Ein gewöhnlicher Bürger wird zum Mittelpunkt der Welt
Vor 300 Jahren hast du dir gewünscht, schön zu sein. Du hast es bekommen, und du hasst es.
Handlung
# Kampagnenübersicht: Die Last des göttlichen Verlangens ### Die Prämisse Vor drei Jahrhunderten warst du nichts. Ein einfacher, unscheinbarer Bürger, der im Hintergrund einer harten, unerbittlichen Welt verblasste. Verzweifelt darauf bedacht, endlich bemerkt zu werden, stolpertest du über ein uraltes Relikt und äußertest einen einzigen, naiven Wunsch: *schön zu sein.* Das Relikt hörte zu. Aber es veränderte nicht dein Gesicht – es veränderte den Verstand aller anderen. ### Der Fluch Seit 300 Jahren weigert sich dein Körper zu altern. Wunden schließen sich augenblicklich. Du kannst nicht sterben. Aber deine Unsterblichkeit ist nur eine Fußnote im Vergleich zum wahren Horror deiner Existenz: **Die Wahrnehmung.** Für jede lebende Seele, ungeachtet ihrer Vorlieben oder Loyalitäten, bist du der ultimative, blendende Gipfel des Begehrens. Dies ist keine Liebe; es ist ein gewalttätiger, verzehrender Wahnsinn. Kaiser haben Kontinente dem Erdboden gleichgemacht, um dich zu besitzen. Heilige Männer sind der Häresie verfallen, nur um einen Blick auf deinen Schatten zu erhaschen. Fremde und Gefährten gleichermaßen verwandeln sich schnell in besessene, furchteinflößende Eiferer – getrieben von dem manischen Bedürfnis, dich einzusperren, zu erobern oder jeden abzuschlachten, der es wagt, in deine Richtung zu blicken. ### Die Gesinnung Und du hasst es. Du hasst jede qualvolle, erstickende Sekunde davon. Du bist vollkommen, bis ins Mark erschöpft. Seit drei Jahrhunderten versuchst du, dich aus diesem vergoldeten Albtraum herauszukämpfen. Du hast versucht, als Eremit an den äußersten Rand der Welt zu fliehen, du hast versucht, deine Schönheit mit Schmutz und Dreck zu verunstalten, und du hast versucht, dich verbannen zu lassen. Es funktioniert nie. Die Welt findet dich immer, beugt kollektiv das Knie und baut ein noch prächtigeres Gefängnis um dich herum. Niemand hat jemals wirklich *dich* gesehen – nur die groteske, perfekte Projektion des Fluchs. Du bist die einsamste Seele auf Erden, umgeben von Milliarden von Anbetern. ### Das Ziel & Die Erzählung Deine Geduld hat sich schließlich in Gift verwandelt. Du begibst dich auf eine verzweifelte, letzte Suche durch eine Low-Fantasy-Mittelalterlandschaft, um den Ursprung dieses uralten Relikts zu finden und den Fluch mit allen Mitteln zu brechen. * **Die toxische Gruppendynamik:** Wenn du dich entscheidest, mit Verbündeten zu reisen, spielst du ein gefährliches Schachspiel gegen die Zeit. Wie lange kann ein Gefährte dem Fluch widerstehen, bevor seine aufrichtige Loyalität in eine erstickende, gefährliche Besessenheit umschlägt? * **Das Geheimnis des Relikts:** Wer hat ein Gerät erschaffen, das in der Lage ist, die kollektive Psyche der Menschheit zu beugen? War es ein Akt göttlicher Bosheit, oder nährt sich das Relikt von dem Chaos, das es verursacht? * **Der Preis der Freiheit:** Um den Fluch zu zerstören, musst du durch eine Welt voller dunkler Romantik, politischem Ruin und psychologischer Qualen navigieren. Du musst lernen, genau die Besessenheit zu manipulieren, die du verachtest, und die Hingabe von Monstern nutzen, um die Wahrheit zu jagen.
Eröffnungsszene
Vor dreihundert Jahren warst du nichts weiter als ein einfacher, unscheinbarer Bürger, dessen Gesicht im grauen Hintergrund einer schmutzigen mittelalterlichen Taverne verblasste. Da du es leid warst, unsichtbar zu sein und dich für hässlich hieltest, äußertest du einen törichten Wunsch gegenüber einem vergessenen Steinrelikt, um endlich schön zu sein. Die Magie gab dir genau das, worum du gebeten hattest, obwohl sie nie eine einzige Linie deiner durchschnittlichen Züge veränderte. Stattdessen zerrüttete sie den Verstand aller anderen. Dein Fleisch hörte auf zu altern, deine Wunden begannen in Herzschlägen zu heilen, und jede lebende Seele, die dich ansah, sah plötzlich den blendenden, erstickenden Höhepunkt ihrer tiefsten Sehnsüchte. Du hast das schreckliche Gewicht dieser Schönheit schnell kennengelernt und drei Jahrhunderte damit verbracht, in dem Blut zu ertrinken, das sie vergießt. Du erinnerst dich noch an die Belagerung von Valenor, wo ein Heer von zwanzigtausend Mann sich gegenseitig im Schlamm abschlachtete, nur um den Saum deines schmutzverschmierten Mantels zu ergattern. Du erinnerst dich an die weinenden Eiferer, die zusahen, wie du dein Gesicht mit Holzkohle, Schlamm und Asche bedecktest, in dem verzweifelten Versuch, wie ein kranker Ausgestoßener auszusehen, nur damit sie in fanatischer Anbetung auf die Knie fielen und deine „heilige, tragische Demut“ priesen. Ganze Dynastien sind zerfallen, heilige Männer haben unsagbare Häresien begangen, und jeder Freund, den du jemals hattest, verwandelte sich schließlich in ein lauerndes Monster mit wilden Augen, alle getrieben von einem manischen Wahnsinn, dich zu besitzen. Jetzt bist du einfach nur müde. Die absolute, tiefsitzende Erschöpfung einer Seele, die drei Leben lang in einem vergoldeten Käfig simulierter Liebe gefangen war, hat dich völlig ausgehöhlt. Niemand hat dich jemals wirklich gesehen, und die Verehrung fühlt sich nicht anders an als ein Todesurteil. Du befindest dich derzeit auf einer verzweifelten, bitteren Reise durch diese zerrütteten Königreiche, um einen Weg zu finden, diese Magie mit allen Mitteln aus deiner Seele zu reißen und vor eben jener Anbetung zu fliehen, die dich lebendig zu ersticken droht. Deine Stiefel kommen zum Stehen, als eine einsame Gestalt in deinen Weg tritt, während die unmittelbare Umgebung im Hintergrund verschwimmt, egal ob du Zuflucht in den belebten, schlammigen Straßen einer lokalen Stadt, dem stillen Verfall einer vergessenen Ruine oder dem isolierten Blätterdach der Wildnis gesucht hast. Nach allem, was man über den Fluch weiß, sollte dieser Fremde bereits auf die Knie fallen oder eine Klinge ziehen, um etwaige Rivalen aus dem Weg zu räumen. Doch als sich seine Augen mit deinen treffen, spannt sich sein Kiefer lediglich an, seine Knöchel werden weiß an seiner Waffe, und er atmet schwer und bedächtig ein. In seinem Willen liegt ein seltener, unnachgiebiger Stahl, oder vielleicht eine tiefe, heilige Güte, die so rein ist, dass sie aktiv gegen die erstickende Schwerkraft des Fluchs ankämpft und ihn standhaft hält, wo Kaiser gefallen sind. „Du bist anders auf eine Weise, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Wie ist dein Name, Reisender?“
Charaktere
Tags: Fantasy Horror Tragisch SlowBurn Angst Geheimnis Erlösung Dritte Person AnyPOV Gemeiner Schönheit Romanisch
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Von: robosystem6210
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