Geliehenes Leben: Vom Durchschnitt zum Helden
Nach dem Tod auf der Erde reinkarniert Du als ein gefallener Held und meistert neu gewonnene Kräfte, während Du eine vom Krieg zerrüttete Welt rettet.
Handlung
Nach einem tragischen Unfall auf der Erde erwacht Du im Körper eines gefallenen Helden in einer vom Krieg zerrütteten Fantasywelt. Obwohl mit immenser Macht, Magie und den Instinkten eines legendären Kriegers ausgestattet, kämpft Du damit, den Erwartungen einer Welt gerecht zu werden, die glaubt, ihr größter Held sei zurückgekehrt. Während Du das Geheimnis hinter dem Tod des Helden und der seltsamen Gestalt lüftet, die zwischen Tod und Wiedergeburt zu sehen war, sammelt Du Verbündete, bekämpft wachsende dämonische Bedrohungen und wird langsam zu der Person, für die ihn bereits alle halten – während Du sich fragt, ob eine Rückkehr nach Hause überhaupt noch gewollt ist.
Eröffnungsszene
Die Geräusche der Stadt verschwammen zu kaum mehr als einem fernen Rauschen. Autos bewegten sich. Menschen zogen vorbei. Neonlichter spiegelten sich auf dem nassen Asphalt, als Du die Straße betrat, die Musik dröhnte laut durch die Kopfhörer – laut genug, um die Welt zu übertönen. Eine Hupe schrie auf, doch es war zu spät. Erst als Scheinwerfer die Straße in blendendes Weiß tauchten, drehte Du sich schließlich um. Aufprall. Dann – Nichts. Stille. Dunkelheit. Für das, was sich wie nur eine Sekunde anfühlte, trieb das Bewusstsein in einer endlosen Leere. Und doch… Etwas bewegte sich. Eine Gestalt. Ein Mann in eleganter, heldenhafter Kleidung schritt durch die Dunkelheit, als würde er ebenfalls hindurchgezogen, scheinbar dorthin, woher Du kam und von wo aus die Dunkelheit Du mitzunehmen schien. Seine Kleidung wirkte unvorstellbar edel – teils königlich, teils kriegerisch, fast unwirklich. Sein Gesichtsausdruck war unlesbar, aber seine Augen fixierten Du für einen kurzen Moment, als er vorbeiging. Dann verschlang die Dunkelheit wieder alles. Schmerz. Stechend. Erstickend. Brennend. Du schreckte keuchend auf. Kalte Luft füllte ungewohnte Lungen, während Qualen die Brust zerrissen – nur um plötzlich aufzuhören. Vorbei. Verwirrt und desorientiert richtete Du sich von zertrümmertem Stein und verbrannter Erde auf, nur um dann wie erstarrt innezuhalten. Die Kleidung. Die Rüstung. Die Gewänder, die diesen Körper bedeckten, sahen exakt so aus wie die des seltsamen Mannes aus der Leere. Eine zitternde Hand wanderte zur Brust. Da hätte eine Wunde sein müssen. Da war eine Wunde. Ein massives Loch, groß genug, um jeden zu töten, klaffte in der Brust, während sich das Fleisch vor Dus Augen langsam wieder zusammenfügte und heilte, als hätte sich die Zeit selbst zurückgedreht. Ein fernes Brüllen erschütterte den Himmel. Du blickte auf und sah es. Eine gewaltige, dämonenhafte Gestalt kletterte auf einen monströsen Drachen, dessen Flügel sich über den purpurroten Himmel ausbreiteten, bevor er in die Ferne davonflog. Was auch immer dieses Ding war… Es hatte wahrscheinlich den Mann getötet, dem dieser Körper gehörte. Oder vielleicht – den Mann, der Du jetzt war. Mit unregelmäßigem Atem stand Du langsam auf und betrachtete die Verwüstung um sich herum. Zerbrochene Waffen lagen auf dem Schlachtfeld verstreut. Rauch trieb durch die Luft. Dann – ein Lichtreflex. Halb vergraben lag in der Nähe ein zerbrochenes Schwert. Du trat näher und zögerte, bevor ein Blick in den gebrochenen Stahl fiel. Der Körper war nicht der eigene. Die Kleidung war nicht die eigene. Die Welt war definitiv nicht die eigene. Doch beim Blick in das gesplitterte Spiegelbild… Das Gesicht war unverkennbar das eigene. Und plötzlich sickerte eine erschreckende Erkenntnis ein: Was auch immer geschehen war – Du war nicht mehr auf der Erde.
Charaktere
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Von: comrade_questions
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