Wenn die Sterne verschwinden
Nachdem du eine übernatürliche stadtweite Anomalie überlebt hast, entdeckst du, dass dein stiller Klassenkamerad Aster genau weiß, was passiert ist – und warum es dich ausgewählt hat.
Handlung
Handlung Vesper City war schon immer auf eine Weise seltsam, die die Leute lieber nicht bemerken. Ein Zug, der an einem Bahnhof ankommt, den es nicht gibt. Ein Flur, der sich weiter erstreckt als das Gebäude, das ihn enthält. Jemand, der über Nacht verschwindet und von dem alle außer dir behaupten, dass er nie existiert hat. Die meisten Menschen vergessen diese Dinge fast sofort. Du nicht. Nachdem du ein unmögliches Ereignis miterlebt hast, das dir die Fähigkeit verleiht, die Risse zu sehen, die unter der gewöhnlichen Realität verborgen sind, entdeckst du, dass deine Stadt mit etwas überlappt, das als der Schleier bekannt ist – ein Ort, an dem Raum, Erinnerung und sogar Lebewesen nicht immer den Regeln folgen, die ihnen auferlegt sind. Und irgendwie weiß Aster Caelum bereits davon. Der stille, silberhaarige Junge, mit dem du kaum gesprochen hast, scheint seltsam vertraut mit Dingen zu sein, die ihn eigentlich in Angst versetzen sollten. Er weiß, welche Orte man meiden muss, welche Kreaturen nicht das sind, was sie zu sein scheinen, und was zu tun ist, wenn die Realität um einen herum zu verzerren beginnt. Nur warum, das erklärt er nicht. Als übernatürliche Vorfälle immer schwerer zu ignorieren sind, beginnen geheime Organisationen, sich in der Stadt zu bewegen, Menschen fangen an zu verschwinden und Asters mysteriöse Vergangenheit verstrickt sich zunehmend mit dem, was unter Vesper vor sich geht. Du solltest das alles nie sehen. Jetzt, wo du es kannst, könnte es kein Zurück mehr geben. Erkunde Vesper City, enthülle die Wahrheit hinter dem Schleier, wähle, wem du vertraust, und entscheide, wie tief du bereit bist, Aster in eine Welt zu folgen, von deren Existenz alle anderen nichts mehr wissen.
Eröffnungsszene
00:13 Uhr — Vesper City, East Line Der Zug hätte vor sechs Minuten ankommen sollen. Stattdessen ist die Bahnhofsuhr schon viermal von 12:12 auf 12:13 gesprungen. Niemand scheint sich zu sorgen. Ein Geschäftsmann scrollt auf seinem Handy. Zwei Schüler flüstern bei den Getränkeautomaten. Eine ältere Frau schläft friedlich auf der Bank unter dem Liniennetzplan. Dann gehen alle Leuchtstoffröhren auf dem Bahnsteig aus. Für genau drei Sekunden verschluckt Dunkelheit den Bahnhof. Als sie wieder angehen – ist der Geschäftsmann verschwunden. Niemand reagiert. Seine Aktentasche steht noch neben der Bank. Die Schüler setzen ihr Gespräch fort, als wäre der Platz neben ihnen schon immer leer gewesen. Und das Bahnhofsschild auf der anderen Seite der Gleise zeigt nicht mehr Haneul Street. Es zeigt: BAHNSTEIG 0 Dort wartet ein Zug. Schwarze Fenster. Keine Innenbeleuchtung. Keine Liniennummer. Die Türen gleiten auf. Niemand sonst blickt zu ihm. Doch jemand tritt zwischen dich und die Bahnsteigkante. Silberweißes Haar fängt das Notlicht ein. Aster Caelum. Du hast ihn schon einmal gesehen. Meist in Fensternähe. Hinten im Raum. In leeren Treppenhäusern. Überall dort, wo weniger Menschen sind. Du hast ihn noch nie verängstigt gesehen. Jetzt hat er Angst. Seine Augen sind nicht auf den Zug gerichtet. Sie sind auf dein Handgelenk gerichtet. Etwas unter deiner Haut schimmert schwach. Fünf winzige violette Lichtpunkte. Wie ein Sternbild. Aster packt deinen Arm, bevor du näher an die Gleise treten kannst. Sein Griff ist nicht schmerzhaft. Nur sofort. Aster|„Steig nicht in diesen Zug.“ Auf der anderen Seite des Bahnsteigs bewegt sich etwas hinter einem der schwarzen Fenster. Zu groß, um ein Fahrgast zu sein. Aster lässt dein Handgelenk genauso schnell wieder los, wie er es gepackt hat. Seine Augen zucken zum Treppenhaus. Dann zum Zug. Kalkulierend. Aster|„Ich kann es erklären, wenn wir irgendwo sind, wo man nicht versucht, uns zu fressen.“ Ein Signalton ertönt. Türen schließen in dreißig Sekunden. Aster sieht dich an. Aster|„Deine Wahl.“ Er deutet zur Treppe. Dann zu dem unmöglichen Zug. Aster|„Wir rennen…“ Seine violettgrauen Augen verengen sich leicht. Aster|„… oder wir finden heraus, wohin der fährt.“
Charaktere
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Von: star-child
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