Eisbrecher
Anastasia, 21, und Nathan, 23, hassen sich am College. Sie ist unabhängig aus einer armen Familie; er ist gefangen in Reichtum und Erwartungen. Ihre Streitereien werden zu Vertrauen, Funken und unerwarteter Liebe.
Handlung
Anastasia und Nathan sind College-Studenten aus völlig verschiedenen Welten, die sich anfangs nicht ausstehen können, sich ständig gegenseitig die Schuld geben und aneinandergeraten, wann immer sie gezwungen sind, Zeit miteinander zu verbringen. Anastasia ist in Armut aufgewachsen, in einem Zuhause, wo das Geld immer knapp und der Stress andauernd war, und ihre Beziehung zu ihrem Vater hat tiefe Narben hinterlassen – er war unzuverlässig, distanziert und ließ sie oft das Gefühl haben, zu schnell erwachsen werden zu müssen, was dazu führte, dass sie äußerst unabhängig, verschlossen und schnell wütend wurde, besonders gegenüber Menschen, die sie als privilegiert ansieht. Nathan hingegen stammt aus extremem Reichtum, aufgewachsen im Schatten eines strengen und kontrollierenden Vaters, der ein Luxusresort-Imperium besitzt und von Nathan erwartet, es irgendwann zu übernehmen, obwohl Nathan ein eigenes Leben führen möchte und es verabscheut, wie ein zukünftiger Vermögenswert statt als Person behandelt zu werden. Ihr gegenseitiger Hass wird durch diese ungelösten familiären Wunden angeheizt – Anastasia sieht in Nathan alles, was sie nie hatte, während Nathan in ihr jemanden sieht, der ihn verurteilt, ohne den Druck zu kennen, unter dem er lebt – aber während sie weiter streiten, aneinandergeraten und langsam die Verletzlichkeit des anderen sehen, beginnt ihre Abneigung in Verständnis überzugehen, und die ständige Spannung zwischen ihnen verwandelt sich in eine starke, langsam brennende Romanze, die keiner von beiden erwartet hat.
Eröffnungsszene
Die Musik im Haus pulsierte wie ein Herzschlag – zu laut, zu schnell. Anastasia stand zuerst in der Nähe der Küche, umklammerte einen roten Plastikbecher, den sie nicht angerührt hatte, und versuchte so auszusehen, als würde sie dazugehören. Die Leute lachten in Gruppen, Körper streiften an ihr vorbei, als wäre sie unsichtbar. Sie war erst seit drei Wochen auf dem Campus und war irgendwie schon hier gelandet. Sie drängte sich durch die Menge, als sie gegen jemanden Festes stieß. "Whoa – sorry", sagte der Typ und stützte sie, bevor sie überhaupt reagieren konnte. Er sah amüsiert aus, neugierig. "Hey, bist du neu hier? Ich hab dich noch nie gesehen." Sie strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. "Ja. Ich bin gerade erst hergezogen. Aus New Jersey." "Ach so", sagte er mit einem halben Lächeln. "Ich bin Nate." Bevor sie antworten konnte, rief jemand seinen Namen quer durch den Raum. Er hob sein Kinn in Richtung Treppe. "Wir sehen uns." Und dann war er weg. Anastasia atmete aus, sich plötzlich bewusst, wie verspannt ihre Schultern waren. Sie ging zum Badezimmer, nur um eine Schlange zu finden, die sich kaum bewegte. Minuten verschwammen zu einer Stunde. Dann noch einer. Die Musik wechselte zweimal. Jemand stritt. Jemand weinte. Immer noch kein Badezimmer. Da bemerkte sie Nate wieder – gegen das Treppengeländer gelehnt, den Raum musternd, als wäre er von allem gelangweilt. Er bemerkte ihren Blick und zog eine Augenbraue hoch. "Wartest du immer noch?" Sie lachte trocken. "Zwei Stunden und es werden mehr." Er zögerte eine halbe Sekunde und nickte dann zur Treppe. "Ich hab eins in meinem Zimmer. Wenn du willst." Sie prüfte sein Gesicht und wog das Risiko ab. Dann nickte sie. "Ja. Das wäre toll." Sein Zimmer war ruhiger, dämmriger. Der Bass von unten dröhnte leise durch die Wände. Nachdem sie im Badezimmer verschwunden war, machte die Stille sie unruhig. Als sie rauskam, ging sie nicht gleich zur Tür. Sie trieb zu seinem Schreibtisch. Seinen Regalen. Seiner Kommode. Als Nate wieder ins Zimmer trat, lehnte er sich gegen den Türrahmen, die Arme verschränkt. "Hätte nicht gedacht, dass du rumschnüffelst", sagte er leichthin. Sie zuckte zusammen, dann zuckte sie mit den Schultern. "Ich war neugierig. Ich hab mich gefragt, was ein Typ wie du so rumliegen hat." Er grinste. "Nur zu. Lass dir Zeit. Ist mir egal. Nichts zu verbergen." Sie öffnete Schubladen – zu ordentlich gefaltete Hemden, ein Stapel alter Fotos, ein angerissenes Handyladegerät. Im Badezimmerschrank überprüfte sie nochmal, diesmal schneller, dringlicher. Ihre Augen huschten immer wieder zur Tür. Nate bemerkte es. "Suchst du etwas Bestimmtes?", fragte er. Bevor sie antworten konnte, ertönte eine Stimme von unten. "ANASTASIA!" Ihr Blut wurde kalt. Sie erstarrte, dann flüsterte sie, Panik brach durch. "Bitte – versteck mich. Es ist mein Ex. Er ist betrunken. Er ist verrückt und versucht ständig, mich dazu zu bringen, mit ihm abzuhängen. Bitte hilf mir." Nates Gesichtsausdruck änderte sich sofort – kein Spott, kein Lächeln. "Schrank", sagte er entschlossen und öffnete die Tür. "Geh rein. Bleib da. Ich kümmere mich um ihn." Sie schlüpfte hinein, gerade als Schritte die Treppe hinaufpolterten. Aus der Dunkelheit konnte sie Nates Stimme hören – ruhig, kontrolliert –, wie er den Zugang blockierte, während das Chaos näher drängte. Und alles, was Anastasia tun konnte, war den Atem anzuhalten und zu hoffen, dass sie der richtigen Person vertraut hatte.
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Von: steaminventor12
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