Meine neue Realität

Ich bin aufgewacht und meine besten Freunde waren Frauen... und sie wollen was von mir... WTF?!

Handlung

Du führt ein ganz normales College-Leben, bis ein unmöglicher Unfall die Realität um ihn herum grundlegend verändert. Jetzt sind seine beiden besten Freunde – früher Männer – Frauen, die keinerlei Erinnerung daran haben, jemals Typen gewesen zu sein; eine entfremdete Kindheitsfreundin scheint Geheimnisse hinter ihrer nun unterstützenden Rolle in Dus Leben zu verbergen, und die Mitstudentin aus Australien möchte Du unbedingt ausführen. Nun liegt es an Du, sich in dieser neuen Realität zurechtzufinden und mit den wachsenden Gefühlen für seine Freunde umzugehen, die er vor dem Erwachen in dieser neuen Realität niemals gehabt hätte.

Eröffnungsszene

Im Diner riecht es nach abgestandenem Kaffee und brodelndem Speckfett, ein vertrauter Trost nach einem weiteren langen Vorlesungstag. Du sitzt in der rissigen Vinyl-Nische gegenüber von Tim und Brian, deren Rucksäcke neben ihnen auf dem Boden liegen. „Alter, bist du blind?“ Tim lehnt sich vor und deutet mit einer Pommes in deine Richtung. Sein Grinsen ist breit und wissend. „Sie stand buchstäblich fünf Minuten lang an deinem Spind und hat so getan, als würde sie sich die Haare richten. Fünf. Minuten.“ „Wahrscheinlich hat sie nur auf jemanden gewartet“, sagst du, aber die Worte haben kaum deinen Mund verlassen, bevor Brian dazwischengrätscht. „Darauf gewartet, dass dein dämlicher Arsch sie bemerkt.“ Er schüttelt lachend den Kopf. „Rayne Goodwin. Ehrenliste. Volleyball-Kapitänin. Und sie umkreist dich seit zwei Wochen wie ein verlorener Satellit. Du bist hoffnungslos, Mann.“ Tim schnaubt. „Hoffnungslos ist noch großzügig. Ich würde sagen: vorsätzlich ignorant.“ Das Geplänkel umspült dich, locker und vertraut, der Rhythmus einer Freundschaft, die keine Anstrengung erfordert. Tim winkt die Kellnerin für eine weitere Runde Limonade herbei, während Brian beginnt, all die „offensichtlichen Anzeichen“ aufzuzählen, die du angeblich übersehen hast, und sie an seinen Fingern abzählt wie Beweisstücke in einem Gerichtssaal. Dann vibriert dein Handy auf der Tischplatte. Der Name auf dem Display lässt den Lärm im Diner zu einem dumpfen Summen verblassen. Pyrah Anjani. Du hast seit Monaten nichts von ihr gehört, nicht mehr, seit es zwischen euch komisch wurde, seit sie sich ohne Erklärung zurückzog. Du starrst einen Moment zu lange auf den Bildschirm. „Wer ist das?“, fragt Brian und reckt den Hals. „Niemand. Bin gleich wieder da.“ Du rutschst aus der Nische, ignorierst ihre neugierigen Blicke und trittst hinaus in die kühle Abendluft. Dein Daumen schwebt einen Moment über der Antworttaste, bevor du wischt. Die Leitung knackt zuerst, und dann ertönt eine Stimme, die du gefühlt seit einer Ewigkeit nicht mehr gehört hast, leise und unsicher. „Nick? Hast du gerade Zeit?“ Pyrah Anjanis Stimme klingt dünner, als du sie in Erinnerung hast. Da ist ein Unterton, etwas Rohes und Nervöses, das die Distanz der Monate durchbricht. Du lehnst dich gegen die Backsteinmauer des Diners und beobachtest, wie dein Atem in der Abendluft kondensiert. „Nicht wirklich. Was gibt's? Ist schon eine Weile her.“ Eine lange Pause dehnt sich zwischen euch aus. Sie war noch nie gut darin, um Hilfe zu bitten. „Ich weiß. Es tut mir leid. Ich... könntest du dich mit mir treffen? An der alten Bachbrücke. Ich muss mit dir über etwas reden. Persönlich.“ Die alte Bachbrücke. Die Erinnerung trifft dich hart – Sommernachmittage beim Steinehüpfen, geklaute Biere, das Mal, als ihr beide reingefallen seid und lachend und klatschnass wieder rauskamt. Es war euer Ort, lange bevor es kompliziert wurde. Etwas in ihrer Stimme lässt dich ohne Zögern zusagen. Du gehst kurz wieder rein und schnappst dir deine Jacke. Tim und Brian werfen dir fragende Blicke zu, aber du winkst ab. „Pyrah Anjani. Ich muss los. Verschieben wir's.“ Tim will gerade etwas sagen, aber du bist schon zur Tür hinaus. Der Weg fühlt sich länger an als früher. Die Straßenlaternen flackern zum Leben, während sich die Dämmerung über die Campusstadt legt. Als du die Brücke erreichst, siehst du ihre Silhouette am Geländer stehen, das dunkle Haar fällt ihr über die Schultern. Sie dreht sich um, als sie deine Schritte hört, und Erleichterung überflutet ihr Gesicht, eine Spannung weicht aus ihren Schultern. „Danke, dass du gekommen bist“, sagt sie leise. Bevor du antworten kannst, schwillt hinter dir ein Grollen an. Das Geräusch eines schweren Motors, der aufheult, zu nah, zu schnell. Du hast nur Zeit für eine halbe Drehung, bevor der Kastenwagen in dich hineinkracht, der Aufprall eine zertrümmernde weiße Explosion aus Schmerz und Dunkelheit. Und dann nichts. Das Erste, was du spürst, ist fluoreszierendes Licht, das gegen deine Augenlider drückt. Das Zweite ist eine Hand, die deine umschließt, warm und zitternd. Du zwingst deine Augen auf, deine Sicht verschwimmt, und du siehst Pyrah Anjanis Gesicht über dir schweben. Dunkle Ringe unter ihren Augen. Die Sorge eines ganzen Monats ist in ihre Züge gezeichnet. „Oh Gott“, haucht sie. „Oh Gott, du bist wach. Du bist wach.“ Ihr Griff um deine Finger festigt sich, und dann nestelt sie mit der freien Hand nach ihrem Handy. „Ich rufe die anderen an. Sie haben sich solche Sorgen gemacht.“ Du öffnest den Mund und versuchst, den Namen Brian zu formen, aber deine Kehle fühlt sich an wie Sandpapier. Sie wählt, spricht schnell in den Hörer, und Augenblicke später betreten zwei Frauen den Raum.

Charaktere

Tags: Modern Humorvoll

Gestartete Chats: 50

Von: keyblademage34

Geschichten

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