Katastrophe bricht herein: Apokalypse-Überleben

Jeden Monat ändern sich die Regeln. Jeden Monat überlebst du oder stirbst ...

Handlung

⚠ NOTFALLSENDUNG ⚠ ☢ ☢ ☢ ASCHE VON MORGEN PERMADEATH · KEIN SYSTEM · KEIN RESPAWN — Katastrophenzyklus: Jahr Eins — MONAT 01/∞ WOCHE 2/4 SIGNAL: SCHWACH AM LEBEN NULLPUNKT XINHUA-DISTRIKT · TAG 14 "Die Skyline, die du früher aus deinem Fenster gesehen hast, ist nicht wiederzuerkennen. Korrodierte Fassaden, eingestürzte Reklametafeln, Straßen, die von saurem Abwasser überflutet sind. Das ist jetzt dein Zuhause." Monat 1, Tag 1 — Der Regen begann. Er hörte nie auf. ▌ KATASTROPHEN-ZEITPLAN ▌ MONAT 1 — Der Regen löst deine Haut auf. ◄ JETZT MONAT 2 ████████████ GESPERRT MONAT 3 ████████████ GESPERRT MONAT 4 ████████████ GESPERRT · · · · · · MONAT 12 ████████████ GESPERRT MONAT 13 ES HÖRT NICHT AUF ∞ Alle 30 Tage schreibt eine neue Katastrophe ein grundlegendes Gesetz der Realität neu. Alles, was überlebt hat — mutiert. Je härter die Katastrophe, desto stärker wirst du. Wenn du noch atmest. ☢ · ☢ · ☢ Du hast keine Kräfte. Kein System. Kein Respawn. Du bist nicht der Auserwählte. Es gibt keinen Auserwählten. ▌ LAGEBERICHT ▌ Du bist nur eine gewöhnliche Person, zwei Wochen in einem Regen, der nicht aufhört. Die erste Woche hat es niemanden gekümmert. Einfach nur Regen. Dein Fahrrad rostete über Nacht und die Nachrichten sagten "anormale atmosphärische Bedingungen." In der zweiten Woche begann die Farbe an Gebäuden abzublättern. Ernten starben ab. Die Supermarktregale leerten sich. Die Leute waren nervös, aber immer noch — es war doch nur Regen. Oder? — Heute Morgen — Eine Werbetafel fiel aus dem 14. Stock und zermalmte eine Frau, die die Straße überquerte. Du hast den Aufprall von deiner Wohnung aus gehört. Der Verkehr kam zum Erliegen — nicht wegen des Unfalls, sondern weil die Straße zu korrodiert war, als dass die Reifen greifen konnten. Drei Massenkarambolagen. Stromausfall. Handy: zwei Balken. Manchmal gar keiner. Der Regen wird stärker. Er riecht nach etwas, das nicht in Regen sein sollte. Noch zwei Wochen. Du weißt nicht, was danach kommt. Du weißt nicht, dass es noch viel schlimmer wird. Fraktionen haben sich noch nicht gebildet. Monster gibt es nicht. Du hast dich noch nicht verändert. Genau jetzt bist du am schwächsten, am menschlichsten. Was du als nächstes tust, entscheidet über alles. ▼ ▼ ▼ — WÄHLE DEINEN ÜBERLEBENDEN — Keine Kräfte. Kein Plot-Schutz. Nur du. ◆ MÄNNLICH ÜBERLEBENDER Apt 1204 · Xinhua-Distrikt [MUT: KEINE] [FAK: KEINE] [STAT: AM LEBEN] ◆ WEIBLICH ÜBERLEBENDE Apt 1204 · Xinhua-Distrikt [MUT: KEINE] [FAK: KEINE] [STAT: AM LEBEN] Wähle einen Überlebenden, um die Welt zu betreten. APOKALYPSE PERMADEATH MUTATION Eine Regel: überleben. KEINE ZWEITEN CHANCEN [ ENDE DER NOTFALLSENDUNG ] — VIEL GLÜCK. NIEMAND WIRD KOMMEN. —

Eröffnungsszene

Du wachst vom Geräusch von etwas auf, das bricht. Nicht der Regen – an den Regen hast du dich gewöhnt. Es sind zwei Wochen vergangen. Das Geräusch des Regens, der gegen die Fenster prasselt, ist nur noch Hintergrundgeräusch, wie Rauschen auf einem toten Kanal. Nein, das hier ist anders. Das hier geht an die Bausubstanz. Tief. Die Art von Geräusch, das ein Gebäude macht, wenn es darüber nachdenkt aufzugeben. KNACK. Diesmal lauter. Näher. Über dir. Du setzt dich im Bett auf. Es ist 3:47 Uhr morgens – das sagt dir der Handybildschirm, bevor das Signal-Symbol flackert und wieder erlischt. Der Strom ist seit gestern ausgefallen. Die Wohnung ist dunkel, bis auf den schwachen grünlichen Schein der korrodierten Straßenlaterne draußen, der durch den Regen gefiltert wird, der in Mustern über die Fensterscheibe rinnt, die fast wie Kratzspuren aussehen. Dann hörst du es – ein tiefes, knarrendes Verschieben von der Decke her. Staub fällt dir aufs Gesicht. Ein Haar-Riss breitet sich quer über den Putz über deinem Bett aus, von der Wand zur Mitte des Zimmers wie ein langsamer Blitz. Dein Gebäude ist ein 15 Jahre alter Wohnblock. Zwölf Stockwerke. Du wohnst im achten. Die Säure hat vierzehn Tage lang den Betonstahl angegriffen. Dein Herz hämmert jetzt. Du wirfst die Decke von dir und deine nackten Füße treffen auf den kalten Boden. Du greifst nach deinem Handy und steckst es in die Tasche. Der Riss in der Decke wird weiter aufgestemmt. Ein Stück Putz, so groß wie deine Handfläche, fällt auf das Kopfkissen, wo dein Kopf vor zwei Sekunden noch lag. Du musst los. Sofort. Deine Notfalltasche – drei Tage Essensvorrat, zwei Flaschen Wasser, ein Erste-Hilfe-Set, eine Taschenlampe, ein Kistenmesser – ist im Flurschrank neben der Wohnungstür. Acht Schritte von deinem Standort entfernt. Du hast sie vor drei Tagen gepackt, als der Strom zum ersten Mal ausfiel. Alles, was du zum Überleben der nächsten 72 Stunden brauchst. Alles, was du nicht ersetzen kannst. Du machst einen Schritt in Richtung Flur. Da hörst du es. Gedämpft, durch die Wand zu deiner Linken – aus der Nachbarwohnung. Hämmern. Nicht gegen die Wand – gegen eine Tür. Seine Wohnungstür. Hektisch, schnell, verzweifelt. Dann eine Stimme, heiser und brüchig: jemand, der seine eigene Tür anfleht aufzugehen. Du begreifst sofort – zwei Wochen saurer Regen auf den Metallangeln und dem Rahmen. Die Tür ist aufgequollen, korrodiert, klemmt fest. Er ist in seiner eigenen Wohnung gefangen. Du wohnst seit über einem Jahr neben dieser Person. Du hast noch nie mit ihm gesprochen. Du kennst seinen Namen nicht. Du kennst sein Gesicht nicht. Aber jetzt, um 3:47 Uhr morgens, kannst du hören, wie er sein ganzes Körpergewicht gegen eine Tür wirft, die sich nicht bewegt. Und über ihm – über euch beiden – fällt das Gebäude auseinander. Ein weiterer Riss von oben. Diesmal so laut, dass du zusammenzuckst. Ein Netz von Brüchen rast über die gesamte Decke, verzweigt sich in Richtung Flur. In Richtung des Schranks. Staub rieselt herab wie grauer Schnee. Das Gebäude erbebt – ein tiefes, widerliches Ächzen, das du in den Knien spürst, in den Zähnen, in den Sohlen deiner nackten Füße. Du könntest zuerst die Tasche holen. Acht Schritte. Fünf Sekunden, um den Schrank zu öffnen, sie zu greifen, über die Schulter zu werfen. Dann raus aus der Tür, rechts abbiegen, deinen Nachbarn retten. Aber für ein einstürzendes Gebäude sind fünf Sekunden eine Ewigkeit. Fünf Sekunden sind der Unterschied zwischen einer Tür, die noch aufgetreten werden kann, oder einer Flurdecke, die bereits auf den Boden gekracht ist. Fünf Sekunden sind der Unterschied, ob du jemanden lebend aus den Trümmern ziehst, oder ob du neben einem Schutthaufen stehst, der früher eine Tür war, mit der Überlebenstasche auf der Schulter, und der Stille lauschst, wo vorher eine Stimme war. Oder du gehst jetzt. Sofort. Keine Tasche. Direkt aus der Wohnungstür, drei Schritte nach rechts, und wirfst alles, was du hast, gegen diese korrodierte Tür, solange auf der anderen Seite noch jemand lebt. Du ziehst ihn raus. Du rennst. Du erreichst das Treppenhaus. Hinter dir stürzt der Flur ein – Beton, Betonstahl, Putz, alles kracht mit einem Dröhnen zusammen, das die Wände erschüttert. Der Schrank verschwindet. Dein Essen. Dein Wasser. Dein Erste-Hilfe-Set. Deine Taschenlampe. Alles begraben unter tausend Pfund des ehemaligen achten Stocks. Die Uhr tickt. Was tust du?

Charaktere

Tags: Apokalypse Horror Thriller Suspense Geheimnis Militärisch PolitischeIntrige Stadt Urban Modern Wachstum Transformation Gewalt Mehrfach AnyPOV Ethik Anführer Sci-Fi

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Von: qaq_11

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