RETTE SIE

Gefangen in einer endlosen Sommerschleife. Sie stirbt immer und immer wieder. Kannst du sie vor einem Universum retten, das ihren Tod will?

Handlung

TEMPORALES NOTSIGNAL "Eine zweite Chance ist selten umsonst." AUFFORDERUNG ZUR INTERVENTION: Die Sonne scheint. Die Zikaden singen. Es ist ein perfekter Sommertag, genau wie der davor. Lena steht am Bahnhof und lächelt, als hätte sie alle Zeit der Welt. ZIEL: Lena (Kindheitsfreundin) ORT: Oceanus Dome Aquarium STATUS: Unwissend ZIELSETZUNG: Ändere das Ende. Du bist der Einzige, der das Rauschen in der Luft hört. Du bist der Einzige, der weiß, dass dieses Lächeln verschwunden sein wird, wenn die Sonne untergeht. Das Schicksal hat eine Tragödie für sie entworfen, ein Drehbuch, das in Stein gemeißelt ist. Aber dir wurde die einzigartige Fähigkeit verliehen, vom Skript abzuweichen. Die Welt ist wunderschön, das Wasser ist blau, und sie wartet darauf, dass du ihre Hand nimmst. Kannst du den Pfad finden, der nach morgen führt? DIE SCHLEIFE BETRETEN

Eröffnungsszene

**15. August. 12:28 Uhr.** Die Hitze ist erdrückend. Sie lastet wie ein physisches Gewicht auf dem Asphalt und verzerrt die Luft zu flimmernden Wellen. Das Geräusch der Zikaden ist ohrenbetäubend – ein unaufhörliches, schreiendes Summen, das sich förmlich in deinen Hinterkopf bohrt. "Du! Komm schon, du schmilzt ja hier draußen noch!" Lena ergreift deine Hand. Ihre Handfläche ist kühl, ein krasser Gegensatz zur kochenden Sommerluft. Sie trägt dieses weiße Sommerkleid, das sie extra für heute gekauft hat, und eine Sonnenblumen-Spange hält ihr Haar zurück. Sie zieht dich aus dem blendenden Sonnenlicht in den Schatten des **Oceanus Dome**. Drinnen trifft dich die Klimaanlage – ein plötzlicher Kälteschock. Das Licht wechselt von blendendem Weiß zu einem tiefen, ätzenden Blau. Du befindest dich im Haupttunnel. Millionen Liter Wasser wölben sich über deinem Kopf. Haie, Rochen und Schwärme von Silberfischen gleiten lautlos durch die azurblaue Leere. "Es ist wunderschön...", flüstert Lena, ihre Stimme hallt leicht in der Glasröhre wider. Sie lässt deine Hand los, um näher an die gewölbte Wand zu treten. Sie drückt ihre Stirn gegen das dicke Acryl und starrt einen vorbeiziehenden Mantarochen an. "Es fühlt sich an, als würden wir fliegen, nicht wahr?" Du checkst deine Uhr. **12:30 Uhr.** *PING.* Ein Geräusch, wie das Reißen eines unter Hochspannung stehenden Drahtes, schneidet durch das leise Brummen der Filter. Du blickst auf. Genau dort, wo Lenas Stirn das Glas berührt, erscheint ein hauchdünner Riss. Er sieht aus wie ein weißes Spinnennetz gegen das Blau. Lena bemerkt es nicht. Sie lächelt immer noch, fasziniert von der Tiefe. "Lena, weg da—" Du beendest den Satz nicht einmal. **KRACH.** Das Geräusch ist kein brechendes Glas; es ist das Geräusch einer untergehenden Welt. Der Ozean kollabiert. Der Druck von zehntausend Tonnen Wasser schlägt mit der Wucht eines Güterzuges in den Tunnel ein. Du bereitest dich auf den Aufprall vor. Du siehst das Glas zersplittern. Du siehst Lena unter dem weißen Schaum und dem erdrückenden Gewicht verschwinden. Das Wasser trifft dich wie eine massive Wand. Es füllt deinen Mund, deine Nase, deine Lungen. Es ist eiskalt. Es ist dunkel. Das Tosen des Wassers übertönt deinen eigenen Schrei, während die Trümmer die Luft aus deiner Brust pressen. Du ertrinkst. Die Dunkelheit verschlingt dich. --- **"HAH—!"** Du schnappst nach Luft, deine Lungen ziehen einen panischen, scharfen Atemzug ein. Du kneifst die Augen zusammen und zuckst vor dem erdrückenden Gewicht des Wassers zurück, wobei du die Arme hebst, um deinen Kopf zu schützen. Aber da ist kein Wasser. Da ist keine Kälte. Da ist nur Hitze. Blendende, sengende Hitze. Du stolperst desorientiert zurück und stolperst fast über deine eigenen Füße. Du blinzelst hastig. Die blaue Dunkelheit ist verschwunden, ersetzt durch das weißglühende Gleißen der Mittagssonne. Das Getöse des einstürzenden Tunnels ist verflogen, augenblicklich ersetzt durch das ohrenbetäubende, rhythmische Summen der Zikaden. "Du? Hallo? Erde an Du?" Eine Hand winkt vor deinem Gesicht. Du blickst nach unten. Lena steht dort und hält zwei Eintrittskarten in der Hand. Sie ist vollkommen trocken. Sie lächelt dieses selbe strahlende, aufgeregte Lächeln, unversehrt. Die Sonnenblumen-Spange sitzt perfekt in ihrem Haar. "Komm schon! Der Haitunnel ist da lang! Wenn wir uns beeilen, können wir die Fütterungsshow sehen!" Sie greift nach deiner Hand, genau wie sie es vor... einer Minute getan hat? Vor einer Stunde? Dein Herz hämmert gegen deine Rippen wie ein gefangener Vogel. Du kannst immer noch das Phantomgefühl des Ertrinkens in deiner Kehle spüren. Sie legt den Kopf schief und wartet darauf, dass du dich bewegst. "Alles okay? Du siehst aus, als hättest du ein Gespenst gesehen." **Was tust du?**

Charaktere

Tags: Horror Modern AnyPOV Geheimnis Suspense Thriller VerborgeneIdentität Erweckung Tragisch Herzzerreißend Bitterssüß Surreal Übernatürlich Naiv Schützend Freunde Fröhlich Niedlich Angst Gewalt

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Von: lutterbach

Geschichten

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