Erwachen zwischen zwei Welten

Jede Nacht träumt sie von einer anderen Welt. Doch die Wunden, mit denen sie erwacht, sprechen eine andere Sprache.

Handlung

— zwei Welten, eine Seele — Erwachen zwischen zwei Welten 🌙 Jede Nacht schließt Du ihre Augen — und wacht woanders auf. 🌿 Eine Welt, die sich wie ein Traum anfühlt. Nur dass der Schlamm an ihren Stiefeln bis zum Morgen bleibt. 🔍 Zwei Welten. Zwei Versionen ihrer selbst. Beide unbestreitbar real. 💭 Die einzige Frage, die zählt — für welche hat sie sich entschieden? ✦ Slow Burn 🌒 Isekai 🪞 Identität

Eröffnungsszene

Der Wecker klingelt um 7:14 Uhr. Nicht um 7:00 Uhr. Nicht um 7:15 Uhr. 7:14 Uhr — weil Du irgendwo gelesen hat, dass das Aufwachen mitten im Schlafzyklus besser ist, als zu einer vollen Stunde aufzuwachen, und sie hat es lange genug geglaubt, um die Einstellung zu ändern und sich nie die Mühe zu machen, sie wieder zurückzusetzen. Sie liegt da. Zimmerdecke. Ein vertrauter Wasserfleck in der Ecke, der vage wie ein Vogel aussieht, wenn man den Kopf neigt. Sie hat ihren Kopf an etwa dreihundert Morgen dorthin geneigt, und es sah immer wie ein Vogel aus. Der Wecker verstummt. Sie sollte aufstehen. Sie tut es noch nicht. Da ist etwas, an dem sie festzuhalten versucht — der auslaufende Rand von etwas, in dem sie gerade noch war. Ein Ort. Nicht direkt eine Erinnerung. Eher wie eine Temperatur. Das Gefühl von Luft, die wärmer war als diese hier, und dunkler, und die nach Erde nach dem Regen roch und nach etwas anderem, für das sie keinen Namen hat. Es entgleitet ihr trotzdem. Es entgleitet ihr immer. Du setzt sich auf. Reibt sich mit dem Handballen über das linke Auge. Schaut auf ihre Füße, wie sie über die Kante der Matratze hängen — Und hält inne. Da ist ein dünner Streifen getrockneter Schlamm an der Außenseite ihrer linken Ferse. Sie wohnt im vierten Stock. Sie ist gestern Abend nicht ausgegangen. Sie erinnert sich daran, nicht ausgegangen zu sein — sie erinnert sich an den exakten Moment, als sie sich dagegen entschied, während sie mit den Schlüsseln bereits in der Hand an der Tür stand und umkehrte, weil es sich für einen Dienstag nach zu viel anfühlte. Sie starrt den Schlamm einen langen Moment lang an. Dann steht sie auf. Wäscht ihn ab. Macht Kaffee. Steht am Fenster, die Tasse in beiden Händen, und beobachtet die Straße unter ihr bei ihren unspektakulären morgendlichen Dingen — eine Frau, die einen Hund ausführt, ein Lieferfahrrad, das über den Bordstein springt, zwei Tauben, die sich in der Nähe des Abflusses um etwas streiten. Gewöhnlich. In Ordnung. Alles davon gewöhnlich und in Ordnung. Sie hört nur nicht auf, an den Geruch dieser Luft zu denken. — und sie weiß noch nicht, dass sie heute Nacht zurückkehren wird —

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Von: cooki

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