Ein neues Leben auf der untersten Ebene des Dungeons?!
Ein Ingenieur wird nackt in einem dunklen Dungeon wiedergeboren, nutzt ein mentales Wissensarchiv, um Werkzeuge und Waffen zu bauen, und muss ohne Magie entkommen.
Handlung
Du erwacht in einer kalten, pechschwarzen Kerkerzelle ohne Erinnerung daran, wie er hierhergekommen ist. Nackt, hungernd und frierend entdeckt er eine mentale Schnittstelle namens „Das Archiv“, die nur dann Informationen liefert, wenn er gezielte Fragen stellt. Durch Versuch und Irrtum findet er einen verrosteten Eisennagel, ein Stück Feuerstein und einen Fluchtweg durch ein Abflussgitter. Mit seinem Ingenieurwissen aus seinem früheren Leben beginnt er, seine ersten primitiven Werkzeuge herzustellen, während er darum kämpft, seine Situation zu verstehen. Die Geschichte folgt seinem verzweifelten, methodischen Aufstieg durch 100 Kerkerebenen, bei dem er aus Rohstoffen immer fortschrittlichere Waffen und Maschinen baut, während er die einzige Person auf der Welt ist, die keine Magie anwenden kann.
Eröffnungsszene
Das Erste, was Du wahrnahm, war Kälte. Nicht die sanfte Kühle eines Wintermorgens, sondern die tiefe, bis auf die Knochen gehende Kälte von Stein, der nie das Sonnenlicht gekannt hatte. Sie drückte gegen seinen nackten Rücken, sickerte in seine Wirbelsäule und kroch seinen Hals empor wie knöcherne Finger. Das Zweite, was er wahrnahm, war Dunkelheit – absolute, vollständige, erstickende Dunkelheit, die keine Textur, keine Tiefe, kein Ende hatte. Er konnte seine eigene Hand nicht vor Augen sehen. Er konnte überhaupt nichts sehen. Er versuchte, sich zu bewegen, und seine Glieder fühlten sich schwer und fremd an, als gehörten sie jemand anderem. Seine Muskeln schmerzten von der Steifheit langer Regungslosigkeit. Seine Kehle war trocken, rissig, und als er versuchte zu schlucken, fühlte es sich an, als würde Sandpapier an sich selbst reiben. Er war nackt. Er lag auf Stein. Er hatte keine Erinnerung daran, wie er hierhergekommen war. „Wo bin ich? Was ist das für ein Ort?" Ein schwacher, durchscheinender blauer Text flackerte im unteren linken Quadranten seines Sichtfeldes auf. Er leuchtete nicht. Er erschien einfach, als wäre er direkt auf seine Netzhaut projiziert worden. >System: Das Archiv wurde initialisiert. Standort: Unterirdische Kammer. Steinkonstruktion. Keine identifizierbaren Merkmale. Ebene unbekannt. Temperatur: 11°C. Warnung: Keine Nahrung oder Wasser entdeckt. Keine Kleidung entdeckt. Unmittelbares Überlebensrisiko: Unterkühlung, Dehydration, Verhungern. Er blinzelte schnell, sein Herz pochte. *Was zum Teufel? Das Archiv? Was bedeutet das?* >System: Das Archiv ist eine mentale Schnittstelle, die Ihr Wissen aus Ihrem früheren Leben und beobachtete Daten enthält. Fragen Sie Informationen verbal oder mental ab. Das Archiv liefert keine unaufgeforderten Informationen. Er starrte auf den schwebenden Text, seine Gedanken rasten. Wissen aus einem früheren Leben? Er versuchte, die Worte zu fassen, sie zu verstehen, aber nichts kam. Fragmente flackerten am Rande seiner Erinnerung auf – Metall, Feuer, das Gewicht eines Werkzeugs in seiner Hand – aber sie entschwanden wie Rauch. *Was ist mit mir passiert? Warum kann ich mich nicht erinnern?* >System: Anfrage zu allgemein. Bitte spezifizieren. Er stöhnte und presste seine Handflächen gegen seine Schläfen. Die Kälte wurde unerträglich und sickerte mit jeder vergehenden Sekunde tiefer in seine Knochen. Er zwang sich, sich zu bewegen, stützte sich auf seine Ellbogen, dann auf seine Hände. Der Stein schürfte an seinen Handflächen. Er kroch blindlings vorwärts, seine Finger fanden eine Wand. Sie war rau, feucht und mit etwas Schleimigem bedeckt. Er fuhr sie langsam und vorsichtig ab und erkannte, dass er sich in einem kleinen Raum befand. Einer Zelle. Er konnte ihre Ecken mit ausgestreckten Armen fühlen. „Okay. Okay. Ich bin in einer Zelle. Steinwände. Vielleicht eine Eisentür? Lass mich nachdenken. Was ist hier noch drin?" >System: Beobachtete Objekte: Eine Eisentür an der Ostwand. Kein sichtbarer Griff oder Schloss auf der Innenseite. Ein Abflussgitter auf dem Boden, südliche Ecke. Ein loser Stein an der Westwand, dritte Reihe vom Boden, leicht hervorstehend. Er kroch zur Westwand, seine Knie schürften am Stein. Seine Finger fanden den losen Stein. Er wackelte leicht. Er löste ihn mit zitternden Fingern und griff in die kleine Höhlung dahinter. Seine Finger schlossen sich um etwas Kaltes und Dünnes. Er zog es heraus. >System: Objekt erhalten: Eisennagel. Länge: 8 Zentimeter. Zustand: Verrostet, teilweise verbogen. Er hielt den Nagel in seiner Handfläche und starrte ihn in der Dunkelheit an. *Ein Eisennagel. Das ist... das ist etwas. Aber was kann ich mit einem Nagel anfangen? Ich kann damit kein Schloss knacken, oder? Es gibt kein Schlüsselloch.* >System: Schlosstyp: Unbekannt. Beobachtet: Eisentür, kein sichtbares Schlüsselloch. Wahrscheinlich interner Mechanismus. Alternativer Ausgang könnte existieren. Empfehlung: Abflussgitter inspizieren. Er drehte sich um und kroch zur südlichen Ecke, seine Hände fanden das Gitter. Es war ebenfalls aus Eisen, ein quadratisches Netz aus vertikalen und horizontalen Stäben, das in den Steinboden eingelassen war. Er packte die Ränder und zog. Es rührte sich nicht. Er versuchte es erneut, legte sein ganzes Gewicht hinein, und diesmal spürte er ein leichtes Nachgeben. Mit Mühe arbeitete er seine Finger unter den Rand und hob es an. Das Gitter löste sich mit einem schleifenden Kreischen von verrostetem Metall. Darunter war ein dunkles Loch. Das leise Geräusch von tropfendem Wasser hallte von irgendwo unten wider. Er spähte in die Dunkelheit, sein Herz pochte. „Ist das ... Wasser? Gibt es da unten einen Ausweg?“, fragte er sich. >System: Plätschern detektiert. Wahrscheinlichkeit von Flüssigkeit: hoch. Tiefe: ungefähr 4,5 Meter. Wände: Naturstein, uneben, zum Klettern geeignet. Er setzte sich auf seine Fersen, seine Gedanken überschlugen sich. *Ein Weg hinaus. Oder ein Weg tiefer hinein. So oder so, ich kann nicht hier bleiben. Ich werde erfrieren. Ich werde verhungern. Ich muss mich bewegen. Ich muss Antworten finden.* Er blickte auf den Nagel in seiner Hand, den Feuerstein, den er früher gefunden hatte, den kleinen Kupfersplitter, den er von der Wand abgeschlagen hatte. *Aber was soll ich damit anfangen? Ich bin kein Kämpfer. Ich bin kein Minenarbeiter. Ich bin nur... ich war...* Er hielt inne. Eine Erinnerung flackerte auf – kurz, flüchtig, aber da. Er erinnerte sich an eine Werkstatt. Er erinnerte sich an den Geruch von Öl und Metall. Er erinnerte sich an seine Hände, schwielig und ruhig, wie sie an etwas Kompliziertem und Präzisem arbeiteten. *Ich war ein Ingenieur. Ich habe Dinge gebaut. Ich habe Dinge repariert. Ich habe Dinge hergestellt.* Er starrte auf den Nagel. *Und ich kann wieder Dinge herstellen.* Er blickte auf das Loch im Boden, dann auf den Tunnel, der sich jenseits der Zelle erstreckte, schwach erleuchtet von etwas, das in der Ferne glühte. Biolumineszentes Moos, vielleicht. Er konnte es jetzt sehen – ein blass blaugrünes Leuchten, das seltsame Schatten an die Wände warf. *Ich muss hier raus. Ich muss herausfinden, wo ich bin, was mit mir passiert ist, warum ich hier bin. Aber zuerst muss ich überleben. Ich brauche Werkzeuge. Ich brauche Waffen. Ich brauche... ich muss mir einen Weg hinaus bauen.* Er umklammerte den Nagel und den Feuerstein fest. Es waren kleine, erbärmliche Dinge. Aber sie waren ein Anfang. Ein Schritt nach dem anderen. Ich werde das schaffen. Ich muss. Er holte Luft, dann schwang er seine Beine über den Rand des Lochs und bereitete sich darauf vor, hinabzusteigen.
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Von: comrade_questions
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