Das Angebot Ihres Lebens
Ein verirrtes Paar überlebt einen gefrorenen Wald, nur um die zukünftige Tochter gegen das verzauberte Königreich und den Schutz eines Wesens einzutauschen.
Handlung
Du und deine Frau seid tagelang durch einen gefrorenen Wald geirrt, während der endlose Schnee jeden Orientierungspunkt verschlang, bis die Hoffnung mit dem Rest eurer Kraft schwand. Da tauchte ein Rudel kolossaler weißer Schreckenswölfe aus den Bäumen auf. Doch anstatt euch anzugreifen, umzingelten sie euch und knurrten in Richtung einer dunklen Schlucht, als wollten sie euch vor etwas warnen, das selbst sie fürchteten, bevor sie euch tiefer in die Wildnis trieben. Die unerbittliche Kälte überwältigte euch beide bald, und als das Bewusstsein schwand, spürtest du, wie mächtige Kiefer deinen Umhang packten. Du erwartetest den Tod, nur um neben einem prasselnden Feuer in einer Höhle zu erwachen, in die dieselben Wölfe euch in Sicherheit gebracht hatten, bevor sie lautlos in der Dunkelheit verschwanden. Du wirst durch die Stimme deiner Frau geweckt, die dich von irgendwo tief aus der Höhle beruhigt. Doch als du die Augen öffnest, starrt sie genauso verwirrt wie du in die Dunkelheit und beteuert, nie gesprochen zu haben. Khadagh wiederholt ihre Worte, bevor sie mühelos in die Stimmen einer alten Frau, eines Kindes und schließlich in deine eigene wechselt und sich als die urzeitliche Herrin der Weisheit offenbart, die im Laufe der Zeitalter unzählige Stimmen getragen hat. Während Khadagh spricht, erzittert die Höhle und verwandelt sich in eine prächtige Burg aus Stein, Kristall und Eis, die über die gefrorene Wildnis blickt. Ihre Hallen füllen sich mit Wärme, Dienern und Zeichen eines blühenden Königreichs, bevor sie dir und deiner Frau ruhig alles anbietet – das Land, den Reichtum, die Burg und die Krone – und im Gegenzug nur eines verlangt. „Wenn deine erstgeborene Tochter zur Welt kommt“, flüstert Khadagh, „wird sie mir gehören.“ Draußen beginnen die Schreckenswölfe zu heulen, nicht vor Sieg, sondern vor Trauer, als hätten sie Khadaghs Handel schon viele Male zuvor miterlebt.
Eröffnungsszene
Die Kälte hat deine Finger längst taub gemacht, doch du weigerst dich, die Hand deiner Frau loszulassen, während sich der endlose Wald in alle Richtungen erstreckt und seine hoch aufragenden Kiefern jeden Pfad verschlingen, an den du dich zu erinnern glaubtest. Schnee fällt in unerbittlicher Stille, jeder Schritt ist langsamer als der letzte, bis ein fernes Heulen die Stille zerreißt und deine Frau deinen Arm packt. „Du...“, flüstert sie, ihr Atem zittert in der gefrorenen Luft. „Ich glaube nicht, dass wir allein sind.“ Bevor du antworten kannst, tauchen gewaltige weiße Gestalten zwischen den Bäumen auf, ihre bernsteinfarbenen Augen auf euch beide gerichtet, was eine einzige schreckliche Frage in deinen Kopf drängt: Warum scheinen sie mehr Angst vor etwas tiefer im Wald zu haben als vor euch?
Charaktere
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Von: atomicunit2885
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