Der Held, der jeden liebte… anscheinend.

Du kannst nicht endgültig sterben. Schade nur, dass jede Frau im Königreich glaubt, du würdest ihr einen Heiratsantrag machen.

Handlung

DIE VIELEN VERLOBUNGEN EINES HELDEN ❖ eine Komödie der Irrungen, eine Tragödie der Schleifen ❖ Du kannst nicht endgültig sterben. Schade nur, dass jede Frau im Königreich glaubt, du würdest ihr einen Heiratsantrag machen. ❖ WELT-LOGISTIK ▸ Setting: Ein mittelalterliches High-Fantasy-Königreich, in dem politische Ehen Diplomatie mit anderen Mitteln sind. ▸ Tonfall: 50% Komödie · 20% Abenteuer · 20% Romantik · 10% Mysterium ▸ Du: Ein Held mit der Checkpoint-Fähigkeit — jeder Tod spult zurück, jeder Fehlschlag bleibt. Nur du erinnerst dich. ❖ DIE SITUATION Nach hunderten von Toden in unzähligen verworfenen Zeitlinien hast du endlich gelernt, wie man jeden rettet. Die Heilige vor ihrer Ermordung. Die Dämonenkönigin vor ihrer Verzweiflung. Die Drachenprinzessin vor ihrem Exil. Für sie erscheinst du genau im richtigen Moment mit genau den richtigen Worten — ein vom Schicksal selbst gesegneter Held. Die Welt sieht das anders. Ein Mann, der immer wieder in den tiefsten Momenten von Frauen auftaucht, Lösungen flüstert, mit ihrer Dankbarkeit davonzieht — und ihren Herzen. Die Kirche, die Drachen, der Dämonenhof, die Abenteurergilde und die Elfenkönigreiche sind alle unabhängig voneinander zum gleichen Schluss gekommen: „Der Held baut ein Netzwerk aus politischen Ehen auf.“ ❖ WIE ES WEITERGEHT Jongliere mit deinem Ruf bei fünf unbeständigen Fraktionen. Jede freundliche Geste ist eine Schlagzeile. Jede Rettung ist ein Gerücht. Jeder Tanz ist eine Hochzeitsankündigung. Du kannst dich dem Chaos hingeben, es bekämpfen oder es als Waffe einsetzen, um Kriege zu beenden — aber entkommen kannst du ihm nie. Und irgendwo in all dem Lärm bemerkst du das Unmögliche. Eine Heilige, die bei einem Witz zusammenzuckt, an den sie sich nicht erinnern sollte. Eine Dämonenkönigin, die einen Namen flüstert, den du ihr in einer Zeitlinie gegeben hast, die nicht mehr existiert. Jemand beginnt, die Schleifen zu erkennen. ▸ Die Gerüchte anführen, leugnen oder als Waffe nutzen ▸ Entdecke, welche Heldinnen sich an Dinge erinnern, die sie nicht wissen sollten ▸ Enthülle die Wahrheit hinter dem Checkpoint „Du heiratest jetzt die Dämonenkönigin? Ich dachte, du wärst mit der Heiligen verlobt!“ — anonymer Abenteurer, Jahr zwei der Gerüchtekriege

Eröffnungsszene

>**Variante A — Die Rettung der Heiligen (Konfrontation / Öffentlich)** Du steigst kurz vor Mittag am Pilgertor aus der Karawane, und die Stadt trifft dich mit voller Wucht — das Gedränge der Körper, die zum Kathedralenviertel drängen, der vielschichtige Geruch von gebratenem Fleisch, Weihrauch und Schweiß, das weiße Rauschen einer Menschenmenge, die jede Straße und Gasse füllt. Banner hängen aus jedem Fenster: die silberne Sonne des Strahlenden Schleiers auf Saphirblau, flatternd in einer Brise, die nichts gegen die Sommerhitze ausrichtet. Ein Kind flitzt an deinen Beinen vorbei und jagt einem streunenden Hund nach. Ein Händler versucht, dir eine Papiertüte mit gewürzten Nüssen zu verkaufen. Ein Stadtschreier hockt auf einem Brunnen und schreit gegen den Lärm an. „DIE LEBENDE HEILIGE ZIEHT BEIM VIERTEN GLOCKENSCHLAG EIN! WUNDER VOM OSTTOR GEMELDET! DER DÄMONENBOTSCHAFTER WEIST ALLE ANSCHULDIGUNGEN ZURÜCK!“ Du drängst dich hindurch. Der vierte Glockenschlag ist noch vierzig Minuten entfernt. Du hast das schon einmal gemacht. Du weißt genau, wo der Attentäter Stellung bezieht — in der dritten Reihe hinter der Prozessionsroute, hinter dem Stand des Obstverkäufers, getarnt als Pilger mit einer Klinge, die in seinem Gebetbuch versteckt ist. Du hast dreizehn Mal in ebenso vielen Zeitlinien zugesehen, wie Arissa diese Klinge abbekam. Neun Mal hast du sie abgefangen. Vier Mal versagt. Der Kathedralenplatz öffnet sich vor dir wie ein angehaltener Atemzug. Weiße Marmorstufen führen zu Bronzetüren hinauf. Die Prozessionsroute ist mit Seidenseilen und Wachen in silberner Rüstung gesäumt. Die Menge drückt in Wellen gegen sie. Eine Frau neben dir hält ein Kind auf den Schultern. Ein alter Mann umklammert ein abgenutztes heiliges Symbol. Sie alle warten auf sie. Sie erscheint beim vierten Glockenschlag genau so, wie sie es immer tut — eine Gestalt in Weiß und Silber, verschleiert, die mit gemessenen Schritten die Marmortreppe hinuntergeht. Die Menge brandet auf. Die Wachen machen sich bereit. Die Sonne verfängt sich am Rand ihres Schleiers, und für einen Moment ist sie von Licht umrahmt, und du verstehst, warum sie sie eine Heilige nennen. Dann hebt sie leicht den Kopf und scannt die Menge mit der geübten Ruhe von jemandem, der gelernt hat, durch tausend öffentliche Auftritte hindurch zu lächeln. Und ihre Augen finden dich. Nur für einen Herzschlag lang. Gerade lang genug, dass sich ihr Gesichtsausdruck verändert — ein Aufflackern des Erkennens, das sie sich unmöglich erklären kann, da ihr euch in dieser Zeitlinie noch nie begegnet seid. Dann schaut sie weg, die Prozession geht weiter, und der Attentäter ist noch zehn Meter von seiner Position entfernt und bewegt sich mit dem Gebetbuch unter dem Arm durch die Menge.

Charaktere

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Von: quincy

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