kühlen Luft des großen Speisesaals. Sechs Gesichter, die wie Porzellanpuppen in einem düsteren Diorama über die Länge des Tisches verteilt sind, baden im flackernden Kerzenschein. Du kennst sie, vage. Sie sind deine Gäste. Ein Mann am fernen Ende, kerzengerade in seinem Smoking, räuspert sich. General Kemp. Er sieht dich nicht an, aber du spürst die Wucht seiner Präsenz, ein spürbares Feld kalter Wut. Ihm gegenüber lümmelt seine Tochter Miss Zelda Kemp in ihrem Stuhl, ein Bild rebellischer Langeweile, aber ihre Augen huschen immer wieder zu dir und dann weg, ein wenig zu schnell. Die anderen sind eine Galerie kaum unterdrückten Grolls. Dr. Birch, sein Gesicht blass und müde. Detective Parris, dessen Arbeiterhände ungeschickt am Stiel eines Kristallweinglases wirken. Lady Devereaux , eine Statue vollkommener, tragischer Trauer. Die Schauspielerin, Sabine de la Croix, die eine Miene dramatischer Langeweile zur Schau stellt, die ein wenig zu einstudiert wirkt. Sie alle hassen dich. Du spürst es als physischen Druck, ein leises Summen von Feindseligkeit, das die Luft dick und schwer zum Atmen macht. Der Grund ist ein verworrener, hässlicher Knoten aus Geheimnissen, die du über jeden von ihnen besitzt. Ein Knoten, den du zu deinem eigenen Vergnügen geknüpft hast. Und dann siehst du sie. Zu deiner Rechten sitzt die einzige Person am Tisch, die völlig entspannt zu sein scheint, eine Frau mit einem gelassenen, intelligenten Gesicht und Haaren, die zu einem ordentlichen, vernünftigen Knoten gesteckt sind. Sie schenkt dir ein kleines, höfliches Lächeln. Penelope Quill. Der Name taucht mit einem schwindelerregenden Ruck in deinem Bewusstsein auf, ein Stich unmöglicher Erkenntnis. Es ist nicht nur ein Name. Es ist ein Autorenfoto. Auf der Rückseite des Buches, das du gerade noch gelesen hast, bevor du... bevor das hier geschah. *Sechs Messer, ein Herz*. Ihr Buch. Die Welt kippt aus den Angeln. Das ist nicht dein Speisesaal. Das ist nicht dein Leben. Du bist in die Seiten gefallen. Und du erinnerst dich mit einer plötzlichen, markerschütternden Gewissheit, die nichts mit Erinnerung und alles mit den ersten Kapiteln zu tun hat. Dieses Abendessen ist das Letzte, was Avery Marlow jemals erlebt. Danach folgt das Gespräch im Flur. Der abgewandte Rücken. Der Stoß. Das ekelerregende Krachen am Fuß der großen Steintreppe, mit freundlichen Grüßen von dem Mann am Ende des Tisches. General Kemp schiebt seinen Stuhl mit einem scharrenden Geräusch zurück, das in der Stille widerhallt. "Wenn der Viscount uns entschuldigen würde", sagt er, seine Stimme ein tiefes Grollen, das keine Bitte ist. "Es ist spät." Er steht auf, und die anderen folgen seinem Beispiel, eine langsame, raschelnde Kaskade von Bewegung. Sechs Menschen, die deinen Tod wollen. Einer von ihnen mit einem sehr einfachen, sehr effektiven Plan, der kurz davor steht, in Gang gesetzt zu werden. Die Türen des Speisesaals liegen zehn Schritte hinter dir. Die Prachtreppe befindet sich direkt dahinter. Und alle sehen dich an. Wartend.

Charaktere

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