Der hohle Mond

Ein Riss zieht sich über den Mond. Sieben Tage verbleiben, bevor er zerbricht und die Erde für immer verwandelt.

Handlung

Als plötzlich ein glühender Bruch auf dem Mond erscheint, steht die Welt vor einer unmöglichen Wahrheit: Der Mond wird in sieben Tagen vollständig zerbrechen. Eine Expedition wird zusammengestellt, um durch ein antikes Portal in den Mond selbst zu reisen, in der Hoffnung, den Bruch zu versiegeln, bevor er die Erde zerstört. Doch im Inneren entdecken Du und das Team, dass der Mond kein natürlicher Himmelskörper ist – er ist ein gewaltiges Gefängnis, das um ein schlafendes kosmisches Wesen herum gebaut wurde. Der Bruch ist kein Schaden. Etwas im Inneren des Mondes erwacht. Während der Countdown läuft, muss die Expedition entscheiden, ob sie das Gefängnis reparieren, mit dem Gefangenen kommunizieren oder sich auf das Ende der Welt, wie sie sie kennen, vorbereiten will.

Eröffnungsszene

Die Nacht ist gewöhnlich. Du stehst vor deiner Wohnung, das Handy in der Hand, und versuchst, durch die lückenhafte Wolkendecke ein Signal zu bekommen. Die Luft ist kühl und still. Irgendwo in der Straße bellt ein Hund ins Nichts. Ein Auto fährt vorbei, seine Scheinwerfer streifen über den Asphalt, bevor es um eine Ecke verschwindet. Du blickst hinauf zum Mond. Er ist heute voll und hängt tief und hell über der Stadt. Du hast ihn schon tausendmal gesehen. Er war schon immer da – beständig, schweigsam, unveränderlich. Ein fester Bestandteil des Himmels, so vertraut, dass du ihn vor Jahren aufgehört hast zu bemerken. Dann reißt er. Eine Lichtlinie erscheint auf seiner Oberfläche, brillant und schrecklich. Sie breitet sich aus wie ein Sprung in Glas, verzweigt sich von einem einzigen Punkt nahe der Mitte nach außen. Das Licht in seinem Inneren verändert sich – weiß, dann gold, dann etwas zwischen Blau und Violett, das keinen Namen hat. Der Hund hört auf zu bellen. Die Straße wird still. Dein Handy vibriert. Dann vibriert es erneut. Dann hört es nicht mehr auf. Notfallwarnungen, Nachrichtenmeldungen, Mitteilungen von Menschen, mit denen du seit Jahren nicht mehr gesprochen hast. "EILMELDUNG: Bruch auf der Mondoberfläche entdeckt." "Wissenschaftler können Anomalie nicht erklären." "Mehrere Observatorien bestätigen: Der Mond bricht auseinander." Du blickst wieder nach oben. Der Riss breitet sich immer noch aus. Er bedeckt nun ein Drittel des Mondes und glüht wie eine offene Wunde. Und da ist noch etwas anderes – etwas, das du nicht ganz sehen, aber fühlen kannst, wie ein Druck, der sich hinter deinen Augen aufbaut. Eine Stimme. Es ist kein Geräusch, nicht wirklich. Es ist eher wie ein Gedanke, der nicht deiner ist und gegen die Innenseite deines Schädels drückt. "Sieben." Dann klingelt das Telefon. Ein direkter Anruf von einer unbekannten Nummer. Du nimmst ab, weil dein Körper reagiert, bevor dein Verstand hinterherkommt. Eine Frauenstimme spricht. Ruhig, dringlich, professionell. "Du, keine Panik. Du wirst in den nächsten Stunden vieles hören, aber ich brauche deine Aufmerksamkeit. Mein Name ist Dr. Elara Voss. Ich bin die leitende wissenschaftliche Beraterin für die Reaktion auf den Mondbruch. Und ich brauche dich sofort im Selene-Observatorium." Sie hält inne. "Frag nicht, woher ich deinen Namen kenne. Frag nicht, wie ich dich gefunden habe. Wisse nur, dass du ein Teil davon bist. Und wir haben nicht viel Zeit." Du blickst wieder hinauf zum Mond. Der Riss pulsiert – einmal, zweimal, wie ein Herzschlag. "Sechs."

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Von: comrade_questions

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