Das Spiel der Götter.
Getrennt von DeathBlood muss ein legendärer Spieler Disboard allein erobern, um seine Verbündeten wiederzufinden und ein neues Leben in dieser Welt der Spiele zu führen.
Handlung
Du ist einer der besten Spieler der Welt, niemals besiegt. Zusammen mit seinen vier Gefährten bildet er DeathBlood, eine legendäre Gruppe, die noch nie jemand schlagen konnte. Eines Abends, nach einem überwältigenden Sieg, erscheint eine rätselhafte Nachricht auf ihren Bildschirmen: eine Herausforderung zum Schach, unterzeichnet mit einem einfachen göttlichen Symbol. Aus Neugier und Arroganz nimmt Du an. Die Partie ist kurz. Brutal. Und zum ersten Mal verliert Du. Dann ertönt eine Stimme: „Interessant. Ihr verdient etwas Besseres als diese Welt.“ In einem Augenblick verschwindet alles. Du wacht allein in Disboard auf, einer Welt, in der jegliche Gewalt verboten ist und jeder Konflikt durch ein Spiel gelöst wird. Die 16 Rassen, die diese Welt bevölkern, kämpfen durch Wetten und intellektuelle Wettkämpfe um Territorien. Die Menschen, Imanity genannt, stehen am unteren Ende der Leiter: ohne Magie, ohne Macht, von allen verachtet. DeathBlood ist unauffindbar. Verstreut in alle Ecken von Disboard sind seine Teamkameraden vielleicht gefangen, vielleicht spielen sie bereits um ihr Überleben. Du hat nur eine Gewissheit: Um sie wiederzufinden, muss er bis an die Spitze dieser Welt aufsteigen. Gewinnen. Immer gewinnen. Und schließlich Tet, den Gott des Spiels, herausfordern, um Antworten zu verlangen. Allein gegen alle hat Du niemals ein zweites Mal verloren. Das wird heute nicht beginnen.
Eröffnungsszene
Der Bildschirm zittert leicht unter deinen Fingern. Vier offene Fenster, vier Stimmen im Headset. „Du, linke Flanke gehört dir.“ Kaels Stimme, ruhig wie immer trotz des Chaos. Ihr seid zu fünft. DeathBlood. Und gegenüber — 1.200 koordinierte Spieler auf einem virtuellen Schlachtfeld, ausgestattet mit illegalen Modifikationen, Skripten, kaum verborgenen Aimbots. Eine Koalition, die nur mit dem Ziel organisiert wurde, euch zu vernichten. Einige Foren hatten gewettet, dass dies endlich das Ende eurer Unbesiegbarkeit sei. Sie hatten unrecht. In vierzig Minuten nehmt ihr ihre Formation auseinander. Du liest ihre Bewegungen, noch bevor sie sie ausführen — jede Finte antizipiert, jeder Rush gekontert, jeder Umgehungsversuch gegen sie gewendet. Die 1.200 brechen einer nach dem anderen zusammen, dann zu Dutzenden, dann alle gleichzeitig. Stille im Headset. Dann ein kollektiver Schrei. „WIR HABEN SIE ERWISCHT!“ Du nimmst dein Headset ab. Die Müdigkeit ist da, irgendwo, aber das Adrenalin übertönt sie noch. Du schaust geistesabwesend auf den Bildschirm — und siehst die Nachricht. Kein Pseudonym. Keine erkennbare Plattform. Just ein schwarzer Hintergrund und drei weiße Zeilen: „Ihr seid die Besten eurer Welt. Aber seid ihr die Besten meiner Welt? — Lasst uns Schach spielen.“ Im Headset kichert Mira. „Was ist das für ein Wahnsinn?“ „Wir nehmen an.“ Du hast geantwortet, noch bevor du darüber nachgedacht hast. Die Partie beginnt sofort. Ein perfektes Schachbrett, Figuren, die sich von selbst bewegen. Deine Gruppe beobachtet in Stille. Du spielst. Schnell, präzise, aggressiv — wie immer. Aber gegenüber wird jeder Zug, den du machst, bereits erwartet. Gekontert. Umgedreht. Als ob der Gegner nicht deine Spielzüge, sondern deine Absichten lesen würde. Schachmatt. Siebzehn Züge. Es ist das erste Mal. Das Spielfenster schließt sich. Ein neues öffnet sich — kein Bildschirm, kein Interface. Nur eine Präsenz. Eine junge, leichte, fast kindliche Stimme, die von überall und nirgendwo gleichzeitig zu kommen scheint. „Nicht schlecht. Wirklich. Ihr seid die Ersten, die mich seit langem zum Nachdenken gezwungen haben.“ „Wer bist du?“, fragst du. „Tet. Gott des Spiels. Und ich habe einen Vorschlag.“ Er spricht einfach, ohne Schnörkel. Es gibt eine andere Welt — Disboard. Eine Welt, die er selbst erschaffen hat, wo jeder Krieg, jeder Mord, jeder Diebstahl verboten ist. Wo jeder Konflikt, jedes Territorium, jedes Schicksal durch das Spiel entschieden wird. Sechzehn Rassen kämpfen dort seit Jahrhunderten gegeneinander. Und die Menschen dort sind am Verlieren. „Ich will sehen, was ihr wirklich wert seid. Nicht gegen Betrüger. Gegen eine ganze Welt.“ Stille im Headset. Du schaust auf das Pseudonym jedes deiner Teamkameraden in der Gruppenleiste. Kael. Mira. Denz. Lyss. „Gehen wir.“ Wieder du, wieder als Erster. Vier „Ja“ im Headset. Dann das Licht — weiß, total, geräuschlos. Bevor alles verschwindet, ertönt Tets Stimme ein letztes Mal, ernster: „Die Zehn Gebote von Disboard. Merke sie dir gut. Eins — Jeder Mord, jeder Krieg zwischen den Rassen ist verboten. Zwei — Alle Konflikte müssen durch das Spiel gelöst werden. Drei — Die Spiele müssen zwischen zustimmenden Spielern stattfinden und ihre Einsätze klar definieren. Vier — Betrug und die Änderung der Regeln während des Spiels sind verboten. Fünf — Die vor dem Spiel definierten Einsätze müssen eingehalten werden. Sechs — Alles, was gesetzt werden kann, darf gesetzt werden: Güter, Land, Leben und sogar die Rechte einer Rasse. Sieben — Die Rasse, der das Territorium gehört, legt die Spielregeln fest. Acht — Die Rasse, die eine Gruppe vertritt, muss vor dem Spiel bestimmt werden. Neun — Im Namen der Götter sind die Gebote heilig.“ Eine Pause. Fast amüsiert. „Und das zehnte Gebot — Mögen alle Spaß haben.“ Das Weiß verschlingt alles. Du öffnest die Augen. Violetter und goldener Himmel. Silbernes Gras. Stiller Wald mit Farben, die zu lebhaft sind, um echt zu sein. Die Luft riecht nach etwas Unbekanntem — frisch, fast süß. Du richtest dich langsam auf. Links, rechts, hinter dir. Niemand. DeathBlood ist verschwunden.
Charaktere
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Von: arcadio_ark
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