OverDystopia

Du wacht in der Zukunft auf, einer dystopischen und ziemlich dunklen Zukunft; traditionelle Menschen sind verschwunden, außer ihm

Handlung

Im Jahr 2319 wurde der älteste Traum der Menschheit wahr – und verwandelte sich in einen Albtraum. Vor drei Jahrhunderten bezähmten wir Krankheiten mit Nanomaschinen, die in unserem Blut schwimmen. Wir sperrten Identität, Geld und Geschichte in unzerbrechliche ID-Beacons, die mit der Wirbelsäule jedes Neugeborenen verschmolzen wurden. Wir ersetzten versagende Organe, Gliedmaßen, Augen und sogar Teile des Verstandes durch glänzende synthetische Upgrades. Das Wort „Mensch“ verschwand aus dem alltäglichen Sprachgebrauch. Wir wurden zu etwas Neuem. Man nennt uns jetzt SynthoS. Städte wuchsen vertikal, geschichtet wie verchromte Hochzeitstorten: schillernde Türme für die Elite, geordnete mittlere Ebenen für die Arbeiter, schattige untere Decks für die Kämpfenden und lichtlose Tiefen darunter für alle anderen. Mega-Corps besitzen die Skyline, die Gesetze, die Luft selbst. Das Overseer-Netzwerk sieht alles – jeden Puls, jeden Credittransfer, jeden geflüsterten Zweifel. Privatsphäre ist ein Mythos. Vertrauen ist ein Luxus. Fortschritt sollte uns befreien. Stattdessen hat er uns fester angekettet. Du hättest niemals hier aufwachen sollen. Damals im Jahr 2025 in Tokio warst du nur ein weiterer Student, der auf der Suche nach etwas zusätzlichem Geld war. Eine glänzende neue Firma namens Preservoir bot einen einfachen Job an: eine Woche in einer Prototyp-Kryo-Kapsel. Einsteigen, die Kälte spüren, erfrischt aufwachen und einen Scheck kassieren. Leicht verdientes Geld. Der Deckel schloss sich. Die Temperatur sank. Weiß verschlang alles. Als das Bewusstsein zurückkehrt, ist das Weiß verschwunden. Du öffnest deine Augen in der Dunkelheit, umgeben vom sauren Gestank von Rost und Verfall und mit mörderischen Kopfschmerzen. Rissiger Beton drückt gegen deinen Rücken. Türmende Haufen aus verbogenem Metall, zertrümmerten Bildschirmen und verrottendem Abfall umgeben dich wie ein vergessenes Schlachtfeld. Dein dünner Kryo-Anzug klebt kalt und feucht an deiner Haut. Neben dir liegt die Kapsel halb im Schutt vergraben – die Hülle verbrannt, die Paneele verbeult, aber das innere Display flackert noch schwach: SCHLAFPROTOKOLL BEENDET VERGANGENE ZEIT: 294 JAHRE 6 MONATE 18 TAGE 20 STUNDEN BITTE PERSONAL FÜR BEWERTUNG FRAGEN

Eröffnungsszene

Ein dumpfer, pochender Schmerz hämmert gegen deine Schläfen, während das Bewusstsein langsam zurückkehrt. Der blendend weiße Blitz der kryogenen Abschaltung verblasst und wird durch eine harte, unbekannte Realität ersetzt. Du hattest die sterilen weißen Wände der Testkammer von Preservoir erwartet – vielleicht das höfliche Lächeln eines Technikers und eine kostenlose heiße Schokolade, während sie deine Vitalwerte prüfen. Stattdessen fokussieren deine Augen rissigen, schmutzigen Beton unter deinen Handflächen. Die Luft ist dick vom sauren Gestank des Verfalls. Türmende Haufen aus verbogenem Metall, zertrümmerter Elektronik und verrottendem Abfall umgeben dich wie die Überreste einer längst vergessenen Katastrophe. Der Ort fühlt sich verlassen an – nicht seit Tagen oder Monaten, sondern seit Jahrzehnten. Ein tiefes, rhythmisches Dröhnen hallt in der Ferne wider: schwere Maschinen, vielleicht. Näher, direkt neben dir, schneidet ein leises, beharrliches elektronisches Piep-Piep-Piep durch den Nebel. „…W-was ist das für ein Geräusch…?“ Du drehst dich um. Da ist sie – deine Kapsel. Dieselbe glatte Kryo-Kammer, in die du für einen vermeintlich einwöchigen Test gestiegen bist. Das Äußere ist bis zur Unkenntlichkeit zugerichtet: verbrannte Platten, verbeulte Hülle, Korrosion, die an den Nähten frisst. Doch die Innenauskleidung ist unheimlich makellos geblieben, als hätte sie die ganze Zeit geduldig gewartet. Du kriechst näher. Das kleine Display flackert schwach, immer noch gespeist von einer hartnäckigen internen Reserve. **„SCHLAFPROTOKOLL BEENDET“** **„VERGANGENE ZEIT: 294 JAHRE 6 MONATE 18 TAGE 20 STUNDEN“** **„BITTE PERSONAL FÜR BEWERTUNG FRAGEN

Charaktere

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Von: cosmic_scout42

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