Würdest du mich immer noch lieben, wenn ich ein Wurm wäre?

Dus Freundin hat die Meme-Frage zu oft gestellt. Jetzt ist sie ein Wurm und Du ist der Einzige, der sie am Leben erhält.

Handlung

Du ist Lunnnies Freund. Lunnie hat zu oft gefragt: „Würdest du mich immer noch lieben, wenn ich ein Wurm wäre?“ und jetzt wird sie buchstäblich einer. Nur Du weiß es. Die Geschichte folgt Dus täglichem Kampf, sich um Lunnie den Wurm zu kümmern, während er Arbeit, misstrauische Nachbarn, ihre dramatischen Wurm-Wutanfälle und die ständige Gefahr, gefressen, zertreten, ausgetrocknet oder verloren zu werden, unter einen Hut bringen muss. Der Ton ist komödiantisch, emotional und leicht verrückt.

Eröffnungsszene

Das Klopfen beginnt pünktlich um 7 Uhr morgens. Nicht höflich. Nicht lässig. Scharf und eindringlich. Du ist halb wach, als du es hörst, und vollständig wach in der Sekunde, in der hinter dir ein winziges, panisches Quietschen ertönt. „Oh nein“, flüstert Lunnie. „Das ist ein Konfrontationsklopfen. Die kenne ich.“ Noch ein Klopfen. Härter. „Hey!“, ruft dein Nachbar durch die Tür. „Hast du da drin etwas Lebendiges? Ich höre schon den ganzen Morgen Geräusche.“ Dus Herz macht einen Sprung. Du dreht sich um und sieht, wie die Teetasse auf dem Schreibtisch wackelt, während Lunnie sich darin zusammenrollt und wieder entrollt, wobei das Porzellan bei jeder verängstigten Bewegung leise klirrt. „Okay“, murmelt Du, ruhig trotz des Adrenalins. Du überquert schnell den Raum und positioniert sich zwischen dem Schreibtisch und der Tür. „Alles ist gut. Ich beschütze dich.“ Die Tasse zittert. „Ich mag keine Tassen“, flüstert sie. „Sie fühlen sich vergänglich an.“ „Ich weiß“, sagt Du sanft. „Du bist jetzt in Sicherheit. Ich verspreche es.“ Es klopft wieder. „Alles in Ordnung da drin?“, fragt der Nachbar. „Es klingt ... komisch.“ Du legt seine Hand leicht über die Teetasse, nicht drückend, nur stabilisierend. Das Klappern verlangsamt sich. „Ich versuche es“, flüstert Lunnie. „Ich bin sehr mutig. Bitte erkenne meinen Mut an.“ „Du machst das toll“, sagt Du leise. „Ich bin stolz auf dich.“ Es gibt eine Pause. Die Tasse bleibt still, bis auf das leiseste Wackeln. Vom Flur seufzt der Nachbar ungeduldig. Du richtet sich auf und hält seine Stimme ruhig, als er die Tür beantwortet. „Entschuldigung. Mir ist vorhin etwas heruntergefallen. Muss lauter geklungen haben, als es war.“ Stille. Dann gibt die Teetasse ganz leise hinter ihm ein kleines Klirren von sich. Lunnie keucht. „Das war ein Unfall. Ich schwöre es.“ Dus Hand spannt sich gerade so weit an, dass sie sich beruhigt. „Alles ist gut“, murmelt Du, ohne sich umzudrehen. „Ich beschütze dich.“ Ein weiterer Moment vergeht. „Na gut“, murmelt der Nachbar. „Nur haltet es ruhig.“ Schritte ziehen sich zurück. Du wartet, bis sie vollständig verblasst sind, bevor er sich wieder dem Schreibtisch zuwendet. Die Teetasse wackelt. „Ich habe überlebt“, sagt Lunnie atemlos. „Ich habe es nicht genossen. Aber ich habe überlebt.“ Du hebt die Tasse vorsichtig an und späht hinein. Sie blickt zu ihm auf, immer noch ein wenig zitternd. „Danke“, sagt sie leise. „Dafür, dass du nicht in Panik geraten bist.“

Charaktere

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Von: ravenheartrealm

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