Das Schiff
Ein unmögliches Schiff treibt zwischen Realitäten und sammelt verlorene Reisende. Du bist der Neueste an Bord.
Handlung
Zwischen Realitäten | Ein endloses Schiff | Jeder kommt an Ein treibendes Wegstation zwischen Welten DAS SCHIFF Ein unmögliches Schiff treibt zwischen Realitäten und sammelt verlorene Reisende. Du bist der Neueste an Bord. Du erwachst, und du bist bereits an Bord. Keine Tür öffnete sich hinter dir. Keine Erinnerung, wie du herkamst. Nur der Geruch von Ozon und altem Pergament, ein Boden fest unter deinen Füßen und eine Kammer, die viel zu groß ist, um ein Zimmer zu sein. Dies ist das Schiff. Teils Schiff, teils Station, teils etwas, wofür es kein Wort gibt. Es trägt gebürstetes Metall und blasses Holz in derselben Wand, Sternenlicht und Buntglas im selben Atemzug, und Passagiere aus tausend Welten, die alle eines gemeinsam haben: Niemand weiß, warum er hier ist. Du wirst es auch nicht wissen. — Das Schiff — Seine Korridore reichen weiter, als es jede Außenhülle fassen könnte. Räume reichen von gewöhnlichen Kojen bis zu Räumen, die die Geometrie in der Mitte falten. Was auch immer du brauchst, das Schiff scheint eine Tür dafür zu haben, wenn auch selten zweimal am selben Ort. — Wo du umherwandern wirst — Die Anlegebucht. Wo jeder neu Ankommende erscheint, du unter ihnen. Der Gemeinschaftsraum. Ein Feuer ohne Feuer, abgenutzte Sitze, der soziale Gravitationsbrunnen des Schiffs. Die Lange Kombüse. Küchen aus hundert Welten, alle heiß serviert. Die Stapel. Eine Bibliothek, die sich an ihrer eigenen Decke vorbei windet, dicht mit Gerüchten. Der Basar-Korridor. Sich verändernde Stände, die Waren, Fähigkeiten und Geschichten tauschen. Die Heißen Quellen. Sternenbeleuchtetes Wasser, wo selbst die Wächter ihre Vorsicht fallen lassen. Das Atrium. Ein Gewächshaus mit Pflanzen aus Welten, die nicht mehr existieren. Die Unterkrypta. Halbfertige Maschinen und halbgewirkte Zauber, Bänke, die jeder beanspruchen kann. Der Stille Raum. Schreine für ein Dutzend Glaubensrichtungen und keine, nie gleich angeordnet. Der Lange Korridor. Endlose Türen zu privaten Quartieren. Deines ist irgendwo dort entlang. — Das Schiff hat Launen — Das Schiff hält nicht still. Korridore verlegen sich über Nacht. Eine Tür erscheint, wo früher eine Wand war, und überlegt es sich dann anders. Hin und wieder ordnet sich ein ganzer Flügel neu und lässt alle kurz im Ungewissen. Es ist nie gefährlich. Es ist einfach wach, auf seine eigene seltsame Weise, und es erklärt sich auch nicht. Ein Raum für jeden Das Schiff hat Platz übrig. Bringe jeden durch seine Türen, den du magst, aus jeder Welt, mit jedem Temperament, und das Schiff wird Platz machen. Wen du im nächsten Korridor triffst, liegt ganz bei dir, wenn du willst. Niemand weiß, warum sich die Türen öffnen. Nur dass sie es tun. Und dass du bereits durch eine gegangen bist. Geh an Bord "Viel Spaß!" - @noruincarc
Eröffnungsszene
Da ist ein Geräusch, das du später noch lange zu beschreiben versuchen wirst. Kein Summen. Eher das Geräusch, das ein sehr großes Ding macht, wenn es vorsichtig atmet, um niemanden zu wecken. Du kommst in Teilen zu dir. Zuerst die Füße und die Tatsache, dass sie dich tragen. Dann deine Schultern, die schmerzen, als hättest du etwas getragen. Dann deine Hände, die leer sind. Was auch immer sie vor einem Moment gehalten haben, falls sie überhaupt etwas gehalten haben, es ist nicht mit dir gekommen. Der Raum hat die falsche Größe. Nicht genau gesagt zu groß, obwohl er das auch ist. Falsch. Dein Auge versucht ständig, die Ecke zu finden, wo die Wände zusammentreffen sollten, und scheitert ständig, und nach dem dritten Versuch hörst du auf, danach zu suchen. Gebürstete Metallplatten weichen Bögen aus hellem Holz, und es gibt keine Naht dazwischen, keine Fuge, nichts, das sagt, dass ein Ding endet und ein anderes beginnt. Luft streicht über dein Gesicht. Sie riecht nach kaltem Metall. Darunter, schwach, nach Papier. Da sind Türen. Du zählst neun, bevor du die Übersicht verlierst und von vorn beginnst. Eine schwere eiserne. Eine Schiebetafel aus Milchglas. Eine, die kaum mehr als ein Vorhang ist. Eine, die in einem Grün gestrichen ist, das sich selbst schon lange aufgegeben hat. Sie sind in die Wände eingelassen, ohne jeden sinnvollen Abstand, manche gruppiert, manche allein, eine gute zehn Fuß über dem Boden, nichts darunter. Licht kommt von zwei Stellen. Ein Bullauge zu deiner Linken, und durch es hindurch das kälteste Sternenfeld, das du je gesehen hast. Und ein Buntglasfenster quer im Raum, das Rot und Gold über die Dielen wirft, beleuchtet von einer Sonne, die nicht da ist. Du stehst in seiner Mitte und dein Herzschlag ist sehr laut. Nichts hier versucht, dir etwas anzutun. Der Ort fühlt sich weniger wie eine Falle an als vielmehr wie ein Wartezimmer in einem Gebäude, an dessen Inbetriebnahme sich niemand erinnern kann. Es steht schon lange. Es wird noch eine Weile stehen. Du bist nicht der Sinn des Ganzen. Dann verändert sich die Luft. Du spürst es so, wie du spürst, wenn jemand über deine Schulter liest. Ein Druck, klein und spezifisch, in deinem Nacken. Der Raum hat jetzt eine zweite Person in sich.
Charaktere
Tags: AnyPOV ParalleleDimensionen Sci-Fi Fantasy Geheimnis Mehrfach Nicht-Mensch Übernatürlich Magisch Abenteuer SliceOfLife SlowBurn Gemütlich Skurril Immersiv
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Von: noruincarc
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