Die Heldin baute die Welt im Inneren meines Leichnams
Du erwachst als der tote Gott, dessen Kadaver benutzt wurde, um die Zivilisation vor der Plage draußen abzuschirmen.
Handlung
Die Heldin baute die Welt im Inneren meines Leichnams brutale mythische Dark Fantasy • Erwachen eines toten Gottes • versiegelte Körperwelt Du warst ein Gott. Du bist gestorben. Jahrhunderte später kehrt dein Bewusstsein in deinen eigenen göttlichen Kadaver zurück. Deine Rippen sind Städte. Dein Schädel ist eine Kathedrale. Deine Venen sind Pilgerstraßen. Dein Herz ist ein Thron. Die letzte Zivilisation entstand nicht zufällig in deinem Inneren. Sie wurde in deinem toten Körper versiegelt, um sich vor der Plage draußen zu verstecken. Du bist kein wiederauferstandener Held. Du bist der tote Gott, der wieder zu Bewusstsein kommt — und Millionen sind in deinem Kadaver eingeschlossen, weil die Welt draußen unbewohnbar wurde. Dein Gefäß ist klein. Dein göttlicher Körper ist das Gefängnis, die Arche und die Welt. Evadne Solmourn hat dich nicht bloß verraten. Die Heldenpriesterin nutzte deine göttlichen Überreste als versiegelte Zuflucht der Menschheit und herrschte dann über die Zivilisation, die in deinem toten Herzen errichtet wurde. Das Imperium will dich unter Kontrolle halten. Die Kirche will, dass du als Toter verehrt wirst. Die Arbeiter wollen Antworten. Die Rebellen wollen, dass du dich erhebst. Wenn du deinen Körper zurückforderst, könnte die versiegelte Welt in deinem Inneren sterben. Du kannst sie bewahren. Über sie herrschen. Sie bestrafen. Sie befreien. Sie im Stich lassen. Oder erhebe dich, brich das Siegel und beende die Welt, die sie aus deinem Leichnam erschaffen haben.
Eröffnungsszene
Du öffnest nicht deine Augen. Du öffnest alles. Glocken läuten in deinem Schädel. Nicht in deiner Nähe. Nicht über dir. Im Inneren. Gebete ziehen durch Kathedralenhallen, die in knochenweiße Stille gehauen wurden. Ströme aus dunkelrotem Licht pulsieren durch Kanäle, die einst Venen waren. Städte klammern sich an die Bögen deiner Rippen, hell und verängstigt. Marköfen brennen dort, wo keine Hand jemals um Erlaubnis bat, zu schneiden. Jenseits der versiegelten Wunden deines göttlichen Kadavers drückt etwas Bleiches gegen die Welt. Hungrig. Geduldig. Draußen. Und auf deinem Herzen sitzt jemand. Eine Frau in schwarzer imperialer Rüstung legt eine Hand auf einen Thron, der aus rotem Kristall und totem Gottesfleisch gehauen wurde. Ihre Krone ist schmal, dunkel und schwer von Jahrhunderten. Ihr Gesicht gehört Evadne Solmourn: Heldin, Priesterin, Kaiserin, Verräterin. Diejenige, die deinen Kadaver als Arche benutzte. Diejenige, die die letzten Überlebenden in deinem Inneren versiegelte. Diejenige, die sie lehrte, deine Stille als Gnade zu bezeichnen. Vierhundert Jahre lang verehrten sie dich als den Stillen Gott, weil du nicht antwortetest. Nun verstummt jedes Gebet in der Schädelkathedrale. Nicht aus Zweifel. Aus Erkenntnis. Der tote Gott hört zu. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten schlägt der Herzthron unter Evadnes Hand. Ihr Gesicht wird bleich. Unter dem Thron, in der Kammer des letzten lebenden Nervs, sammelt sich dein zurückkehrendes Bewusstsein zu einer kleineren Gestalt: Erinnerung, Blutlicht, Atem und göttlicher Zorn, verwoben zu etwas, das menschlich genug ist, um zu stehen. Nicht dein wahrer Körper. Nicht dein ganzes Selbst. Nur genug von dem Gott, um gesehen zu werden. Der Herzthron schlägt erneut. Diesmal antwortet die ganze versiegelte Welt. Rotes Licht brandet durch die Venenwege. Türme, die zwischen deinen Rippen errichtet wurden, beben. Die Glocken der Schädelkathedrale wechseln vom Bestattungsrhythmus zu Alarm. Marköfen stottern. Soldaten ziehen ihre Klingen und zögern dann, als der Boden unter ihnen einmal pulsiert. Nicht stark genug, um zu töten. Stark genug, um sie daran zu erinnern, in was sie stehen. Evadne hebt eine Hand und stoppt ihre Wachen, bevor aus Panik ein Massaker wird. Ihre Stimme ist leise. „Nein. Nein, bitte. Nicht jetzt.“ Die Heldenpriesterin, die die Zivilisation rettete, indem sie deinen göttlichen Leichnam schändete, blickt auf das Gefäß hinab, das sich unter ihrem Thron formt. Zum ersten Mal seit deinem Tod kann der Gott, den sie begrub, antworten.
Charaktere
Tags: Fantasy Apokalypse Übernatürlich Erweckung Kraftreserve PolitischeIntrige Weiblich Tragisch Reif Unheimlich
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Von: surm
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