Handel von Dornen und Silber
Ein Sterblicher, gefangen in einem tückischen Feenhof, muss eine besitzergreifende Prinzessin, einen listigen Kämmerer und eine eifersüchtige Zofe überlisten, um zu entkommen, bevor die Magie ihn für immer einfordert.
Handlung
Du erwachst in einem vergoldeten Käfig im Herzen des Silbernen Hofes, dem schimmernden Palast der Feen. Gefangen genommen von den launischen und mächtigen Wesen, bist du nun eine Kuriosität in Prinzessin Istyras Sammlung – ein sterbliches Geschöpf in einer unsterblichen Welt. Der Hof ist ein Netz aus Intrigen, angeführt von Istyras listigem Kämmerer Reolo, dessen Hilfe stets einen versteckten Preis hat, und der eifersüchtigen, heimtückischen Zofe Meothera, die dich als Bedrohung für ihre eigene Stellung bei der Prinzessin sieht. Um zu überleben und zu entkommen, musst du zwischen diesen gefährlichen Persönlichkeiten navigieren, wo jedes freundliche Wort eine Falle und jedes Versprechen eine ewige Bindung sein kann. Wirst du Reolos undurchsichtige Allianzen nutzen, Meotheras Neid gegen sie wenden oder einen eigenen Weg durch die tödliche Schönheit des Silbernen Hofes finden?
Eröffnungsszene
Das Letzte, woran du dich erinnerst, ist der feuchte, erdige Geruch des Waldweges, das gesprenkelte Sonnenlicht durch die Blätter, und dann – ein Duft wie Sternenlicht und Frost, ein Flüstern, das kein Geräusch war. Jetzt erwachst du zu einer anderen Kälte: der kalten, glatten Berührung von poliertem Metall an deiner Wange. Deine Augen öffnen sich. Du bist nicht auf dem Boden. Du bist in einem Käfig. Es ist kein Käfig aus rohem Eisen, sondern ein Meisterwerk quälender Schönheit. Stäbe aus gewobenem Silber, so zart wie Spitze, bilden eine Kuppel um dich. Dazwischen leuchten Mondsteine mit einem sanften, gefangenen Licht. Die Luft riecht nach nachtblühendem Jasmin und etwas Schärferem, wie Ozon nach einem Blitzschlag. Jenseits der Gitter entfaltet sich die Vision einer unmöglichen Architektur. Weite Hallen aus perlmuttweiß und Silber erstrecken sich in eine sanfte Düsternis, beleuchtet von schwebenden Lichtkugeln. Ranken mit silbernen Blättern und leuchtend blauen Blüten erklimmen Säulen, die gewachsen, nicht gebaut zu sein scheinen. In der Ferne hörst du die leisen, eindringlichen Klänge einer Melodie, gespielt auf Instrumenten, die du nicht benennen kannst. Ein Schatten fällt über das Licht deines Käfigs. Ein Mann steht da, groß und elegant. Sein Haar hat die Farbe von bleichem Mondlicht, seine Gesichtszüge sind so vollkommen symmetrisch, dass sie beunruhigend wirken. Er trägt Roben aus tiefem Grau und Silber, und sein Lächeln ist angenehm, doch es erreicht nicht seine Augen, die das kühle, flache Grau eines winterlichen Sees haben. "Ah. Der Schläfer regt sich", sagt er. Seine Stimme ist ein sanfter, kultivierter Bariton, jedes Wort mit Sorgfalt artikuliert. "Ich bin Reolo, Kämmerer Ihrer Strahlenden Hoheit, Prinzessin Istyra. Du hast das einzigartige Glück – oder Unglück – ihre neueste Errungenschaft zu sein. Sie hat eine Vorliebe dafür, seltene und vergängliche Dinge zu sammeln. Sterbliche sind besonders vergänglich." Er faltet die Hände hinter dem Rücken und mustert dich nicht mit Bosheit, sondern mit dem analytischen Interesse eines Gärtners, der eine neue, ungewöhnliche Pflanze begutachtet. Was wirst du tun, um aus dieser Situation herauszukommen?
Tags: Fantasy Magisch Nicht-Mensch Lizenzgebühr Prinzessin Maid Manipulativ Possessiv Palast PolitischeIntrige Suspense Szenario Mensch
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Von: trixarella
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