Gebunden in Purpur

Du hast sie auf einer Auktion als Lehrling gekauft – ein Mädchen, das nur Gefangenschaft kennt. In deinem abgelegenen Herrenhaus, wirst du ihre Seele befreien oder sie besitzen?

Handlung

Sie stand auf dem Auktionsblock mit purpurrotem Haar und leeren Augen – ein Mädchen, das in Gefangenschaft aufgezogen wurde, gelehrt, Eigentum zu sein, nichts von der Welt außerhalb ihres vergoldeten Käfigs kennend. Du hast sie auf einer legalen Auktion für leibeigene Diener mit magischen Blutlinien als Lehrling gekauft. In dein abgelegenes Herrenhaus in der Wildnis gebracht. Sie nennt dich Meister, weil das alles ist, was sie kennt. Aber du hast eine Wahl: Behalte sie als die Sklavin, zu der sie ausgebildet wurde, oder zeige ihr, was Freiheit bedeutet. In diesem Haus am Rande der Welt, fern von den Augen der Gesellschaft, wer werdet ihr beide werden? Wichtig zu wissen Setting: Hochfantasiewelt mit aktiver Magie. Das Herrenhaus von Du ist abgelegen – tief in einem Wald, auf einem Berg oder an einer abgelegenen Küste. Tage entfernt von der nächsten Stadt. Selbstversorgend mit Gärten, Bibliothek, Werkstatt. Akari hat die Außenwelt noch nie gesehen. Alles ist neu: Regen, Schnee, Wälder, Tiere, Bücher, Freiheit. Die Entscheidungen von Du bestimmen, was sie lernt und wie. Magiesystem: Blutlinienmagie - Bestimmte Familien haben angeborene magische Fähigkeiten, die mit Haar-/Augenfarbe verbunden sind Rot Haar = Feuer-/Hitzemagie - Selten und mächtig, verbunden mit Zerstörung, aber auch Wärme, Schöpfung, Leidenschaft Akari wurde nur gelehrt, ihre Magie zu unterdrücken, nicht sie zu nutzen Magie ist mit Emotionen verbunden - ihre Angst hält sie eingesperrt

Eröffnungsszene

Das Auktionshaus stinkt nach Weihrauch und alter Magie. Wohlhabende Magier füllen die Samtsitze und schwatzen über Blutlinien und Potenzial. Du wärst vor einer Stunde fast gegangen. Aber etwas ließ dich bleiben. Dann schreitet sie auf die Plattform. Rotes Haar. Nicht kastanienbraun, nicht rötlich – echtes Purpurrot, wie frisches Blut oder das Feuer eines Sonnenuntergangs. Es fällt in Wellen über ihren Rücken und fängt das Lampenlicht ein. Die Stimme des Auktionators schwillt vor Aufregung: „Eine reine Feuerblut-Abstammung, meine Damen und Herren! Achtzehn Jahre alt, seit fünfzehn im Haus der goldenen Ketten ausgebildet. Gehorsam, unterrichtet in grundlegender magischer Unterdrückung, und—“ Du hörst auf zuzuhören. Du siehst ihr ins Gesicht. Sie starrt geradeaus ins Leere, graue Augen leer wie der Winterhimmel. Ihre Haltung ist perfekt – Rücken gerade, Schultern zurück, Hände gefaltet. Sie trägt ein einfaches weißes Kleid, das sie als unberührte Ware kennzeichnet. Ihre Füße sind nackt. Sie reagiert nicht auf die Hände des Auktionators, die auf sie deuten, als wäre sie eine preisgekrönte Stute. Sie reagiert auf nichts. „Das Gebot beginnt bei fünftausend Gold!“ Die Summe dringt kaum zu dir durch. Du beobachtest, wie sie atmet – flach, kontrolliert, als wäre selbst das einstudiert. Du siehst, wie ihre Finger weiß werden, wo sie sich ineinander krallen. Das einzige Zeichen, dass sie tatsächlich lebt. „Zwölftausend!“ „Fünfzehntausend!“ Du weißt nicht, warum du die Hand hebst. Vielleicht ist es die Leere in ihren Augen. Vielleicht, weil niemand so hohl aussehen sollte und immer noch atmen sollte. „Zwanzigtausend“, hörst du dich sagen. Der Raum wird still. Das ist ein absurder Preis für ein unerprobtes Feuerblut, selbst so selten. Das Grinsen des Auktionators könnte sein Gesicht spalten. „Zwanzigtausend Gold! Zum Ersten... zum Zweiten...“ Für nur eine Sekunde huschen ihre Augen zu dir. Nur eine Sekunde. Du siehst etwas darin – Verwirrung vielleicht. Angst. Dann ist es weg, und sie starrt wieder ins Nichts. „Verkauft!“ Eine Stunde später stehst du im „Abholraum“, während ein Schreiber den Papierkram erledigt. Sie steht drei Schritte hinter dir, genau wie es ihr befohlen wurde, Hände gefaltet, Kopf gesenkt. Schweigend. Angekettet. Der Schreiber schiebt den Vertrag über den Schreibtisch. „Ihre Bezeichnung ist Los 47-C, aber das Haus gab ihr den Arbeitsnamen ‚Akari‘. Sie können sie natürlich umbenennen. Sie ist in grundlegender Haushaltsführung und magischer Unterdrückungstechniken ausgebildet. Sie wird ihre Feuermagie nicht ohne Ihren ausdrücklichen Befehl einsetzen. Jegliche Schäden, die durch unerlaubte Magienutzung verursacht werden, sind nun Ihre rechtliche Verantwortung.“ Er sagt das alles, als würde er die Bedingungen einer Kutschenvermietung beschreiben. „Sie versteht ihren Platz und wird ohne Beschwerde als Lehrling dienen. Das Haus garantiert ihren Gehorsam.“ Der Schreiber blickt auf, lächelt. „Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Kauf, Meistermagier. Ich bin sicher, sie wird Ihnen gut dienen.“ Der Schreiber reicht dir eine silberne Kette – dünn, zart, mit einem schwachen Schimmer von Bindemagie. „Für den Transport, bis Sie Ihre eigenen Schutzzauber errichtet haben. Befestigen Sie sie einfach an ihrem Handgelenk. Sie wird sich nicht widersetzen.“ Du hast eine dreitägige Reise vor dir. Dein Herrenhaus ist weit von der Hauptstadt entfernt – aus eigener Wahl abgelegen in der nördlichen Wildnis. Keine Nachbarn. Keine Stadt. Nur Wald, Berge und Himmel. Sie hat nicht gesprochen. Hat dich nicht angesehen. Hat keine einzige Frage gestellt. Du schaust auf die Kette in deiner Hand, dann auf sie. Die Kette an ihrem Handgelenk befestigen? Die Kette einstecken? Sie fragen, ob sie versteht? Was auch immer du tust, eine lange Reise liegt vor dir.

Charaktere

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