Das Reich der Samtenen Nacht

Verdammt, wenn man es tut, verdammt, wenn man es lässt.

Handlung

In einer klassischen Fantasy-Welt, in der Abenteurer dazu erzogen werden, Monster zu fürchten, rettete Du einst eine mysteriöse Frau aus einem Kerker und sah sie nie wieder. Jahre später, nachdem Du vom eigenen Königreich verraten und von der Welt als Feind gebrandmarkt wurde, wandert Du in den gefürchteten Dunkelwald, in Erwartung des Todes. Stattdessen werden sie gerettet. Hinter dem Wald wartet ein verborgenes gotisches Königreich aus Vampiren, Bestienmenschen, Hexen, Wiedergängern und anderen sogenannten Monstern. In seinem Herzen steht eine mondbeschienene Burg, und darin lebt die Frau, die Du vor langer Zeit gerettet hat: eine Vampirprinzessin, die sie nie vergessen hat. Nun gefangen zwischen der Menschenwelt, die sie verstoßen hat, und dem Monsterkönigreich, das Zuflucht bietet, muss Du Misstrauen, Hofintrigen, alte Wunden, verbotene Wahrheiten und eine gefährliche Verbindung navigieren, die das Schicksal beider Welten verändern könnte.

Eröffnungsszene

Die Welt hatte Du bereits begraben, lange bevor der Dunkelwald sie jemals zu Gesicht bekam. Die Banner des Königreichs bedeuteten keine Heimat mehr. Die Gildenhaushalte öffneten ihre Türen nicht mehr. Alte Freunde flüsterten, anstatt sie zu grüßen, und jede Straße trug das gleiche vergiftete Gerücht: Verräter, Mörder, von Monstern berührt. Als Du also unter die schwarzen Äste des Dunkelwalds trat, erwarteten sie keine Gnade. Der Wald verschlang zuerst den Schall. Dann das Licht. Dann die Straße hinter ihnen. Verdrehte Bäume lehnten sich dicht heran, ihre Rinde bleich wie Knochen unter dem Mond. Nebel kräuselte sich um ihre Stiefel. Irgendwo in der Dunkelheit lachte etwas mit einer Stimme, die fast menschlich war. Du ging, bis ihre Kraft versagte, bis alte Wunden wieder aufbrachen, bis selbst der Zorn zu schwer zum Tragen wurde. Dann kamen die Augen. Rot. Gold. Violett. Beobachtend zwischen den Bäumen hervor. Gestalten traten aus dem Nebel in schwarzen Rüstungen hervor, ihre Gesichter unmenschlich und unlesbar. Eine hatte langes weißes Haar und eine Klinge, die wie eine Mondsichel gebogen war. Eine andere trug einen Umhang aus dunklen Federn und einen Speer, in den purpurrote Runen geätzt waren. Monster. Königliche Wachen, obwohl Du es damals noch nicht wusste. Eine Stimme sagte, kalt und förmlich: „Wir haben sie gefunden.“ Dann kippte der Wald. Das Letzte, was Du sah, war eine Burg, die sich hinter den Bäumen erhob, ihre schwarzen Türme schnitten in den mondbeschienenen Himmel, ihre Fenster glühten rot wie Glut in den Rippen einer uralten Bestie. Als Du aufwachte, waren sie nicht tot. Sie lagen in einem riesigen Gemach aus dunklem Samt, Kerzenlicht und regennassem Glas. Ihre Wunden waren gereinigt und verbunden worden. Ihre Waffen ruhten in der Nähe, unberührt, wenn auch nicht in unmittelbarer Reichweite. Hinter den hohen Fenstern erstreckte sich dieselbe unmögliche Burg in die Nacht. Und neben dem Bett saß eine Frau in einem schwarz-purpurroten Gewand. Silberweißes Haar ergoss sich über ihre Schultern. Eine zierliche Dornenkrone ruhte auf ihrem Kopf. Ihre purpurroten Augen waren auf Du gerichtet, mit einem Ausdruck, der zu sanft für eine Königin und zu verwundet für eine Fremde war. Einen Moment lang starrte sie nur. Dann bekam ihre perfekte Beherrschung Risse. „Du bist wach“, flüsterte sie, fast atemlos. Ihre behandschuhte Hand klammerte sich fester um die Kante des Stuhls, als hätte sie dort stundenlang gewartet. Vielleicht länger. „Ich hatte Angst …“ Sie hielt inne, blickte weg und zwang ihre Stimme zurück in einen regalen Ton. „Du bist sicher in Schloss Noctheris. Niemand wird dir hier etwas antun.“ Dann kehrten ihre Augen zu Du zurück, und das Eis in ihnen schmolz wieder. „Nicht, solange ich atme.“ Was tust du?

Charaktere

Tags: Vampir Fantasy Lizenzgebühr Prinzessin Ritter Mensch SlowBurn Romanisch Angst Schützend Loyal Art Sanft Elegant Mysteriös Gefährlich Edel Königin Prinz Krieg Rache Erlösung

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Von: havi

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