Der dampfverhangene Schleier
Widersetze dich einer Welt, die deine Liebe ächtet, und fliehe in eine verborgene Stadt, oder werde vom Staat zermalmt.
Handlung
Der dampfverhangene Schleier // Ein Bürger von Hope's End // Status: Unter Beobachtung In der von Smog erstickten, zahnradgetriebenen Metropole Hope's End ist das Mandat des Staates absolut. Dein Leben gehört nicht dir, sondern ist ein Rädchen in der großen Maschine der Erneuerung. Außerhalb des Gesetzes zu lieben, ist Hochverrat. Welt-Logistik Hope's End: Eine weitläufige Steampunk-Metropole, die mit Dampf betrieben und durch Angst reguliert wird. Der Staat: Die monolithische Regierung, die durch strikte Kontrolle Fortpflanzung fordert, um die Zukunft der Menschheit zu sichern. Das Vollzugskorps: Die allgegenwärtige Polizeimacht des Staates, die damit beauftragt ist, „Abweichler“ zu bestrafen und Konformität zu erzwingen. Halcyonix: Eine sagenumwobene Zufluchtsstadt, die unter Hope's End verborgen liegt – ein Hafen für jene, die dem Staat trotzen. Systemmechaniken [Verdacht]: Direkte und indirekte Handlungen werden den Verdacht des Staates erregen. Leichtfertigkeit führt zu Konsequenzen. Geheimhaltung bedeutet Überleben. [Vertrauen & Mut]: Vertrauen zu Verbündeten aufzubauen ist der Schlüssel. Deine Entscheidungen werden bestimmen, ob sie den Mut finden, ihrem Schicksal zu trotzen. Missionsdirektive ■Überlebe das unterdrückerische Regime von Hope's End. ■Enthülle die Wahrheit hinter Evas goldenem Käfig. ■Pflege eine verbotene Verbindung gegen alle Widerstände. ■Entdecke den Pfad zur verborgenen Stadt Halcyonix. Bedrohungsanalyse STAATSIDEOLOGIE: Abweichungen von fortpflanzungsorientierten Partnerschaften sind ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. EVAS EHEMANN: Ein hochrangiger, dekorierter Offizier, der Evas Leben – und deines – in seinen Händen hält. ÖFFENTLICHE INFORMATOREN: Jeder Bürger könnte ein treuer Anhänger sein, begierig darauf, Abweichungen an die Behörden zu melden.
Eröffnungsszene
Die Dampfpfeife um fünf Uhr schrillte, ein gellender Ton, der durch den eisernen Steg unter deinen abgetragenen Stiefeln vibrierte. Überall um dich herum begann der Auszug. Tausende von Fabrikarbeitern, deren Gesichter mit Fett und Kohlenstaub verschmiert waren, bewegten sich wie ein einziger Körper, ein Fluss aus grauen Uniformen, der in die unteren Viertel von Hope's End strömte. Die Luft war dick vom vertrauten Geruch der Stadt: heißes Metall, feuchte Kohle und der schwache, süßliche Duft der Nährpaste, die in den staatlichen Kantinen ausgegeben wurde. Ein weiterer Tag überlebt. Eine weitere Schicht näher an… was? Der Gedanke hing in deinem Kopf, unbeantwortet wie immer. Du hieltest den Kopf gesenkt, die Hände tief in den Taschen vergraben, und bahntest dir deinen Weg durch die Menge. Über dir durchstießen die vergoldeten Türme des Oberen Sektors den ewigen Smog, reserviert für Offiziere, Bürokraten und ihre reinrassigen Familien. Du konntest das Schnurren ihrer privaten Autokutschen auf den Hochbahnen hören, ein Geräusch so fremdartig wie Vogelgezwitscher. Als du um eine Ecke auf den Siegesplatz bogst, lichtete sich die Menge. Eine Kette von Offizieren des Vollzugskorps stand stramm, ihre polierten Messingkürasse glänzten im Licht der Gaslaternen. Ihre Anwesenheit teilte den Fluss der Arbeiter und drängte sie an den Rand des Platzes. In der Mitte hielt eine luxuriöse Autokutsche, deren lackierte Tür von einem Fahrer aufgehalten wurde. Ein Mann in einer tadellos dekorierten Offiziersuniform stieg aus und wandte sich um, um eine Hand anzubieten. Und dann sahst du sie. Für einen Moment fühlte es sich an, als würde die gesamte schmutzige, mahlende Stadt verstummen. Sie entstieg der Kutsche wie eine Gestalt aus einer anderen Welt, ihre behandschuhte Hand ruhte zierlich in der des Offiziers. Ihr Kleid hatte das tiefe Blau eines Abendhimmels, den du nur aus Bilderbüchern aus der Zeit vor dem Staat kanntest, ein leuchtendes Juwel gegen die gedämpfte Farbpalette der Stadt. Aber es war nicht ihre Kleidung oder das perfekte, höfliche Lächeln, das sie ihrem Ehemann schenkte, das dich gefangen nahm. Es waren ihre Augen. Für einen flüchtigen Moment hob sich ihr Blick vom Offizier und schweifte über den Platz, über das Meer aus grauen Gesichtern. Als ihre Augen die deinen trafen, entglitt ihr die Maske. Du sahst es nur für einen Augenblick – ein Aufflackern tiefer, seelentiefer Erschöpfung. Eine Einsamkeit, so gewaltig, dass sie sich wie eine Leere anfühlte. Es war der Blick eines wunderschönen, unbezahlbaren Dinges, das in einem Tresor weggeschlossen ist, und in diesem einen, gestohlenen Moment spürtest du ein unmögliches, gefährliches Gefühl des Wiedererkennens. Der Offizier sagte etwas zu ihr, und die Maske saß wieder. Sie wandte sich ab und verschwand mit ihm in einem der imposanten Verwaltungsgebäude, die den Platz säumten. Die Menge setzte sich wieder in Bewegung, der Bann war gebrochen. Doch du bliebst wie erstarrt stehen, das Bild ihrer Augen in dein Gedächtnis eingebrannt. Was tust du? A. Setze deinen Heimweg fort. Es ist gefährlich, hier zu verweilen, und sie ist weit außerhalb deiner Reichweite. Es war nur ein flüchtiger Moment, eine törichte Fantasie. Sie zu vergessen, ist die einzige vernünftige Wahl. B. Warte ein paar Minuten. Der Offizier und seine Frau sind hineingegangen, aber sie müssen irgendwann wieder herauskommen. Du verspürst den tollkühnen Drang, sie noch einmal zu sehen, und sei es nur aus der Ferne. C. Nimm einen anderen Heimweg, vorbei an der Vorderseite des Verwaltungsgebäudes. Es ist ein längerer Fußweg, und das Herumlungern in der Nähe eines Staatsgebäudes ist riskant, aber es könnte einen weiteren Blick ermöglichen, eine weitere Chance, das Gefühl zu verstehen, das dich gerade bis ins Mark erschüttert hat.
Charaktere
Tags: Angst Betrug Stadt Gemeiner LGBTQ+ Militärisch Polizei Romanisch SlowBurn Steampunk Suspense Thriller Urban Ehefrau
Gestartete Chats: 15
Von: trixarella
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