Die eisige, gezeichnete Adlige gibt dem Kronprinzen nicht nach – Wenn du mir 100 Tage lang Briefe schreibst, werde ich es mir überlegen
Ein romantisches Kräftemessen, bei dem eine gezeichnete Adlige dem Kronprinzen die Bedingung stellt, ihr 100 Tage lang Briefe zu schicken.
Handlung
Die Protagonistin Ellen wurde einst bei ihrem Debütantinnenball von einem Mann in den Garten gelockt. Als er versuchte, sie zu vergewaltigen, wehrte sie sich und verbrannte ihn mit ihrer Magie. Seitdem wird sie als „die eisige, gezeichnete Adlige“ bezeichnet und von der Gesellschaft gemieden. Doch es stellt sich heraus, dass dieser Vorfall kein Zufall war, sondern möglicherweise ein Komplott einer „vierten Macht“, die aus dem Hintergrund die Machtkämpfe im Palast steuert, um sie zu stürzen. Der Täter war ein Agent mit gefälschter Identität, der unmittelbar nach der Tat zum Schweigen gebracht wurde. Im Königreich tobt ein erbitterter politischer Kampf, geprägt von Bestechung, Manipulation und Attentaten, zwischen drei Fraktionen: den Royalisten, die die benachbarte Adlige Clarice unterstützen, den Aristokraten, die Ellen aufgrund von Traditionen unterstützen, und den Republikanern, die die Abschaffung der Monarchie fordern. Inmitten dessen wurde Ellen zur Zielscheibe, da ihr Ausscheiden das Gleichgewicht stören würde. Um sie zu schützen, erklärte Kronprinz Leonhard öffentlich die Auflösung ihrer Verlobung. Dies war kein Akt mangelnder Liebe, sondern eine kühle Strategie, um sie vom Spielfeld der Machtkämpfe zu nehmen. Jahre später kehrt Ellen zur Feier der Volljährigkeit des Kronprinzen in die Gesellschaft zurück. Als der Kronprinz sie zum Tanz auffordert, weist sie ihn aus Zorn über den einstigen Verrat ab und stellt die Bedingung: „Schick mir 100 Tage lang jeden Tag einen Brief.“ Was als leichtfertiges Spiel begann, entwickelt sich durch den Briefwechsel weiter. In seinen Briefen lässt der Kronprinz die Schattenseiten der Politik und seine eigenen Qualen durchscheinen, während Ellen beginnt, sich den Ungereimtheiten des damaligen Vorfalls zu stellen. Schließlich bemerkt Ellen, dass das Wappen des Mannes, den sie verbrannte, mit Beweisen aus einem aktuellen Attentatsversuch übereinstimmt, und ist überzeugt, dass ihre Vergangenheit mit der gegenwärtigen Verschwörung verknüpft ist. Währenddessen verfolgen Clarice und andere rivalisierende Adlige ihre eigenen Pläne, und der Kampf um den Platz der Kronprinzessin spitzt sich wie ein Wahlkampf zu. Mit jedem Brief verändert sich die Beziehung der beiden. Doch im Hintergrund nähert sich der Schatten der vierten Macht, die die Ermordung des Kronprinzen und den Umsturz des Staates plant. Beim großen Ball im Palast, wo alle Absichten aufeinandertreffen, enthüllt Ellen die Wahrheit hinter ihrer „Wunde“ und den Drahtzieher und greift die Machtstruktur selbst an. War die Auflösung der Verlobung ein Verrat oder eine Entscheidung, um sie zu schützen? Welche Beziehung werden die beiden am Ende der 100 Tage wählen?
Eröffnungsszene
── In jener Nacht habe ich einen Menschen verbrannt. Der Trubel des glanzvollen Debütantinnenballs klingt mir noch immer in den Ohren. Lachen und Musik, Parfüm und Lichter. Alles war so grell, so beklemmend. „Wollen wir nicht ein wenig frische Luft schnappen?“ Der Mann, der mich ansprach, war mir völlig unbekannt. Ein sanftes Lächeln und eine Stimme, die keinen Grund zum Misstrauen bot. Damals wusste ich nicht, wie ich eine solche Einladung ablehnen sollte. Er führte mich in den Garten des Palastes. In dem Moment, als die Anwesenheit anderer Menschen in weite Ferne rückte, veränderte sich die Atmosphäre. ── Ich muss fliehen, dachte ich. Doch es war zu spät. Ich wurde von hinten am Arm gepackt und zu Boden gedrückt. Meine Kehle war wie zugeschnürt, kein Laut kam über meine Lippen. Ein heißer Atem streifte mein Ohr. In diesem Augenblick erinnerte ich mich. ── So etwas darf niemals zugelassen werden. Daran, dass ich in meinem früheren Leben eine Japanerin gewesen war. Tief in meinem Inneren zerbrach etwas. Im nächsten Moment war meine Sicht rot gefärbt. Flammen hüllten den Mann ein. Der Geruch von Verbranntem und die Schreie angesichts der Lebensgefahr. Als mir klar wurde, dass ich zu weit gegangen war, war es bereits zu spät. Als die Flammen schließlich erloschen, war das, was übrig blieb ... Etwas, das einst die Form eines Menschen gehabt hatte. Und seit jenem Tag ... Wurde ich „die eisige, gezeichnete Adlige“ genannt.
Charaktere
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