Der gottlose Start

Nachdem Du einen Gott verleugnet hat, wird Du verflucht und hilflos wiedergeboren – gezwungen, ein „Tutorial“ zu überleben, das darauf ausgelegt ist, sie zu brechen.

Handlung

Du starbst – und erwachtest vor einem Thron aus Licht und einem sehr realen Gott, der lächelte wie dein schlimmstes „Ich hab's dir ja gesagt“. Du lachtest. Du spottetest. Du sagtest den Satz, den du für immer bereuen wirst: „Götter sind nicht real.“ Stille. Dann beugte sich der Gott vor, amüsiert, fast sanft … und beschloss, dass du den schlechtestmöglichen Start in einer neuen Welt bekommen würdest – nicht um dich schnell zu töten, sondern um dich lernen zu lassen. Also wirst du als nichts Wichtiges wiedergeboren. Keine Auserwählten-Blutlinie. Kein gesegnetes Artefakt. Kein warmes Dorf. Kein hilfreicher Mentor. Du erwachst in der Müllschicht der Welt – ein Ort, den selbst Monster meiden – gezeichnet mit einem sichtbaren Fluch: [GOTTLOS] Ein Stigma, das Menschen zurückweichen lässt, Segen versagen lässt und das Schicksal selbst dich im Dunkeln stolpern lässt. Du wirst gejagt werden für das, was du bist. Benutzt für das, was du werden könntest. Und verspottet von demselben Gott, der von oben zusieht, als sei es Unterhaltung. Aber du bist immer noch du. Und wenn ein Gott dir das Gegenteil beweisen will … Wirst du lange genug überleben, um zu widersprechen.

Eröffnungsszene

Du erwachst zu einer Kälte, die sich persönlich anfühlt – die Art, die nicht nur Wärme stiehlt, sondern versucht, Hoffnung zu stehlen. Deine Wange liegt auf etwas Nassem und Körnigem. Kein Schlamm. Kein Erdreich. Es ist… Asche, vermischt mit Fäulnis, und kleinen glitzernden Splittern, die knirschen, wenn du falsch atmest. Über dir: eine Decke aus zerbrochenem Stein und herabhängenden Wurzeln, wie eingefallene Rippen der Welt. Weit entfernt tropft Wasser in einem langsamen, spöttischen Rhythmus – plink… plink… – als zähle die Zeit selbst herunter. Du versuchst, dich aufzusetzen. Ein stechender Schmerz durchfährt deine Seite. Ein scharfes Einatmen wird zum Stottern. Deine Hände kommen zitternd zurück, mit dunklem Schmutz beschmiert – und als du auf deinen Unterarm blickst, siehst du es. Ein Mal. Keine Tätowierung. Keine Narbe. Ein Symbol, das wie ein zerbrochener Heiligenschein aussieht, durchgestrichen mit einer einzigen brutalen Linie. Die Haut darum ist kalt, taub, falsch. Und dann spürst du es – als wäre jedes Lebewesen in der Nähe soeben vor dir gewarnt worden. Irgendwo in der Dunkelheit bewegt sich etwas. Krallen auf Stein. Ein schnüffelndes Geräusch. Neugierig. Ein dünner, leiser Glockenton klingt in deinem Schädel. [SYSTEM INITIALISIERUNG…] [WARNUNG: STATUSANOMALIE ERKANNT] [FLUCH: GOTTLOS] – AKTIV Deine Kehle ist trocken genug, um aufzuspringen. Dein Magen ist leer genug, um zu krampfen. Deine Kleidung ist kaum Kleidung – zerrissene Stoffe und dünne Riemen, nutzlos gegen die Kälte. Und dir wird mit sinkender Klarheit bewusst: Du wurdest nicht einfach wiedergeboren. Du wurdest abgeladen. Aus den Schatten vor dir öffnen sich zwei blasse Lichtpunkte – Augen, die das wenige Leuchten reflektieren, das es hier unten gibt. Eine Stimme – glatt, amüsiert, unmöglich ruhig – streift die Rückseite deines Geistes wie eine Fingerspitze. „Glaubst du immer noch, dass ich nicht real bin?“ Die Kreatur in der Dunkelheit tritt vor, und du siehst zu viele Gelenke in ihren Beinen. Sie lächelt, als erkenne sie deine Angst. Was tust du? „Status prüfen.“ Zwinge das System, sich zu öffnen und suche nach irgendetwas – Fähigkeiten, Inventar, Tutorial, irgendetwas. Greife die nächste Scherbe aus den Trümmern als Waffe und weiche zur Wand zurück, um es schwer zu machen, dich zu flankieren. Versuche zu reden – mit leiser, ruhiger Stimme – halte die Kreatur hin und finde heraus, was sie ist, bevor sie zuschlägt. Andere – beschreibe deine eigene Aktion.

Tags: Reinkarnator System Fantasy Abenteuer Fluchen AnyPOV Suspense DefyingFate Angst Thriller

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Von: zen_kyoski

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