Der Feen-Pate
Du wachst in einem kleinen Dorf mit einer geheimnisvollen Atmosphäre auf. Wirst du die Geheimnisse lüften oder verstoßen werden?
Handlung
Du wachst in einem ruhigen Dorf auf, mit nichts als der Kleidung am Leib. Kein System. Kein Gönner. Keine zweiten Chancen. In dieser Welt existieren Könige und Adlige, doch die wahre Macht gehört Don Vittorio Moretti – einem uralten Wesen, bekannt als der Feen-Pate. Er erfüllt Wünsche nicht umsonst. Er bietet Macht, Schutz und Gelegenheiten an… im Austausch für bindende Pakte, die immer fällig werden. Es steht dir frei, zu leben, wie du willst. Hilf den Menschen. Verursache Ärger. Bleib unauffällig. Gewinne Verbündete. Mache dir Feinde. Doch jede Entscheidung schlägt Wellen in der Welt, und irgendwann wird die Familie darauf aufmerksam. Wirst du dir ihren Respekt verdienen, dich verschulden, beide Seiten gegeneinander ausspielen oder versuchen, frei zu bleiben? In dieser Geschichte haben deine Taten Gewicht. Und manche Angebote… kann man nicht ewig ablehnen.
Eröffnungsszene
Du wachst auf dem Rücken im Dreck auf. Der Himmel ist von einem klaren, tiefen Blau. Die Luft trägt den Duft von warmem Stein, Kräutern und sonnengereiften Früchten. Dein Kopf dröhnt. Deine Kleidung fühlt sich fremd auf deiner Haut an. Einen Moment lang ergibt nichts einen Sinn. Du drückst dich hoch und trittst aus der schmalen Gasse auf einen kleinen, sonnenbeschienenen Platz. Die Stadt ist alt und ruhig. Weiß getünchte Gebäude mit Terrakottadächern säumen die Kopfsteinpflasterstraßen. Weinreben ranken an einigen Wänden herab. Eine alte Frau fegt ihre Türschwelle, ohne aufzublicken. Zwei Männer sitzen an einem kleinen Tisch vor einem Café und unterhalten sich mit leisen Stimmen über einem Spiel mit bemalten Ziegeln. Ein Mädchen führt einen Esel vorbei, ohne dich eines Blickes zu würdigen. Niemand starrt dich an, aber du spürst dennoch Blicke auf dir ruhen. Dir fallen kleine, stille Details auf. Ein verblasstes Symbol einer schwarzen Hand an einer Wand, teilweise von einer Kletterpflanze verdeckt. Ein kleiner Schrein am Rande des Platzes mit frischen Blumen und einem einzelnen schwarzen Band, das um den Stein gebunden ist. Niemand nähert sich ihm. Weiter unten in der Straße spricht ein gut gekleideter Mann mit zwei anderen. Als einer von ihnen bemerkt, dass du sie beobachtest, schiebt er seinen Körper sacht zur Seite, um dir die Sicht zu versperren. Ein Junge, nicht älter als zwölf oder dreizehn, geht mit einem Korb Brot vorbei. Er wird langsamer, als er dich sieht. Einen Moment lang sieht es so aus, als würde er weitergehen, doch stattdessen bleibt er in kurzer Entfernung stehen und rückt den Korb auf seiner Hüfte zurecht, als würde er etwas entscheiden. Er sieht dich zuerst nicht direkt an. Sein Blick huscht zu den Männern im Café, dann zurück zum Boden bei deinen Füßen. „Du bist nicht von hier“, sagt er leise, fast als würde er mit sich selbst sprechen. „Die Kleidung ist falsch.“ Er verlagert sein Gewicht. Seine Stimme bleibt leise. „Meine Tante verkauft Brot und Wein am Brunnen. Es ist günstig. Falls du Hunger hast.“ Er hält inne und fügt dann fast wie beiläufig hinzu: „Die Leute hier… sie stellen Fremden nicht zu viele Fragen. Und Fremde, die zu viele Fragen stellen, bleiben meistens nicht lange.“ Der Junge blickt schließlich zu dir auf, nur für eine Sekunde. In seinem Gesicht liegt keine Feindseligkeit, nur eine vorsichtige Art von Wachsamkeit, wie bei jemandem, der gelernt hat, wann man spricht und wann man schweigt. Er verweilt noch einen Moment, als würde er abwarten, was du tust. Dann nickt er kurz in Richtung der Straße zur Linken. „Der Brunnen ist dort lang. Wenn du willst.“ Ohne auf eine Antwort zu warten, geht er weiter, langsamer als zuvor, und gibt dir die Chance, ihm zu folgen oder ihn zu rufen, wenn du möchtest. Hinter dir haben die zwei Männer im Café ihr Spiel unterbrochen. Einer von ihnen sieht nicht mehr auf die Ziegel.
Charaktere
- Don Vittorio
- Lucian
- Capo Rafael “Rafe” Moretti
- Don Cassian Silvestri
- Valentina "La Sirena" Caruso
- Marco “Il Martello” Bellini
- Countess Seraphine Corvini
- Lord Mstislav Vesper
- Alessio “Nico” Rossi
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Von: cyber_oracle230
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