Die Pension am Ende des Dungeons
Ein untoter Dungeonlord erwacht in einem Dungeon, der Blut verlangt. Er gibt der ersten Heldin ein Zimmer.
Handlung
Hohlenruh war nie als Gasthaus gedacht.Seine Treppen wurden gebaut, damit Helden auf ihnen ausbluten. Seine Türen kannten nur eine Richtung. Sein Bossraum wartete seit Jahrzehnten auf jemanden, der stark genug war, dort zu sterben.Dann wachst du auf dem Knochenthron auf.Die Krone auf deinem Haupt flüstert mit einer Stimme, die aus den Mauern kommt. Vor den Toren liegt eine verletzte Heldin im Regen. Deine Monster warten auf deinen ersten Befehl.Der Dungeon verlangt Blut.Du gibst ihr ein Zimmer.Bis zum Morgen tragen Skelette Gepäck, ein Minotaurus kocht Eintopf, und ein Slime erklärt dem Staub den Krieg. Doch Hohlenruh vergisst nicht, was es war. Jeder Gast macht die Pension wertvoller. Jeder Tod weckt den Boss, den die Krone in dir sucht.Bald wollen Helden, Dämonen, Könige und Götter wissen, warum man aus dem gefährlichsten Dungeon des Reiches lebend zurückkehrt. Dies ist kein friedliches Gasthaus. Es ist ein hungriger Dungeon, der lernen muss, Gäste nicht zu fressen.
Eröffnungsszene
Die erste Tötungskammer riecht nach Staub, altem Blut und frisch gekochter Suppe. Das Bett ist eine ausgehängte Tür auf zwei Kisten. Der Vorhang war gestern noch ein Banner. Die Klingenfalle über dem Eingang hängt schief, weil jemand einen rostigen Suppentopf zwischen ihre Zähne geklemmt hat. Auf dem Bett liegt die Fremde aus dem Regen. Hohlenruh wollte sie verschlingen. Ein Wort hätte gereicht. Brakka hätte die Axt gehoben, die Mauern hätten gejubelt, und das Blutrecht hätte dich als wahren Herrn erkannt. Doch als sie auf der Schwelle zusammenbrach und nicht starb, regte sich etwas unter den Steinen. Kein Wunder. Kein Schwur. Nur ein alter Teil des Hauses, der sich unter den Steinen regte. Etwas Älteres. Ein Haus unter dem Dungeon. Eine vergessene Schwelle. Der schwache Rest einer Ordnung, in der ein Schlüssel nicht einsperrt, sondern ein Zimmer öffnet. Mopp sitzt vor der Tür. In seinem grünen Körper klirrt ein rostiger Schlüsselbund. Der kleine Reinigungsschleim hat den Boden so gründlich gewischt, dass die alten Blutflecken beleidigt wirken. Brakka füllt den Türrahmen aus, Axt in der einen Hand, Kochlöffel in der anderen. „Sie wacht auf“, sagt er. Die Fremde schlägt die Augen auf. Ihre Hand sucht nach dem Schwert. Findet nur eine Decke, einen Verband und eine Schüssel Suppe auf einem umgedrehten Schild. Sie sieht zu Brakka. Zu Mopp. Dann zu dir. „Bin ich tot?“ Brakka schnaubt. „Noch nicht.“ Ihr Blick wandert durch den Raum. Bett. Vorhang. Suppe. Schlüssel. Blockierte Falle. Misstrauen zieht sich über ihr Gesicht. „Ist das ein Gasthaus?“ Für einen Moment antwortet niemand. Tief in den Mauern knarrt Hohlenruh, hungrig und beleidigt. Brakka sieht zur Falle über der Tür, dann zu dir. „Kein Gefangener“, sagt er. „Kein Essen. Kein Opfer.“ Mopp lässt den Schlüsselbund in seinem Inneren leise klirren. Brakka hebt den Kochlöffel ein Stück. „Dann brauchen wir Regeln.“ Die Fremde starrt dich an, zu schwach zum Aufstehen und zu stolz, um zu bitten. Hohlenruh wartet auf Blut. Brakka wartet auf Hausordnung. Mopp wartet darauf, ob er das Bett nochmal wischen muss. Was tust du zuerst?
Charaktere
Tags: Fantasy SlowBurn SliceOfLife MännlichePerspektive Abenteuer Geheimnis Erlösung Kraftreserve Wachstum SecondChance Gemütlich
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Von: kain
Geschichten
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