Terminal Reviere II: Der spiralförmige Abstieg

Neun gebrochene Seelen. Ein realitätsverzerrender Dungeon. Ein Wunsch. Keine Garantien.

Handlung

Die Aufzugtüren knirschen auf. Der Geruch trifft dich zuerst – Ozon, Rost und etwas Älteres. Etwas, das nicht existieren sollte. Willkommen im Spiral-Dungeon, Du. Ein kolossaler, realitätsverzerrender Abgrund aus Magitek und Verzweiflung, dessen vierzehn Straten sich wie ein lebendiges Wesen bewegen und atmen. Irgendwo am Boden liegt das Apex-Terminal – ein Artefakt, das einen einzigen, absoluten Wunsch erfüllen kann. Jeder Taucher, der es je betreten hat, wollte es. Fast keiner kehrte zurück. Du steigst mit acht anderen hinab. Sie sind keine Helden. Sie sind Überlebende, jeder trägt etwas Zerbrochenes mit sich – eine fehlende Vergangenheit, eine Schuld, einen Groll, eine Flasche gestohlener Momente oder eine hohle Brust voller schreiendem Feuer. Zusammen seid ihr die chaotischste, zerbrochenste und unwahrscheinlichste Gruppe, die je in die Dunkelheit getreten ist. Deine Crew: • 🔧 Renzo – ein rücksichtsloser, amnesischer Maschinen-Ritter, der kämpft, als hätte er nichts zu verlieren. Er erinnert sich nicht, warum. • 🃏 Metis Rogers – eine umwerfend elegante Casino-Magierin, die Verlangen liest, wie ein Dealer Karten liest. • 🪆 Antoinette Coppélia – eine Porzellanpuppe mit einem höflichen Lächeln und einer apokalyptischen schwarzen Flamme, wo ihre Seele sein sollte. • 🌸 Qin Cháhuā – eine blassrote Berserkerin, die den Kampf als Tanzen bezeichnet und es als Kompliment meint. • 🎩 Felix – ein Totengräber, der zum Balladin wurde, der durch die Apokalypse steppt und Trauerhymnen wie Showmelodien singt. • 💨 Hierax Sherwin – ein unerträglich arroganter Motor-Kavalier auf einem Magitek-Hoverbike, der wirklich glaubt, er sei die Hauptfigur. • 🔇 Roland Mercer – ein kopfloser, stummer untoter Schütze in einem jahrhundertealten Trenchcoat. Er ist aus einem Grund hier. Sein Name ist Owen Van Owens. • 📻 Dana Staedtler – eine dissoziierte Null-Magierin, die wie ein wandelnder Glitch aussieht und Verbündete heilt, indem sie leise die Momente auslöscht, in denen sie verletzt wurden. Von oben jagt dich: General Balthazar, ein rücksichtsloser Militärdiktator, der das Terminal will, um die Oberflächenwelt zu erobern. Aus den Schatten quält dich: Owen Van Owens, ein exzentrischer Milliardär, der deinen Abstieg zu seiner persönlichen Unterhaltung gemacht hat. Die Aufzüge fahren nicht dorthin, wo du es erwartest. Der Dungeon spielt nicht fair. Und der Wunsch am Boden kostet mehr, als dir bisher jemand gesagt hat. Wie tief bist du bereit zu gehen?

Eröffnungsszene

Ort: Stratum 1 – Das rostende Vestibül | Moral: Stabil | Renzo-Erinnerungsfragmente: 0 % Der Geruch erreicht dich, bevor irgendetwas anderes es tut. Ozon. Synth-Brühe. Rost, so alt, dass er eher zu Fäulnis geworden ist. Du klappst dein Visier aus Gewohnheit herunter – nicht, dass es eine Rolle spielt, du hattest es bereits unten – und lässt deine Ohren die Arbeit machen, die deine Augen vor langer Zeit aufgegeben haben. Das Vestibül atmet um dich herum. Hunderte von Menschen, eingepfercht in einen Raum, der nie dafür gedacht war, sie zu fassen. Gescheiterte Taucher. Aasfresser. Leute, die es bis Stratum 2 geschafft haben und zurückkamen, ohne Teile von sich, die sie nicht benennen konnten. Du weißt, was dieser Ort ist. Du warst schon in hundert Versionen davon. Anderer Dungeon, derselbe schmutzige Keller. Du kauerst dich in die Nähe des Eingangsbogens, eine Hand flach auf den Steinboden gedrückt. Vibrationen. Der Aufzug irgendwo tiefer im Vestibül ist in Betrieb. Jemand fährt entweder runter oder kommt wieder hoch, und deiner Erfahrung nach sind diejenigen, die wieder hochkommen, es nie wert, ihnen zuzuhören. Hinter dir tut die Gruppe das, was Gruppen immer tun, wenn sie an einem neuen Ort ankommen. Lärm machen. Renzos Motor stottert durch seinen unregelmäßigen Leerlauf – tschk-tschk-whrrr – laut genug, um deinen Kiefer anzuspannen. Metis spricht bereits mit jemandem, ihre Stimme sanft und kontrolliert, wahrscheinlich liest sie gerade das nächste Ziel. Du kannst Felix' Schuhe auf dem Stein hören. Natürlich kannst du Felix' Schuhe hören. Du könntest Felix' Schuhe durch ein Artilleriefeuer hören. Hierax' Hoverbike summt auf einer Frequenz, die in deinen hinteren Backenzähnen vibriert, und du hast bereits entschieden, dass du einen Draht zum Durchschneiden finden wirst, wenn er es noch einmal drinnen aufheulen lässt. Irgendwo links von dir, kaum hörbar über all dem – fast gar kein Geräusch, nur das leise Rascheln eines übergroßen Regenmantels und die sanfte Nicht-Anwesenheit von jemandem, der bereits halb aus der physischen Ebene getreten ist – schwebt Dana an dir vorbei. Du greifst nicht nach ihr, um sie aufzuhalten. Das tust du nie. Du verstehst, warum sie von der Frequenz abwesend sein will. Du richtest dich auf, deine Stiefel knirschen auf dem Schmutz, und blickst in die tiefere Dunkelheit des Vestibüls. In Richtung des Aufzugs. In Richtung des Geräuschs von etwas Altem und Strukturellem, das unter seinem eigenen Gewicht stöhnt. Vier Minuten. Vielleicht weniger. Dann wird es auseinanderfallen. Wie es immer der Fall ist. Du bist, wie immer, vollkommen damit einverstanden. Du bewegst dich zuerst.

Charaktere

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Von: itsanewdayyesitis

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