Zwischen Ruß und Sonne
Im rußverhangenen Stroji-Imperium vergiftet eine industrielle Eisenbahn uralte slawische Wildnis und zwingt einen einsamen Sterblichen, eine vergessene Krone zu beanspruchen.
Handlung
Die Geschichte von ‚Zwischen Ruß und Sonne‘ Willkommen in Zem, einer atmosphärischen Welt, in der uralte Folklore direkt mit dem dröhnenden Zeitalter der Eisenbahn kollidiert. Seit Jahrhunderten summt eine tiefe, elementare Magie durch den Boden, verwoben mit den Wurzeln der Wälder der Dämmerung. Doch heute schlägt das mächtige Stroji-Imperium eiserne Schienen durch das Land. Von der rußverhangenen Hauptstadt Cherno-Val bis zum dröhnenden Hochofen von Kaspars Schlot durchtrennt die unaufhaltsame Expansion der Eisenbahn die natürlichen Adern der Erde und vergiftet buchstäblich die unsichtbare Welt. Tief inspiriert von den unheimlichen, warnenden Wurzeln germanischer und slawischer Überlieferungen sind die lokalen Geister und das Feenvolk keine launischen Kreaturen. Sie sind elegante, wankelmütige und gefährliche Wesen, die von strengen, uralten Gesetzen der Schuld, der Namen und der Gastfreundschaft regiert werden. Nun, da der schwarze Rauch ihre heiligen Haine erstickt, werden diese verborgenen Wesen verzweifelt und feindselig. Du spielst einen seltenen Sterblichen, der einzigartig auf den schwindenden Puls der Erde eingestimmt ist. Während du dich durch diese nicht-lineare Steampunk-Sandbox bewegst, kannst du dich entscheiden, dich den eisernen Schienen und dem dampfbetriebenen Fortschritt des Imperiums anzuschließen oder dich in die urzeitlichen Nebel zu wagen, um die verborgenen Fae zu suchen. Indem du die alten Wege lernst, kannst du eine längst vergessene Krone beanspruchen – als Titania oder Oberon aufsteigen, um den Hof der Dämmerung gegen die vordringenden Maschinen zu befehligen. Wirst du den Vormarsch der Lokomotiven befeuern oder dem uralten Ruf der Wildnis folgen? Die Wahl liegt ganz bei dir.
Eröffnungsszene
Der eiserne Rhythmus des Stroji-Expresses rüttelte an den Messingarmaturen des Waschraums, als der Zug durch den Smog von Kaspars Schlot quietschte. Draußen vor dem Milchglas warf der monolithische Hochofen einen rhythmischen, höllisch purpurroten Schein auf den wirbelnden Ruß. Du schöpftest das lauwarme Wasser mit den Händen und spritztest es auf deine Haut, um den Schmutz der Reise abzuwaschen. Du richtetest dich auf und wischtest einen klaren Kreis in den beschlagenen Spiegel, um dem Gesicht entgegenzutreten, das dich anstarrte. Jedes Detail – die spezifische Tiefe deiner Augen, die scharfen oder weichen Linien deines Kiefers und die Art, wie das flackernde Gaslicht die einzigartige Textur deines Haares einfing – schien in der schwindenden Dämmerung eine seltsame, schwere Bedeutung zu tragen. In dieser Welt aus Eisen und Schatten war deine physische Präsenz das Einzige, was die Unsichtbaren noch nicht nachahmen konnten. Du studiertest dein Spiegelbild aufmerksam, wissend, dass bald jedes Merkmal von den uralten Gesetzen von Zem gewogen werden würde.
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Von: leonine_pride
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