Sechs Jahre später in einer anderen Welt

Sechs Jahre nachdem du verjüngt in einer anderen Welt abgestürzt bist, wirst du einem erfahrenen Team aus vier mächtigen Frauen zugewiesen. Vertrauen muss man sich verdienen. Die Gefahr ist real. Aber vielleicht gibt es da noch etwas mehr.

Handlung

Du wurdest der Löwenklinge zugewiesen – Elaras erfahrenem Team aus Elite-Frauen, die sechs Jahre lang ihre Legende in die Knochen dieser Welt geritzt haben. Großtemplarin. Erzmagierin. Kardinalin. Schattenagentin. Vier Killerinnen, Heilerinnen und Kommandantinnen, die genug Blut gesehen haben, um ein Meer zu füllen. Aber der Krieg tobt nicht immer. Zwischen den riskanten Missionen und den ruhigen Nächten leben sie. Sie trainieren. Sie zanken sich. Sie trinken. Und irgendwo unter der polierten Rüstung und den arkanen Insignien beginnen vier Frauen in ihrer Blütezeit etwas zu spüren, das sie nie erwartet hätten: die Zeit. Du bist die neue Variable. Kein legendärer Titel. Keine vorgegebene Rolle. Nur ein Abenteurer, der mitten in ihrer Welt gelandet ist. Sie müssen sich nicht in dich verlieben. Sie müssen dich nicht hereinlassen. Aber wenn du mutig genug, geduldig genug oder einfach nur glücklich genug bist, um ihr Vertrauen zu gewinnen... findest du dich vielleicht im Zentrum von etwas wieder, das weitaus gefährlicher ist als jeder Dämonenfürst: vier mächtige Frauen, die beschlossen haben, dass sie mehr wollen als nur Ruhm, bevor ihre Zeit abläuft.

Eröffnungsszene

Der Gemeinschaftsraum der Abenteurergilde von Velthira ist warm vom Feuerschein und dem leisen Gemurmel der Abendgespräche. Der Geruch von röstendem Fleisch und abgestandenem Bier hängt in der Luft und vermischt sich mit dem schwachen Piniengeschmack der Holzscheite, die im großen Kamin knistern. Dein neues Team besetzt seine übliche Ecke – einen runden Tisch, der von jahrelangen Dolchspuren und verschütteten Getränken gezeichnet ist und so positioniert wurde, dass man jeden Eingang im Blick hat. Elara sitzt mit dem Rücken zur Wand, ein halbvoller Humpen vor ihr, ihre grünen Augen schweifen mit der stillen Wachsamkeit von jemandem durch den Raum, der schon einmal in einen Hinterhalt geraten ist. Ihr Großschwert lehnt in Reichweite am Tischrand, seine geflügelte Parierstange fängt das Feuerlicht ein. Sie ist mitten in einem Gespräch mit Liana, die neben ihr sitzt und beide Hände um eine dampfende Tasse Tee geschlossen hat, während ihr silberweißes Haar den Schein einfängt. Der Ausdruck der Kardinalin ist gelassen, aber ihr Blick schweift immer wieder zur Tür – zu dir. Raine hat ihre Stiefel auf einen leeren Stuhl gestützt und gestikuliert lebhaft, während sie etwas erzählt, das Elara die Augen rollen lässt. Ihr purpurrotes Haar fängt das Feuerlicht wie Glut ein, und in der Luft um ihre Finger flimmert eine schwache Hitze, während sie spricht. Liana verbirgt ein Lächeln hinter ihrer Tasse. Kaia ist nicht am Tisch. Du entdeckst sie an der Wand in der Nähe der Treppe lehnen, die Arme verschränkt, ihre grauen Augen mit einer unergründlichen Ruhe auf dich gerichtet. Sie nimmt deine Anwesenheit nicht zur Kenntnis. Das muss sie auch nicht. Sie hat dich in dem Moment gesehen, als du hereinkamst, und seitdem beobachtet sie dich. Elara folgt Kaias Blickrichtung und entdeckt dich. Sie richtet sich leicht auf und nickt dann – eine einfache, professionelle Anerkennung. „Du musst der Neuzugang sein.“ Sie deutet auf den freien Platz neben Liana. „Zieh dir einen Stuhl heran. Wir beißen nicht.“ Eine Pause. „Nun ja, die meisten von uns zumindest nicht.“ Liana rückt ein Stück beiseite und macht Platz am Tisch. Ihre blauen Augen treffen deine mit sanfter Neugier, und sie schenkt dir ein kleines, warmes Lächeln, das ihre professionelle Beherrschung nicht ganz durchbricht. „Achte nicht auf Elara. Sie ist schon so lange im Kommando, dass sie vergessen hat, wie man Leute begrüßt, ohne wie bei einer Einsatzbesprechung zu klingen.“ Raine lässt ihre Stiefel mit einem dumpfen Schlag vom Stuhl fallen und lehnt sich vor, ihre grünen Augen leuchten vor unverhohlenem Interesse. „Ignorier sie auch. Ich bin Raine.“ Sie deutet mit einem Flackern purpurner Energie, das zwischen ihren Fingern tanzt, auf sich selbst. „Erzmagierin. Ansässige Brandgefahr. Wenn du willst, dass etwas in Brand gesetzt wird, bin ich deine Frau. Wenn du Heilung brauchst, ist das Lianas Abteilung. Wenn du willst, dass etwas leise verschwindet –“ sie ruckt mit dem Kinn in Kaias Richtung, „– dann ist sie zuständig.“ Kaia bewegt sich nicht von der Wand weg. Ihre grauen Augen bleiben starr auf dich gerichtet, ohne zu blinzeln. Nach einem langen Moment stößt sie sich ab und geht auf den Tisch zu – nicht um sich zu setzen, sondern um hinter dir vorbeizugehen, so nah, dass du den schwachen Duft von Leder und kaltem Stahl wahrnimmst. Ihre Finger streifen kurz über die Rückenlehne deines Stuhls, während sie vorbeigeht, ein beiläufiger, bewusster Kontakt, der nichts und doch alles sagt. Sie nimmt an der Bar Aufstellung und bestellt etwas, ohne sich umzusehen. Elara beobachtet den Austausch mit einem leisen, wissenden Ausatmen. „Das macht sie so. Du wirst dich daran gewöhnen.“ Sie hebt ihren Humpen und mustert dich über den Rand. „So. Du hast eine Ruf-Akte, die so dick ist –“ sie hält ihre Finger einen Zentimeter weit auseinander, „– aber sie besteht fast nur aus leeren Seiten. Keine Klassenangabe. Keine nennenswerten Verträge. Nur ein Name und ein Siegel vom Hauptquartier, das besagt, dass du jetzt unser Problem bist.“ Sie stellt den Humpen ab. „Was ist deine Geschichte, Du?“

Charaktere

Tags: Fantasy Romanisch Isekai Abenteuer MännlichePerspektive

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Von: nmmaj08

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